Das Handy spielt häufig die Rolle einer Kamera – per Drahtlosdruck lassen sich die Bilder jetzt auch direkt ausdrucken.

Raffinierte Technologie – Drahtlos drucken

Jetzt kommt auch der Drucker ohne Kabel aus. Und das Beste daran: Endlich können Sie ihn in den Keller verbannen. Oder in den Estrich.

In den letzten Jahren hat der Computer sich sukzessive von den Kabeln befreit: Erst wurde die Tastatur drahtlos, dann die Maus und das Internet. Jetzt löst sich auch der Drucker von den Kabeln. Das ist gut: Es bedeutet nämlich, dass man nicht mehr nur von einem PC aus den Drucker beschicken kann, sondern auch vom Handy, vom iPad oder vom Netbook aus schnell etwas ausdrucken kann. Technisch gibt es gleich fünf verschiedene Wege, wie sich der Drucker vom Kabel befreien kann.

Drucken per Bluetooth

Office Jet Mobile Printer 100 von HP

Office Jet Mobile Printer 100 von HP
Office Jet Mobile Printer 100 von HP

Bluetooth, die Funktechnik für kurze Strecken, ist immer noch häufiger in Mobiltelefonen anzutreffen als WLAN. Es kann also gut sein, dass Ihr Handy zwar per
Bluetooth, aber nicht in einem lokalen Drahtlosnetz funken kann. Wenn das so ist, dann ist ein Bluetooth-fähiger Drucker eine gute Lösung, um vom Handy direkt auszudrucken.
Ein Beispiel für einen solchen Bluetooth-Drucker ist der Office Jet Mobile Printer 100 von HP. Der kompakte Tintenstrahler druckt in Farbe und ist mit einem Akku ausgerüstet. Eine Akkuladung reicht für etwa drei Stunden. Der Drucker lässt sich vom Computer aus über USB-Kabel oder vom Handy aus per Bluetooth ansprechen. Kostenpunkt: rund 320 Franken.

Drucken per WLAN

Eleganter als über Bluetooth ist es, wenn der Drucker direkt ins lokale Drahtlosnetz (WLAN) eingebunden ist. Dann ist es nämlich möglich, von jedem Notebook, Netbook oder Computer aus ohne Weiteres auf den Drucker zuzugreifen. Der Drucker benötigt dazu eine eigene WLAN-Antenne. Im Prinzip funktioniert das so, wie wenn Sie ein anderes, neues Gerät in Ihr WLAN einbinden, zum Beispiel ein Notebook. Je nach Drucker geht das, indem vom Drucker aus ein Setup-Programm gestartet wird oder indem der Drucker über einen Computer ins WLAN eingebunden wird.
Solche WLAN-Drucker gibt es immer mehr, oft bieten sie über die WLAN-Antenne hinaus weitere, interessante Eigenschaften. Ein Beispiel ist der Photosmart 7510 e All in One von HP. Der Tintenstrahler bedruckt normales Papier und Fotopapier ab Fotoschacht. Darüber hi-naus kann er auch einzelne Seiten einscannen. Er ist so auf Funk eingestellt, dass ein USB-Kabel nicht mehr zum Lieferumfang gehört. Preis: 220 Franken.

Drucken über Apples Airprint

Apple geht einen Schritt weiter und nutzt das lokale Drahtlosnetz für eine neue, eigene Druckfunktion: «Airprint» nennt Apple die Technik. Airprint ist ab iOS 4.2 Bestandteil der Betriebssysteme von iPhone, iPod und iPad. Airprint ermöglicht es all diesen Geräten, auf einen airprintfähigen Drucker auszudrucken, ohne vorher einen Druckertreiber oder spezielle Software zu installieren.
Das bedeutet, dass man von jeder App aus jederzeit ausdrucken kann, also zum Beispiel aus Safari eine Webseite, aus dem Mailprogramm eine Nachricht, aus iPhoto ein Foto oder aus der Agenda den Wochenplan. Voraussetzung ist lediglich die Airprint-Funktion auf Druckerseite. Diese Funktion wird künftig von allen Epson-Wireless-Druckern unterstützt, sie ist Bestandteil der HP ePrint-Modelle und einiger Druckermodelle von Brother.

Drucken über Druck-Apps

Weil Smartphones und Tablets immer wichtiger werden, kreieren immer mehr Druckerhersteller eigene Apps für verschiedene Geräte. Anders als Apples Airprint sind die Druckfunktionen dann nicht auf die iOS-Geräte von Apple beschränkt, sondern stehen auch Android-Telefonen und Windows-geräten zur Verfügung. Dafür lässt sich damit meist nur auf die Drucker einer bestimmten Marke zugreifen.
Druck-Apps gibt es von allen grossen Druckerherstellern, also etwa von HP, Canon, Epson und Brother. Erhältlich sind sie meist kostenlos über den App-Store oder den Marketplace. Als eine der wenigen Apps gibt es Kodak Pic Flic auch für Blackberry. Voraussetzung auf Druckerseite ist aber immer ein Drucker, der sich über das Drahtlosnetzwerk ansprechen lässt.

Drucken aus der Wolke

Hero-Drucker von Kodak

Hero-Drucker von Kodak
Hero-Drucker von Kodak

Das neuste Druckkonzept heisst Cloud Printing: Drucken aus der Wolke. Es meint, dass der Drucker mit dem Internet verbunden wird. Der Besitzer kann dann mit jedem Gerät, das ebenfalls mit dem Internet verbunden ist, auf den Drucker zugreifen. Und zwar egal, wo auf der Welt er sich gerade befindet. Die Geschäftsfrau kann zum Beispiel einen Schnappschuss vom Businesstrip direkt vom Hotel in Hongkong auf den Drucker zu Hause in Herrliberg schicken, sodass die Kinder zum Zmorge ein Bild von Mama betrachten können.
Google hat als erste Anbieterin mit Google Cloud Printing einen solchen Druckdienst lanciert. Einige Druckermodelle von Kodak, Canon und HP haben die Technik bereits eingebaut und machen es möglich, dass man Druckaufträge per Google-Wolke auf den eigenen Drucker schickt. Zu den Druckern, welche Google Cloud Printing schon an Bord haben, gehören die Hero-Drucker von Kodak.

Drei Beispiele

Drucken per Bluetooth – Office Jet Mobile Printer 100 von HP

Lässt sich über USB-Kabel oder vom Handy aus per Bluetooth ansprechen. Rund Fr. 320.–

Drucken per WLAN – Photosmart 7510 e All in One von HP

Dieser Drucker ist so auf Funk eingestellt, dass ein USB-Kabel nicht mehr dazugehört. Fr. 220.–.

Drucken aus der Wolke – Hero-Drucker von Kodak

Hat das Google Cloud-Printing bereits an Bord. Fr. 117.05.

Alle Drucker bei Microspot

kooaba Déjà Vu

Sie probieren bei einem Freund einen Wein, der Ihnen sehr gut schmeckt, und möchten sich die Etikette merken. Sie stossen in einem Buch auf ein Rezept, das Sie am liebsten herausreissen würden, aber das geht natürlich nicht. Oder Sie möchten sich gleich das ganze Buch merken. Alles Fälle für kooaba Déjà Vu: Die App der Schweizer Firma Kooaba ist ein visuelles Gedächtnis. Sie fotografieren das, was Sie sich merken möchten, erklären das Bild mit ein, zwei Worten oder ordnen es einer Kategorie zu und speichern es ab.

Dabei hilft die App:
Mithilfe von Bilderkennungstechnologie erkennt sie einzelne Objekte, sortiert und beschriftet sie. Erkannt werden derzeit Sehenswürdigkeiten, CDs, DVDs, Buchdeckel, Weinetiketten und Seiten
in einzelnen Zeitungen und Magazinen. Die App synchronisiert das Bild automatisch mit der «Wolke», also mit dem Speicher im Internet. Schon haben Sie immer und überall auf Ihre visuelle Notiz Zugriff. Anders als im Fotoalbum lassen sich die so geknipsten Fotos nicht nur nach Datum, sondern auch nach Kriterien und Stichworten ordnen. Die Chance, dass Sie das Rezept, den Buchtipp oder den Wein wiederfinden, wenn Sie ihn brauchen, ist wesentlich grösser.
iPhone, kostenlos

Déjà-vu App

Gopro Helmkamera

Die Schneefallgrenze sinkt, bald ist es Zeit, das Surfboard aus dem Keller zu holen. Zeit, in die Halfpipe aufzubrechen oder zum grossen Sprung anzuheben. Zeit, online über Sprünge zu berichten. Am besten geht das mit einem starken Video. Einem Video aus der Perspektive des Boarders. Die Helmkamera HD Helmet Hero von Gopro ist die passende Kamera dafür. Es handelt sich dabei um die nach eigenen Angaben weltweit leistungsfähigste tragbare HD-Video- und Foto-Kamera: Sie schiesst 30 Frames pro Sekunde in einer Auflösung von 1024 p und 60 Frames in 720 p. Eine 32 GB grosse Speicherkarte reicht für die Aufzeichnung von bis zu 2,5 Stunden, eine Akkuladung hält bis zu 9 Stunden vor. Die Kamera steckt in einem Kunststoffwürfel, der sie gegen Staub und Spritzwasser schützt. Zum Lieferumfang gehört ein Set für die Befestigung am Helm oder am Fahrzeug. Fehlt nur noch der Schnee.

Preis: 272 Franken.

Microspot

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Fotolia, ZVG
Veröffentlicht:
Mittwoch 09.11.2011, 00:00 Uhr

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