Als Lydia auf die Welt kam, waren Arme und Beine steif und ungelenk. Schon in den ersten Lebensstunden begann die intensive Therapie, die seither den Alltag des kleinen Mädchens und seiner Familie ausfüllt. Was unvorstellbar schien, wurde Wirklichkeit: Heute kann Lydia gehen. Der unermüdliche Einsatz ihrer Mutter Laure hat es ermöglicht, dass sie im familiären Umfeld aufwächst – und die Unterstützung durch Pro Infirmis: «Die finanzielle Situation unserer Familie hätte mich gezwungen, einer Arbeit nachzugehen», erklärt die Mutter. «Wir hätten Lydia in eine Tagesstätte geben müssen. Mit dem regelmässigen Zustupf von Pro Infirmis konnte ich mich intensiv in der Therapie meiner Tochter engagieren.»
Die Geschichte von Lydia und ihrer Familie zeigt, wie wichtig die Arbeit von Pro Infirmis ist, die nun durch die Coop-Adventsspende unterstützt wird. Kommt ein Kind mit einer Behinderung zur Welt, ändert sich das Leben der Angehörigen schlagartig. Viele Fragen stellen sich: Kann das Kind bei den Eltern bleiben? Kann es zur Schule gehen und braucht es einen Rollstuhl? Und wer bezahlt das alles? Die Beratungsstelle der Pro Infirmis ist die erste Anlaufstelle für Eltern und Kinder. Sie vermittelt Helfer, welche die Familien bei der Betreuung entlasten, und finanziert Hilfsmittel. Jährlich berät, begleitet und unterstützt Pro Infirmis mehr als 3000 Familien mit einem behinderten Kind.