Blick in die Zukunft? Keineswegs: Der 3-D-Vie-wer von Sony ist heute schon Realität, wenn auch nicht alltäglich.

5 Trends für 2012

Ein Jahr dauert im Internet bekanntlich nur drei Monate – umso schwieriger ist ein Ausblick auf das ganze Jahr. Wir wagen es trotzdem und zeigen die fünf wichtigsten Trends für 2012.

Cloud

Ab in die Wolke – das ist wohl der wichtigste Trend des Jahres 2011 und es bleibt die zentrale Losung für 2012. Neue Dienste wie Apples iTunes Match oder Photostream sorgen dank Wolke im Hintergrund ganz automatisch für die Aktualisierung von Daten. Services wie Dropbox, Apples iDisk oder der Skydrive von Microsoft bieten Speicherplatz in der Wolke an. Angebote wie die Notizenverwaltung Evernote oder die persönliche Nachrichtensammlung Instapaper machen die Wolke über Apps zum erweiterten Gedächtnis. Mit der Zeit wird so die persönliche Festplatte vielleicht nicht ganz überflüssig, aber doch sekundär.

Apps

2012 kommt es zum Abschied von den grossen Computerprogrammen: Statt umfassende Softwarepakete, kaufen sich die Anwender die Funktionen, die sie benötigen, lieber einzeln als App. Was auf dem Handy bereits gang und gäbe ist, macht sich jetzt auch auf PC und Mac breit. Und das Beste dran: Oft sind die Apps für Desktop und Handy sogar in der Lage, zusammenzuarbeiten. Der Computer verwandelt sich damit vom erratischen Klotz in ein buntes, persönliches System, das in Legobauweise zusammengestellt wird. Zwei Bereiche der kleinen, bunten Programme sind besonders beliebt: Games und Lern-Programme. Einerseits dienen sie also dem blossen Zeitvertrieb und andererseits ermöglichen sie es, sich bequem weiterzubilden. Und manchmal machen sie sogar beides gleichzeitig.

Voice

Apples elektronischer Assistent Siri hat es uns allen ins Bewusstsein gerufen: Computer lernen, mit der menschlichen Stimme umzugehen. Eine ganze Reihe von Apps macht es möglich, das iPhone mit gesprochenen Befehlen zu steuern. Künftig wird auch der Computer seinem Benutzer zuhören. Das wird nicht mehr eine nervtötende Angelegenheit sein, sondern schon fast tönen wie ein ganz normales Gespräch. Die Stimme wird die anderen Eingabemöglichkeiten nicht einfach ersetzen – schliesslich befindet man sich nicht immer in einer Situation, in der man laut und deutlich sprechen kann. Das Sprechen mit dem Computer wird aber Tastatur, Maus und Gesten auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm auf interessante Art und Weise ergänzen.

Tablets

Die dicken Brummer waren gestern – heute sind Computer schlank und klein. Überraschenderweise sind sie dabei fast schneller als die dicken Brummer von einst. Schlanke Computer, die man ohne Tastatur bedient, heissen Tablets – die prominentesten Vertreter sind das iPad von Apple und das Galaxy von Samsung. Beide werden sie 2012 weiter zulegen. Daneben wird es aber weiter ähnliche Computer geben. Einfachere wie das Kindle, das E-Book-Lesegerät von Amazon, und etwas anspruchsvollere wie die neuen Ultrabooks, superschlanke Notebooks mit Intel-Prozessoren. Gemeinsam ist den Geräten, dass sie mithelfen, den Zugriff auf das Internet noch bequemer und noch selbstverständlicher zu machen.

HTML5

Wenn es eine Technik gibt, von der 2012 ganz sicher die Rede sein wird, dann ist es HTML5. Der neuste Standard der Web-Programmiersprache bringt nicht nur neue Möglichkeiten für Web-Entwickler, er macht ihnen das Leben vor allem auch einfacher. Viele Anwendungen, die heute speziell für einzelne Systeme programmiert werden müssen, lassen sich neu in HTML5 lösen und laufen damit von Haus aus auf allen Systemen. Vor allem aber löst HTML5 Adobes Animationstechnik Flash ab und wird auf diese Weise dafür sorgen, dass auf Handys noch mehr multimediale Inhalte verfügbar werden. Weil HTML5 nicht nur prächtige Oberflächen ermöglicht, sondern darunter auch mächtige Anwendungen, wird die neue Web-Sprache dem Internet einen weiteren Schub verleihen.

iVocabulary

Das ist die perfekte App für lernunwillige Söhne und Väter, die mal wieder etwas büffeln möchten (und sie eignet sich natürlich auch für Mütter und Töchter): iVocabulary macht es möglich, Wörter oder anderes lexikalisches Wissen zu büffeln. Dabei kann man auf vorgefertigte Vokabularien zurückgreifen, aber eben auch, und das ist viel interessanter, eigene Wörtchenlisten eingeben. Auf diese Weise kann man Franz-Wörter büffeln, das participe passé lernen, die Hauptstädte Afrikas oder die Erosionsformen der Alpen. Das Programm ermöglicht es, den Stoff zu büffeln und zu testen und liefert dabei gute Statistiken über den Lernfortschritt. Das Geniale dabei: Es gibt die App für den Mac, das iPad und das iPhone, man kann also die Daten am Mac eingeben, unterwegs büffeln und am Mac dann testen.

iPhone, iPad, Fr.3.–

Monster-Kopfhörer

Die weissen Kabel mit den Steckkopfhörern, die jedem iPod und jedem iPhone beiliegen, sind zum Symbol für mobilen Musikgenuss geworden. Das weisse Kabel wirkt so stark und ist so bekannt, dass Apple seine Werbekampagne praktisch darauf reduziert hat. Grund genug, aus dem Diktat zum weissen Kabel auszubrechen und nach einer Alternative zu suchen. Wenn es nach dem Trendfaktor geht, landet man bei Monster-Kopfhörer Beats by Dr. Dre. Die Kopfhörer sind von der Firma Monster Cable in Zusammenarbeit mit dem legendären Musikproduzenten Dr. Dre entwickelt worden. Dre gilt als einer der wichtigsten Hip-Hop-Produzenten und als verantwortlich für den Durchbruch von Rappern wie Snoop Dogg, Eminem und 50 Cent. Ziel von Dr. Dre war es, einen Kopfhörer zu entwickeln, der dem Musikkonsumenten ermöglicht, die Musik so zu hören, wie sie
im Studio gestaltet wurde. Das Einstiegsmodell heisst Monster Beats Solo Black, ein Muschelkopfhörer mit bequemem Sitz. Wer den Kopfhörer an einem iPhone betreiben will, kann auf ein Kopfhörerkabel mit Gesprächsannahmetaste und Mikrofon zurückgreifen und also mit dem Musikkopfhörer auch telefonieren. Für den Transport lassen sich die Beats-Kopfhörer zusammenklappen und in einer robusten Tasche verstauen.

Preis: Fr. 239.–.

Erhältlich bei Interdiscount

«Google Zeitgeist»

«Google Zeitgeist»Prognosen sind etwas Schwieriges, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Das gilt auch für das Internet: Das ist zwar sehr schnell und sehr gross, weiss aber auch nur über die Vergangenheit Bescheid. Wer die allerdings richtig zu lesen weiss, kann zumindest extrapolieren, also von Trends, die sich in der Vergangenheit abzeichnen, auf die unmittelbare Zukunft schliessen. Ein gutes Mittel dafür sind die Statistiken, die Google zur Verfügung stellt. Jeweils Ende Jahr fasst Google diese Statistiken in «Google Zeitgeist» zusammen – jetzt ist diese Zusammenfassung multimedial und unter www.googlezeitgeist.com abrufbar. Besonders interessant ist es aber, eigene Suchwörter nach Trends zu durchforsten. Möglich ist das während des ganzen Jahres unter der Adresse www.google.com/trends Besonders spannend: Auf dieser Adresse lassen sich Suchbegriffe auch vergleichen.

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Ferdinando Godenzi, ZVG
Veröffentlicht:
Dienstag 27.12.2011, 17:19 Uhr

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