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Der erste Intel-Chip aus dem Jahr 1971 ...

... und der Intel Core i7 (oben links)– ein Unterschied wie zwischen einem Einzeller und, sagen wir, einem Elefanten.

Prozessor - Herz im Hirn

Ein Computer rechnet und «denkt» mit dem zentralen Prozessor. Gleichzeitig gibt dieser Prozessor den Takt und damit den Pulsschlag für das ganze Gerät. Der Computer hat damit das Herz im Hirn.

Das eigentliche Hirn in einem Computer ist in etwa so gross wie ein Fünfliber: «Central Processing Unit» heisst das Teil auf Englisch – auf Deutsch lässt sich das prosaisch als «Zentrale Verarbeitungseinheit» übersetzen. Gemeint ist damit keine Abteilung im DDR-Staatsapparat, sondern ein Stück Hochleistungssilizium. Bis zu drei Milliarden Operationen arbeitet der Chip pro Sekunde ab. Pro Sekunde, wohlverstanden. Nur mit ausgeklügelten technischen Tricks schaffen es die Computerhersteller, die Temperatur der Boliden unter 80 Grad Celsius zu halten. Ausgefeilte Kühlrippen erheben sich über dem Prozessor, Ventilatoren fächeln ihm ständig frische Luft zu. Denn wird er zu heiss, droht der Infarkt.
Dabei hat alles ganz bescheiden angefangen. Den ersten Prozessor überhaupt stellte Intel 1971 her. Der Intel 4004 hatte 2300 Schaltungen an Bord und schaffte 740 000 Berechnungen pro Sekunde. Zum Vergleich: Intels neuster Chip, der Intel Core i7 3930K vereint 2,27 Milliarden Schaltungen unter seinem Deckel, die pro Sekunde bis zu 3,6 Milliarden Vorgänge verarbeiten. Der neue Prozessor arbeitet nicht nur fast 5000- mal schneller, er löst gleichzeitig auch viel mehr Aufgaben parallel.

Schon kurz nachdem Intel den ersten Prozessor kreiert hatte, prophezeite Gordon Moore, einer der Gründer der Firma Intel, dass sich die Geschwindigkeit der Chips etwa alle eineinhalb bis zwei Jahre verdoppeln werde. Der Grund: Die Schaltungen auf den Chips lassen sich immer kleiner bauen, damit lassen sich auf einem Chip immer mehr Schaltungen unterbringen. Moore hat recht behalten. Die Rechenkraft, die 1971 Spezialrechner in Schlafzimmergrösse hervorbrachten, tragen Teenager heute ganz selbstverständlich in der Hosentasche mit sich herum.

Die zentrale Kenngrösse eines Prozessors ist sein Takt. Das ist der Rhythmus, in dem der Chip und damit alle Bauteile um ihn herum arbeiten. Angegeben wird die Geschwindigkeit des Prozessortakts in Megahertz (MHz) oder Gigahertz (GHz) – also in Millionen oder in Milliarden Ereignissen pro Sekunde. Früher arbeiteten Prozessoren in einem festen Takt. Heute können sie den Takt variieren, je nachdem, wie viele Aufgaben gerade anfallen. Prozessoren arbeiten also wie ein Herz: Wenn es bergauf geht, arbeitet es schneller, oben angekommen, arbeitet es langsamer. Das Herz, das den Takt angibt, steckt im Prozessor, dem Gehirn des Computers. Man kann deshalb sagen: Der Computer hat das Herz im Hirn.

Mehr Tempo

Der Prozessor ist natürlich das wichtigste Bauelement in einem Computer. Er ist aber nicht das einzige Element, das darüber entscheidet, wie schnell man einen Computer empfindet. Ebenso wichtig ist die Grösse des Arbeitsspeichers. Wer öfter mal grössere Dateien bearbeitet oder gerne viele Programme gleichzeitig offen hat, erlebt den Computer als langsam, weil er immer wieder Daten vom Arbeitsspeicher auf die Festplatte auslagern muss. Manchmal genügt es deshalb, den Computer mit mehr Arbeitsspeicher zu versehen, und schon arbeitet er viel schneller. Er rechnet zwar noch immer gleich schnell wie vorher, weil er aber ein grösseres Kurzzeitgedächtnis hat, reagiert er schneller. Deshalb kann man auch einem älteren PC mit etwas zusätzlichem Arbeitsspeicher ganz schön Beine machen.

«Speedbox»

Wie schnell fahren Sie? Im Auto beantwortet diese Frage der Tachometer. Allerdings sind Geschwindigkeitsmesser im Auto nie ganz genau. Meistens zeigen sie ein etwas zu hohes Tempo an. Im Zug kann man die Frage schon gar nicht beantworten. Da hilft die App Speedbox: Sie bietet einen Geschwindigkeitsmesser, der die aktuelle Geschwindigkeit anzeigt, die Höhe, die gefahrene Distanz und einen Kompass. Die Geschwindigkeit wird darüber hinaus in einer Kurve notiert. Besonders interessant ist das natürlich im TGV auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke oder in der Schweiz zum Beispiel auf der Schnellstrecke vor Bern. Die App ist aber auch in der Lage, die Geschwindigkeit der Seilbahn, des Trams oder des Dampfschiffs zu messen – GPS-Empfang immer vorausgesetzt. Im Gotthardtunnel zum Beispiel hat die App also keine Ahnung, wie schnell der Zug ist.

iPhone, 4 Franken

iPhone-Beamer

Das iPhone ist als digitales Gerät ja eine Eier legende Wollmilchsau: Es kann nicht alles am besten, aber vieles recht gut. Es ist ein richtiger multimedialer
Alleinunterhalter. Es spielt nicht nur Musik ab, sondern zeigt auch Fotos und Filme. Bloss in einem Punkt ist es sackschwach: Der Bildschirm ist so klein, dass das Telefon immer ein Alleinunterhalter ist. Abhilfe bietet der iPhone-Beamer von Epson: Das Gerät bietet eine Dock-Connector-Schnittstelle zum Einstecken
eines iPhones, iPods oder iPads. Auf diese Weise kann der Beamer Fotos und Videos direkt übernehmen und an die nächste Wand projizieren. Die dazugehörige Musik wird über Lautsprecher abgespielt. Der Beamer ist HD-Ready und hat eine Bildauflösung von 720p. Über den iPhone-Anschluss hinaus lassen sich auch Spielekonsolen, Blu-ray- und DVD-Player, Computer oder Set-Top-TV-Boxen anschliessen. Technisch handelt es sich beim Projektor um einen LCD-Beamer mit einer Leistung von 2800 Lumen. Das Gerät muss dabei nicht unbedingt gerade vor einer Wand aufgestellt sein: Es verfügt über automatische vertikale und manuelle horizontale Trapezkorrektur. Das Bild wird also auch dann rechtwinklig, wenn der Beamer von schräg unten projiziert. Bedient wird der Projektor über eine kleine Fernbedienung mit Hintergrundbeleuchtung – auch im Dunkeln findet man darauf die Knöpfe. Wer nur gerade Musik hören und sein iGerät aufladen will, kann den Beamer auch ausschalten, dann arbeitet er wie eine ganz normale Dockingstation.

Preis: Fr. 849.–.

Erhältlich bei Fust

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Ferdinando Godenzi, zVg
Veröffentlicht:
Montag 06.02.2012, 10:34 Uhr

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