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Reflexionen bewusst steuern!

Nur wenige kennen ihn, doch ist der Polarisationsfilter eines der Hilfsmittel, das man sich als ambitionierter Fotograf unbedingt leisten sollte.

Was ist ein Polarisationsfilter und was bewirkt er? Kurz und knapp: Er filtert das Licht einer bestimmten Polarisationsrichtung aus. Einfacher gesagt: Das normale Licht enthält eine gleichmässige Mischung von Wellen aus allen Richtungen. Dieses Licht nennt man «unpolarisiert», denn man kann es keiner einzelnen Wellenrichtung zuordnen. Unser Auge ist nicht fähig, die Schwingungen im Licht zu erkennen.

Ganz anders der Polarisationsfilter: Er lässt das Licht einer Wellenrichtung durch, sperrt aber Licht der hierzu um 90 Grad gedrehten Richtung. Um dies überprüfen zu können, lässt sich der Filter in seiner Fassung drehen. Man muss also den Polfiter nie mehr als um 90 Grad drehen, denn das entspricht seiner schwächsten und seiner stärksten Wirkung.

Aber wofür soll der Filter gut sein? Sie können mit dieser Technik Spiegelungen entfernen oder verstärken, aber auch die Farben auf den Bildern verstärken und die Kontraste verbessern. Sie erhalten also auch die Möglichkeit das Himmelsblau zu intensivieren oder im Gebirge das diffuse Streulicht so abzudunkeln, dass die weit entfernten Gebirgszüge klarer erscheinen. Für den besten Effekt beim Einsatz im Sonnenlicht, muss man sich in einem 90 Grad zur Einfallsrichtung der Sonne ausrichten. Wenn Sie jetzt den Filter drehen, können Sie im Sucher Ihrer Spiegelreflexkamera sehr gut den Effekt erkennen. Hier gilt, Übung macht den Meister!

Noch etwas: Bitte beachten Sie folgende Faustregel: Da der Filter einen Teil des vorhandenen Lichts herausfiltert, entsteht ein Lichtverlust von 1,5 bis zu zwei Blendenwerten, je nach der Stellung des Filters. Ich empfehle Ihnen bei Ihrer Kamera immer im RAW Modus zu fotografieren, damit die Kamera nicht automatisch beim Umrechnen der Bilder in JPGs eigene Farb- und Kontrastkorrekturen ausführt.

Aber Achtung: Der Polarisationsfilter kein Wunderding, der automatisch alles besser macht.  Es kommt also auch auf den Kamerastandort im Verhältnis zum einfallenden Licht an. Hier empfiehlt es sich, bei Spiegelungen verschiedene Winkel auszuprobieren – gerade auch bei Landschaftsaufnahmen je nach dem die Wetterbedingungen aussehen. Wenn man sich also die Tageszeit und das Wetter für die Aufnahme nicht aussuchen kann, sollte man nicht zu viel Effekt erwarten.

Ganz allgemein gilt die Regel. Jeder Filter kann die Bildqualität verschlechtern, darum sollte er nur so lange auf der Optik bleiben, wie dringend nötig. Ausser dem UV-Filter, dem billigsten Objektivschutz, den es gibt. Ich wünsche Ihnen im kommenden Jahr viel Erfolg bei ihrem tollen Hobby!

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Heiner H. Schmitt

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Heiner H. Schmitt
Veröffentlicht:
Dienstag 13.12.2011, 10:30 Uhr

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