Gamig unterwegs ist im Trend. Sony bietet mit der PSP Street jetzt eine günstige Konsole als Alternative zum Handy.

Gaming - Flotte Feger

Gamen ist nicht mehr nur etwas für zu Hause: Immer häufiger werden Games auch unterwegs gespielt. Neuster Tribut an diesen Trend ist eine günstige Variante der Playstation Portable von Sony.

Bis vor Kurzem war klar: Wer nur zum kurzen Zeitvertreib ein kleines Spielchen macht, greift zum Handy. Wer richtig gamen will, der greift zur Konsole – unterwegs zur Handheld-Konsole. Entsprechende Geräte gibt es von Sony und Nintendo. Sie sind gut doppelt so gross wie Mobiltelefone und kosten gerne einige hundert Franken. Dafür sind sie Smartphones in Sachen Gameplay haushoch überlegen.

Wenigstens war das bisher so. Die neuste Smartphone-Generation hat die Spiele-Welt jedoch durcheinandergebracht. Mobiltelefone wie das Samsung Galaxy, das Sony Ericsson Xperia, das Optimus von LG und natürlich das iPhone von Apple bieten nicht nur brillante Bilder und genügend Rechenkraft, um attraktives Gameplay möglich zu machen. Die Mutterfirmen stellen über ihre App-Stores auch eine riesige Auswahl an Spielen zur Verfügung, die sich jederzeit mit ein paar Tastendrucken herunterladen lassen.

Einziger Nachteil der Mobiltelefone: Mit wenigen Ausnahmen sind sie nicht wirklich zum Gamen gedacht und bieten entsprechend keine speziellen Knöpfe und Regler an. Eine der wenigen Ausnahmen ist das Sony Ericsson Xperia Play, bei dem man eine Bedienungskonsole ausfahren kann, die an eine Spielkonsole erinnert. Anders etwa das iPhone: Da werden Spiele immer über den Touchscreen gesteuert. Es gibt zwar Games, die erst mit einem Touchscreen wirklich Sinn machen, Ballergames etwa gehören nicht dazu.

Trotzdem: Auch hartgesottene Gamer greifen nicht mehr automatisch zur Konsole, wenn sie ein starkes Spiel erleben wollen. Das geht auch mit dem Handy. Sony und Nintendo versuchen deshalb, Gamern neue Argumente zu geben, um zu einer Konsole zu greifen. Neue Konsolen sollen mit neuen Möglichkeiten die Smartphones überstrahlen. So bietet Nintendo mit der 3-D-Mobilkonsole Nintendo 3DS Bilder mit Tiefenwirkung, ohne dass der Gamer eine 3-D-Brille aufsetzen muss. Sony will mit der Playstation Vita, die nächstes Jahr auf den Markt kommen wird, eine neue Generation portabler Konsolen verfügbar machen. Die Konsole speichert Spiele nicht mehr auf Mini-CDs, sondern auf Flash-Chips, greift per WLAN oder per UMTS auf Onlinedienste zu und bietet nahezu HD-Bilder auf dem Bildschirm. Sony und Nintendo bieten zudem günstige Einstiegsmodelle an, welche Skeptikern für wenig Geld den Einstieg ins Konsolenspiel ermöglichen sollen. So bringt Sony eine abgespeckte Version der Playstation portable (PSP) auf den Markt, die für wenig Geld mobiles Gamen ermöglicht: PSP Street heisst die Konsole, das technische Kürzel lautet PSP E1000. Für nur gerade 119 Franken bietet die Konsole den Playstation-typischen Spielspass. Die Konsole ist optisch der Playstation 3 nachempfunden: Sie steckt in einem mattschwarzen Gehäuse. Sie ist nicht mit einem WLAN-Modul ausgestattet. Neue Games lassen sich dennoch per Internet herunterladen: Der PC dient dazu als Zwischenstation. Die Konsole hat zwar nur einen Mono-Bordlautsprecher, Stereoton gibts aber per Kopfhörer.

Ob die neuen Konsolen und die günstigen Modelle auf lange Sicht den Smartphones Paroli bieten können, weiss heute niemand. Der Vorteil eines Handys ist, dass man es ohnehin immer dabei hat. Der Nachteil: Es ist nicht fürs Gamen ausgelegt. Digitalkamera und Musikplayer konnte das Handy, wenigstens im unteren Segment, problemlos ersetzen. Ob es auch die Spielkonsole ersetzen kann, wird sich nächstes Jahr weisen.

«Yearly»

Saublöd, wenn Mann mal wieder einen Geburtstag verpasst hat. Noch blöder, wenn es sich dabei um den Geburtstag eines Familienangehörigen handelt. Geradezu gefährlich, wenn es sich um den Hochzeitstag oder den Jahrestag handelt. Dabei ist das alles ja nicht böser Wille, sondern wahrscheinlich nur genetisch bedingt. Jetzt gibt es eine Schweizer App, die nicht nur Männern hilft, nie mehr einen Geburtstag zu vergessen. «Yearly» heisst das Miniprogramm der Firma Noidentity. Es erinnert zuverlässig an Geburtstage und andere wichtige Daten. Der Hauptbildschirm zeigt die Liste der Geburtstage in chronologischer Ordnung. Die Daten dafür liest es automatisch aus dem Adressbuch. Die Erinnerung lässt sich auch auf einige Tage vor dem Geburtstag setzen, damit man noch Zeit hat, ein Geschenk zu kaufen. Sehr hübsch.

iPhone, Appstore, 1 Franken

Philips 3D-smart-TV

Die Lektüre des Beipackzettels eines Fernsehgeräts liest sich wie eine militärische Geheimmeldung: Der neue Philips-Fernseher 46PFL9706K bietet zum Beispiel 3D Max Full HD mit Moth Eye-Filter und Ambilight. Alles klar? Für alle, die noch nicht in «Ah!» und «Oh!» ausgebrochen sind, hier ausgedeutscht die Details: «3D Max» bedeutet, dass der Fernseher rund zwei Milliarden Bildpunkte pro Sekunde errechnet. Laut Philips ergibt das eine extrem gleichmässige 3-D-Wirkung ohne Bewegungsunschärfe. «Full HD» steht für die heute maximal mögliche Bildauflösung eines Fernsehers von 1920 × 1080 Bildpunkten. Der «Moth Eye-Filter» verhindert Reflexionen auf der Displayoberfläche. Der Kontrastwert wird dadurch um das Zehnfache gesteigert. Die Vorlage für die Entwicklung des Filters stammt aus dem Reich der Insekten – wie der Name «Moth» sagt, von der Motte, die dank ihrer fein strukturierten Augenoberfläche einfallendes Licht effizient absorbiert. «Ambilight» schliesslich ist eine Technik, mit der das Fernsehgerät für stimmungsvolles Umgebungslicht sorgt: Zwei Reihen von LEDs sorgen für die richtige Lichtbegleitung – kurz: Sie ersetzen den Lampenschirm auf dem Beistelltisch. So: Jetzt dürfen Sie auch in «Ah!» und «Oh!» ausbrechen.


Philips Smart TV 46PFL9706K, 117 cm Bilddiagonale, Wifi-Internet, Surround-Ton, 2798 Franken.

Erhältlich bei Microspot

Der Tipp: Brettspiele auf dem iPad

Games sind gut und recht – aber Ballergames und Sportsimulationen sind nicht jedermanns Sache. Wenn Ihnen im Allgemeinen ein Jass genug Action bietet und Sie ein iPad besitzen, sollten Sie sich ein paar Brettspiele für das iPad ansehen. Erhältlich sind fast alle grossen Spieleklassiker, von Mühle und Schach über «Monopoly» und «Scrabble» bis zu «Das verrückte Labyrinth» und «Die Siedler von Catan». Die iPad-Versionen der Spiele haben einige grosse Vorteile gegenüber den realen Brettspielen: Die Spiele sind deutlich günstiger als die realen Spiele, sie lassen sich mitten im Spiel pausieren und speichern und man muss sie weder aufbauen noch abbauen. Der Nachteil: Das iPad ist kleiner als ein Spielbrett und wohl auch nicht so gemütlich. Am besten eignen sich die iPad-Spiele für unterwegs, etwa im Zug. Brettspiele haben im Appstore im Spiele-Bereich eine eigene Kategorie.

Passend zur Einsteigerkonsole bietet Sony zahlreiche Spieleklassiker in der «PSP Essentials»-Reihe besonders günstig an. Unter den Klassikern befinden sich «GranTurismo», «Little Big Planet», «MotorStorm Arctic Edge»und «Everybody’s Tennis». Die Klassiker kosten nur gerade Fr. 15.90. Sie funktionieren nicht nur mit der neuen PSP Street, sondern auch mit dem Modell PSP-3000.

Erhältlich bei Interdiscount

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Ferdinando Godenzi, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 28.11.2011, 11:21 Uhr

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