Wenn der Wein dann im Glas ist, zeigt es sich, dass sich das Warten gelohnt hat.

Vorfreude herrscht!

Unser Autor war dabei, als die Coop-Weinexperten den Burgunder-Jahrgang 2014 degustierten.

Die ausgewählten Spitzenweine können jetzt bestellt werden. Das Burgund im Januar 2015: Mit Raureif, dichtem Nebel, frostigen Temperaturen und Regen begrüsste die Weinregion im Zentrum Frankreichs die Coop-Weinexperten. Doch bei klingenden Namen wie Pommard, Pernand-Vergelesses, Beaune und Gevrey Chambertin war das trostlose Wetter rasch Nebensache. Und mehr noch beeindruckten die Begegnungen mit vielen stolzen Winzern, die hinter den Weinen dieser Orte und Lagen stehen. Menschen, die eine jahrhundertealte Tradition pflegen und von ihrem Können und von ihren edlen Tropfen überzeugt sind (mehr dazu finden Sie unter: www.mondovino.ch/john-im-burgund).

Schwierige Degustation

Coop-Önologe Jan Schwarzenbach und die Coop-Weineinkäufer Caroline Dessort und Ludovic Zimmermann besuchten in dieser Woche rund 20 Winzer, degustierten über 300 Weine und wählten 160 für die Schlussdegustation aus. Von diesen stehen jetzt rund 60 im Subskriptionsangebot der Burgunder-Primeurweine des Jahrgangs 2014. «En primeur» bedeutet, dass der Wein bestellt und bezahlt wird, während er noch im Fass liegt – und erst ein bis zwei Jahre später geliefert wird. Ein anderes Wort dafür ist eben Subskription. Die Auswahl der Weine für die Subskription ist für die Experten eine Herausforderung. «Da die Weine erst rund zwei, drei Monate im Fass sind, hat die malolaktische Gärung, also die Umwandlung von Apfelsäure in mildere Milchsäure noch nicht stattgefunden. Daher spielt die Nase bei der Primeur-Degustation keine oder nur eine kleine Rolle», erläuterte Jan Schwarzenbach einige der Kriterien bei der Degustation. «Wichtig für die Beurteilung des Weins in diesem Stadium ist das Herausspüren von Finesse, Eleganz und Balance zwischen Säure und Struktur.» Auch Spannung, Kraft, Konzentration, Frische, mineralische Noten und Abgang müssten feststellbar sein. Beim Degustieren beginne man immer mit den Rotweinen, da sonst die Säure der Weissweine den Gaumen zu stark beeinträchtige. «Mit einiger Erfahrung kann man das Potenzial eines Weins erahnen und diesen dann ins Angebot aufnehmen», erklärt der Önologe.

Rare Tropfen

Die burgundischen Rebberge sind in Hunderte von kleinen und kleinsten Parzellen unterteilt, deren Trauben separat verarbeitet und abgefüllt werden. Die Verfügbarkeit der meist lange lagerfähigen Weine ist sehr beschränkt. Oft stehen für die Subskription nur einige Hundert, von den begehrtesten Crus gar nur einige Dutzend Flaschen zum Verkauf. Da sind jahrelange Kontakte zu den Spitzenwinzern und gegenseitiges Vertrauen eminent wichtig. Denn die Fangemeinde der Burgunder-Liebhaber nimmt weltweit immer noch zu. Nicht zuletzt, weil sie viele Speisen in idealer Weise begleiten – aber auch «einfach so» in einer gemütlichen Runde grossen Genuss versprechen.

Essensbegleiter

Doch wozu passt ein solch edler Tropfen? Weisser Burgunder etwa zu Coquilles St. Jacques, rote Tropfen zu Côte de bœuf. Das sind zwei klassische Kombinationen, denen man im Burgund immer wieder begegnet. Sowohl weisse wie rote Burgunder sind aber sehr anpassungsfähig und lassen sich mit vielen Speisen kombinieren: weisse etwa mit Riesencrevetten, Kalbsragout, Poulet oder reifem Ziegenkäse, rote mit dem Klassiker Bœuf bourguignon (Rindsragout in Rotweinsauce), Coq au vin, Wildgerichten, Entenbrust oder mit einer Terrine.

Die Subskription ermöglicht Burgunder-Liebhabern und solchen, die es werden wollen, sich jetzt schon auserlesene Weine des Jahrgangs 2014 zu sichern. Ausgeliefert werden sie im Herbst 2016. Die grosse Erfahrung bei der Degustation von Primeur-Weinen und die jahrelangen Kontakte der Coop-Spezialisten bürgen für Qualitätsweine im Subskriptionsangebot. Darunter finden sich auch einige rare und gesuchte Tropfen. Zwar ist der 2014er kein absoluter Spitzen-, aber doch ein sehr guter Jahrgang. Die Vorfreude auf die Auslieferung ist also berechtigt. Dies umso mehr, als die Menge der zur Verfügung stehenden Weine nicht unbeschränkt ist und die Preise durchaus noch steigen können.

Mehr dazu unter: www.mondovino.ch/subskription

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John Wittwer

Redaktor

Foto:
Fotolia
Veröffentlicht:
Montag 16.03.2015, 10:06 Uhr

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