Wie kann man sich bei all den Nachrichtenangeboten im Internet bloss auf dem Laufenden halten? Zumal die wenigsten Nachrichten für einen relevant sind? Wir haben fünf Nachrichten-Apps ausgesucht, welche Nachrichten aus vielen Quellen zusammentragen und iPhone oder iPad zur persönlichen Informationsquelle machen.
Es gibt eine Technik, die es ermöglicht, Nachrichten verschiedener Websites zusammenzuführen: RSS heisst die Technik. Die Webseiten legen Kurzinformationen über ihre Nachrichten in einem bestimmten Dateiformat ab, das von speziellen Newsreadern gelesen werden kann. Für iPad und iPhone gibt es eine ganze Reihe solcher Newsreader. Obenaus schwingt Reeder: Das Programm setzt zwar ein Google-Konto voraus, lässt sich aber gerade deshalb auf sehr einfache Art und Weise managen. Die App gibt es nämlich für den Mac, das iPad und das iPhone. Zudem lässt sich das Nachrichtenkonto bei Google auch über einen ganz normalen Webbrowser bedienen. Mit dem Reeder lassen sich direkt Beiträge von Zeitungen, Nachrichtenangeboten oder Weblogs abonnieren. Die einzelnen Feeds lassen sich dabei in Ordnern zusammenfassen. Gelesene Nachrichten verschwinden automatisch. Besonders interessante Nachrichten lassen sich auf Knopfdruck mailen, twittern, per Facebook teilen oder auf einem Dienst wie Instapaper speichern.
iPhone, iPad, Mac, Fr. 3.–
Apropos Instapaper: Dieser klassische «Read it later»-Dienst ermöglicht es, sich interessante Artikel, auf die man im Internet stösst, zu merken und per Web wieder aufzurufen. Über die Instapaper-App kann man die Artikel später auf dem iPad oder dem iPhone lesen. Die Reeder-App ist besonders gut mit Instapaper verknüpft: Zwei Fingertipps genügen, um eine Nachricht nach Instapaper zu verschieben und später zu lesen. Wer per Web auf die Instapaper-Webseite zugreift, kann sich die Artikel auch als Datei für den Kindle oder ein anderes E-Book-Lesegerät herunterladen.
iPhone, iPad, Fr. 5.–
Reeder ist nicht schön, aber praktisch. Wer auf Design Wert legt, ist mit Flipboard gut bedient. Diese App stellt aus mehr oder weniger frei wählbaren Quellen ein schön gemachtes, digitales Magazin zusammen. Flipboard stellt eine breite Palette von Nachrichtenquellen zu einzelnen Themengebieten zur Verfügung. Dabei lassen sich ganze Themenkanäle, aber auch einzelne Nachrichtenquellen abonnieren. Besonders interessant ist, dass sich die eigenen Feeds von Facebook und Twitter einstellen lassen. Das Ganze wird automatisch zu einer elektronischen Illustrierten zusammengestellt.
iPhone, iPad, kostenlos
Ähnlich wie Flipboard stellt Zite ein elektronisches Magazin aus verschiedenen Quellen im Web zusammen. Im Unterschied zu Flipboard lernt Zite, welche Nachrichten man gerne mag und zeigt einem künftig mehr Nachrichten, die einem gefallen könnten. Zite ist damit eine gute Inspirationsquelle und eine angenehmen Möglichkeit, neue Nachrichtenwebsites mit interessanten Beiträgen kennenzulernen.
iPhone, iPad, kostenlos
Facebook eine Nachrichtenquelle? Aber sicher. Und das aus zwei Gründen: Zum einen haben die meisten Medien heute Facebook-Präsenzen. Man kann Zeitungen von der New York Times über die NZZ bis zu Haaretz «liken» und sich so auf deren Inhalte abonnieren. Zum anderen, und das ist fast wichtiger, posten die meisten Menschen interessante Artikel und Neuigkeiten auf Facebook. Wenn man mit ein paar interessanten Menschen befreundet ist auf Facebook, erhält man auf diese Weise immer wieder spannende Lesetipps.
iPhone, iPad, kostenlos