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«Na, das ist doch… hm, äh …eine, genau, die mit dem Hütchen, jetzt hab ichs: eine Minneola.»

Zitrusfrüchte: Jede ist etwas Besonderes

Nur drei von rund 500 Sorten Zitrusfrüchten sind keine Kreuzung. Die Minneola ist aus einer Mandarine und Grapefruit entstanden.

Wenn die Grapefruit und die Mandarine einen gemeinsamen Nachkommen zeugen, gibt das dann eine Grandarine? Falsch. Die Kreuzung von Grapefruit und Mandarine existiert zwar tatsächlich, aber diese heisst Minneola. Es macht nichts, wenn Sie diesen Namen noch nie gehört haben, essen kann man die Minneolas trotzdem. Sie sind optisch den Orangen ähnlich und  dennoch  leicht zu unterscheiden, denn sie haben diese kleine herausragende Nase am Nabel. Und das, obwohl keine der Ursprungsfrüchte diesen Nippel vorweisen kann. Denn die Minneola ist natürlich ein wenig anders und dann doch wieder nicht, wie es Kreuzungen eben so an sich haben. Wäre dieser kleine Nippel der Minneola nicht der Beweis dafür, dass sich unsere Natur immer dann selbst bereichert, wenn sie viele kleine Mischlinge produziert? Dies nur als Randbemerkung für all jene, die gern das Wort «fremd» oder auch «Fremde» benutzen, sobald jemand «anders» aussieht als sie selbst. Und: Wer oder was ist nicht irgendwann aus einer Kreuzung entstanden und ebenso «fremd»!? 

Drei Sorten Zitrusfrüchte von insgesamt 500 sind keine Mischlinge. Die drei Urur-Zitrusfrüchte waren die Zitronatzitrone (Citrus medica), die Mandarine (Citrus reticulata), und die ungeniessbare Bitterorange Poncirus. Ihr Ursprung liegt irgendwo in Südostasien. Erst im Mittelalter wurde das farbenfrohe Obst im Mittelmeerraum heimisch, mit Ausnahme der Zitronatzitrone, die schon vor Christi Geburt erwähnt wurde. Mandarine, Clementine, Tangerine, Pomelo, Grapefruit, Pampelmuse, Zitrone, Limette und wie all die anderen Schönheiten auch heissen, sind Kreuzungen und Rückkreuzungen (ein Verfahren der Züchter), die auf den Fleiss guter Gärtner zurückzuführen sind.

Minneolas sind grösser als Mandarinen und kleiner als Orangen. Sie sind leicht zu schälen und schmecken etwas säuerlicher als Orangen, jedoch nicht so sauer wie Grapefruits. Ihr Fruchtfleisch ist sehr saftig, würzig und aromatisch. Minneolas enthalten wichtige Inhaltstoffe, Vitamine A und C und viel Fruchtzucker (mehr als Clementinen). Die Früchte werden vorwiegend roh genossen oder als Tortendekoration verwendet.

Übrigens: Die Minneola heisst auch darum nicht «Grandarine», weil man sie in den 1930er-Jahren nach einer Stadt im amerikanischen Florida benannt hat. Doch wenn Sie meinen, nun sei alles klar, müssen wir Sie enttäuschen. Oftmals werden Minneolas nämlich auch Tangelos genannt.

Das alles ist und bleibt sehr verwirrend. Auch unsere kleine Übersicht wird da kaum Abhilfe schaffen. Doch eines ist klar: Unter den vielen Sorten findet garantiert jeder seine Lieblingsfrucht.

Die Kreuzungen: Eine kleine Übersicht

• Grapefruit ist eine Kreuzung von Orange (Citrus aurantium) und Pampelmuse (Citrus maxima).

• Die Orange stammt aus China oder Südostasien, wo sie aus einer Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse hervorging.

• Blutorangen sind eine Mutation verschiedener Orangensorten, die im Mittelmeerraum entstanden sind.

• Die Clementine ist ein Hybrid zwischen Mandarine und Orange. Die Früchte der Clementine sind im Gegensatz zu Mandarinen kernarm.

• Die Satsuma ist eine aus Südjapan stammende Zitruspflanze. Sie ist nicht identisch mit der Mandarine. Der Baum wird als eine Kreuzung aus Mandarine und Orange angesehen und lässt sich bis 1429 zurückverfolgen.

• Zitronen sind aus einer Kreuzung zwischen Bitterorangeund Zitronatzitrone entstanden. Um das Jahr 1000 sind erste sichere Nachweise sowohl in China als auch im Mittelmeerraum zu finden.

Fenchelsalat mit Minneolas: 1 Fenchel in feine Streifen schneiden, mit roten Zwiebelringen und einer Handvoll Granatapfelkerne mischen und mit filetierten Minneolaschnitzen garnieren. Das Ganze an einer Vinaigrette (Olivenöl/Essig) anrichten.







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Bettina Ullmann

Redaktorin

Foto:
Ferdinando Godenzi
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Montag 16.01.2012, 13:04 Uhr

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