Die Fotoapp Camera+ leistet nicht nur beim Schiessen von Fotos elektronische Hilfe, sondern bietet danach eine ganze Reihe von Bearbeitungsmöglichkeiten mit verschiedenen Szenenprogrammen und Filtern.

Fünf beste Foto-Apps

Mit diesen fünf Apps machen Sie aus dem iPhone eine wirklich gute Digitalkamera und sind für jede Fotosituation geradezu professionell gewappnet.

Klar: Jedes Handy ist heute auch eine Kamera. Die eingebauten Fotoapparate erzielen zwar erstaunliche Ergebnisse – aber nur, wenn das Licht stimmt und sie eine ruhige Hand haben. In allen Situationen, die vom Ideal abweichen, haben Handykameras Mühe, gute Resultate zu erzielen. Es sei denn, Sie hätten die richtigen Apps dafür. Wir haben fünf empfehlenswerte Foto-Apps für das iPhone ausgewählt – es sind fünf Apps, die aus der Handykamera einen wirklich brauchbaren Fotoapparat machen.

Camera+

Mit dieser App, die von der kanadischen Fotografin Lisa Bettany entwickelt worden ist, verwandelt sich das iPhone in eine fast schon professionell nutzbare Digitalkamera. Mit einem Tipp auf das Display lässt sich der Fokus-Punkt beim Fotografieren setzen. Ein Linienraster hilft, die Kamera gerade auszurichten. Mithilfe eines Stabilisators lassen sich auch im Zwielicht scharfe Bilder schiessen. Ein Timer ermöglicht hochauflösende Selbstporträts. Das Blitzlicht lässt sich permanent einschalten und als Fotoscheinwerfer nutzen. Im Nachhinein lassen sich die Fotos mithilfe von Szene-Programmen an die Situation anpassen und mit Filtern bearbeiten. Auf Knopfdruck werden sie dann im Bilderverzeichnis des iPhones und im Fotostream gespeichert oder auf Flickr, Facebook und anderen Diensten geteilt. Camera+ ist eine umfassende Foto-App, weil sie interessante Fotofunktionen für das Schiessen von Bildern mit nachgelagerten Bearbeitungs- und Filtermöglichkeiten auf clevere Art und Weise verbindet.

Preis: Fr. 1.–

Hipstamatic

Wem digitale Bilder zu kalt und zu klar sind, der kann ihnen mit dieser App einen analogen Retro-Touch verpassen. Die App bietet die Möglichkeit, verschiedene virtuelle Linsen zu verwenden und damit unterschiedliche Effekte zu erzielen. Weitere Speziallinsen zum Beispiel für das Fotografieren von Food lassen sich zukaufen. Die Bilder werden im kultigen Quadrat mit weissem Rahmen angezeigt und sehen aus wie direkt aus den Sechzigerjahren.

Preis: Fr. 2.–

Photosynth

Panorama-Bilder lassen sich mit dieser App auf einfache Art und Weise schiessen – und zwar in die Breite wie in die Höhe. Man schwenkt dazu das iPhone einfach langsam in der gewünschten Richtung. Das Panorama wird dabei als Patchwork aus Einzelbildern zusammengesetzt. Die bereits aufgezeichneten Bilder werden eingeblendet, sodass man sofort sieht, wenn man eine Ecke vergessen hat. Das fertige Panorama lässt sich ganz normal als Foto im Bilderverzeichnis des iPhones ablegen. Die App stammt übrigens – Überraschung – von Microsoft.

gratis

Magic Shutter

Nachts ist das iPhone ausser Haus als Kamera schlecht geeignet. Es sei denn, man verfüge über diese App: Sie ermöglicht es, Aufnahmen mit so langer Belichtungszeit zu schiessen, dass bewegte Lichter als Streifen aufgezeichnet werden. Mit verschiedenen Einstellungen lässt sich die App dabei so steuern, dass die Frontlichter der Autos scharf oder verschwommen sind oder dass man mit einem leuchtenden Gegenstand Lichtmalereien erzeugen kann.

Preis: Fr. 3.–

Pro HDR

Nichts verträgt das iPhone schlechter als starke Hell-Dunkel-Unterschiede. Entweder ist das Helle zu hell oder das Dunkle säuft ab. Mit dieser App lassen sich die Unterschiede ausgleichen: Die App schiesst nicht einfach ein Bild, sondern kombiniert unterschiedliche Belichtungen zu einem ausdrucksstarken Foto. Das Spannende dabei: Man kann der App beim Justieren und Aufzeichnen zusehen. Die Effekte lassen sich nach dem Aufzeichnen von Hand detailliert einstellen – das Ergebnis ist eindrücklich.

Preis: Fr. 2.–

Everyday

Kennen Sie die Filmchen, die Porträtbilder einer Person über ein ganzes Jahr als Film zeigen? Das bekannteste Video finden Sie auf Youtube, wenn Sie nach «everyday Noah» suchen. Mit der App «Everyday» lassen sich solche Videos herstellen. Die App hilft mit einem speziellen Raster und halbtransparenten Vorlagen, die Bilder so zu schiessen, dass die Augen immer auf derselben Höhe sind. Damit das tägliche Selbstporträt nicht vergessen geht, erinnert Everyday zuverlässig daran – die Idee ist, dass man, egal, wo man sich gerade befindet und wie man gerade angezogen ist, ein Selbstporträt schiesst. Auf Knopfdruck stellt das Programm die Einzelbilder zu einem Film zusammen. Der Effekt ist nicht nur einfach lustig anzusehen, es stimmt auch etwas nachdenklich, wenn man sich im Zeitraffer auf dem Bildschirm altern sieht.

iPhone, Fr.2.–

Action-Kamera

Wenn nicht der nächste Föhnsturm dazwischenkommt, sind Piste und Halfpipe jetzt bereit für das nächste Schneeabenteuer: für die ganz grossen Jumps also. Was die in der Werbung können, das können wir doch schon lange. Oder? Bloss müsste man den Sprung auch filmen können wie die in der Werbung. Kein Problem: Die Blind-Action-Kamera Wingman HD von Delkin kann das. Die Kamera ist nur gerade 85 Gramm schwer und lässt sich mit einer speziellen Halterung am Helm befestigen. Sie ist mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet, das etwa das Gesichtsfeld des Menschen abdeckt. Die Kamera zeichnet HD-Videos mit einer Auflösung von 1080 p auf eine SD-Karte auf. Das Gehäuse, das zum Lieferumfang gehört, ist wasserfest bis auf eine Tiefe von 30 Metern – ein bisschen Schnee macht der Kamera also nichts aus. Die Videos werden entweder über das mitgelieferte Kabel auf einen Computer spediert oder aber man wechselt die SD-Karte aus. Zur Not lassen sich die Filme auf dem eingebauten Display betrachten – es ist mit 1,9 Zoll Diagonale aber reichlich klein ausgefallen. Am einfachsten trägt jeder Schnee-Held seine SD-Karte bei sich, dann kann man abends die eigenen Videos gleich nach Hause nehmen. Das Schönste daran: Mit der Kamera aufgezeichnet, sehen auch Stürze phänomenal aus. Wenigstens zu Hause am Bildschirm.

Preis: Fr. 329.–

Erhältlich bei Microspot

Nur die ruhige Hand schiesst gute Bilder

Das Handy ist, zumal mit den richtigen Apps ausgestattet, zur wirklich brauchbaren Kamera gereift. Das einzige Problem, das sich dabei noch stellt: Es ist ganz schön schwierig, so ein kleines Kästchen wirklich so ruhig zu halten, dass auch bei schwierigem Licht ein scharfes Bild entsteht. Drei Tipps dazu: Wenn die Kamera über einen Timer oder Selbstauslöser verfügt, aktivieren Sie ihn.

Es ist einfacher, die Kamera ruhig zu halten, wenn man nicht auch noch abdrucken muss. Sonst: anlehnen oder aufstützen, am besten auf einer Mauer oder einem Spazierstock. Wenn auch das nicht geht: Nehmen Sie ein etwa zwei Meter langes Stück Schnur und knüpfen Sie eine Schlaufe rein. Stellen Sie sich auf das eine Ende der Schnur und legen Sie das Handy in die Schlaufe, so, dass die Schnur gespannt ist.

Unter Zug ist es einfacher, das Handy so still zu halten, dass ein scharfes Foto gelingt.

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Ferdinando Godenzi, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 09.01.2012, 09:21 Uhr

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