Woher hat der Kaiserschnitt seinen Namen?

Ladina (9) aus Salgesch VS

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Der Legende nach heisst er so, weil der römische Kaiser Cäsar auf diese Weise zur Welt gekommen sei. Das stimmt aber kaum, da ein solcher Eingriff zur damaligen Zeit für die Mutter tödlich war. Cäsars Mama lebte aber noch mindestens 50 Jahre weiter. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wurde die Bezeichnung Kaiserschnitt vom lateinischen Wort
caedere (= schneiden) abgeleitet. So geborene Kinder hiessen «caesones» (= Schnittlinge). Der medizinische Fachausdruck für diese Operation lautet auch heute noch «sectio caesaria», also «kaiserlicher Schnitt».

Bis ins 19. Jahrhundert verbluteten die meisten Frauen nach einem Kaiserschnitt oder starben an einer Infektion.

Der italienische Chirurg Edoardo Porro (1842–1902) senkte 1876 die Sterberate, weil er den Patientinnen nach dem Kaiserschnitt die Gebärmutter entfernte.

Heute kommen in der Schweiz viele Babys per Kaiserschnitt zur Welt: Im Jahr 2016 waren es 33,2 Prozent.

Im alten Rom gab es ein Gesetz, nach dem einer im Sterben liegenden oder gerade gestorbenen Schwangeren das Kind aus dem Leib zu schneiden sei – um es zu zu können.

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