Warum backen wir Weihnachtsguetzli?

Leon (7) aus Basel

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Wenn die Kelten die Wintersonnenwende – die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember – feierten, buken sie auf heissen Steinen Fladen aus zermahlenen Getreidekörnern und Honig. Diese wurden den Göttern geopfert, um sie gnädig zu stimmen und um Schutz vor Geistern und Naturgewalten zu bitten. Die Christen übernahmen diese Tradition, stellten aber statt Opferbroten Weihnachtsbrote beziehungsweise Christstollen her.

Die Opferbrote der Kelten hatten oft die Form von Tieren – so konnten sie Tiere opfern, ohne dabei Vieh zu verlieren.

Gewöhnliche Bürger konnten sich erst leisten, Weihnachtsgebäck herzustellen, als der aus der Karibik stammende Rohrzucker durch aus der Zuckerrübe gewonnenen Zucker abgelöst wurde.

Weihnachtsguetzli wurden vermutlich erstmals im Mittelalter in Klöstern gebacken. Diese hatten genug Geld, um damals teure Gewürze wie Zimt, Nelken, Muskat, Ingwer und Kardamom zu kaufen. Die Guetzli wurden dann wahrscheinlich an Arme verteilt.

Weitere Bezeichnungen sind beispielsweise Keks, Brötle, Chrömli, Gutzi oder Güetzi.

In vielen deutschen Dialekten steht «Platz» für einen kleinen, flachen Kuchen. Daraus wurde dann «Plätzchen».

Übrigens! Hier erfährst du mehr …



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