Wer zu viel trinkt, hat danach einen Kater. Das weiss jeder Partytiger. Interessanterweise wissen aber auch Gelehrte nicht, warum das so ist.
Der Kater ist damit ein schönes Beispiel dafür, dass die Ursache ein Rätsel sein kann, auch wenn man den Grund dafür kennt. Sicher ist, dass der Kater danach nichts mit einer männlichen Katze zu tun hat, auch wenn er einem ganz schön die Krallen zeigen kann. Entstanden ist der Kater nämlich im 19. Jahrhundert, und zwar in Sachsen: Da pflegten sich Studenten nach zu viel Alkohol einen «Katarrh» diagnostizieren zu lassen – das tönte in sächsischen Mündern schnell wie «Kater». Einmal als Tier verstanden, war es nicht mehr weit bis zum Katzenjammer. Vielleicht ist der aber auch nur entstanden, weil weisse Mäuse sieht, wer zu viel trinkt. Wie auch immer: Es bleibt ein zoologisches Wunder, dass sich in der Silvesternacht so mancher Aff in einen Kater verwandelt – und ein kulinarisches, dass aus dem schlechtesten Bier der stärkste Kater wird. Der einzige Kater übrigens, der sich nicht auf leisen Pfoten ankündigt. Und eine der wenigen Katzen, die man nicht im Sack kaufen kann. Also: Halten Sie Mass, sonst ist die Feier für die Katz. Prosit Neujahr!