Erste Liebe im Schnee: Don Juan gibt Gas!

Eine frisch aufkeimende, junge Liebe sorgt bei Sybil Schreiber und Steven Schneider für rote Köpfe. Was tun?

Sybil Schreiber: Traumwetter, Traumwinter, viel Schnee, wenig Leute. Die Kinder üben in der Skischule den Stemmbogen, Schneider und ich spazieren mit unserem Hund durch den Wald. Lilla soll schliesslich auch was von unseren Ferien haben – und sie hat was davon: einen Schwarm. Schwarz, klein, weisse Pfoten, kecker Blick. Chico ist der Chef vor Ort und streunt ohne Leine und Herrchen durch die Gegend.

Was grundsätzlich süss, aber in Lillas Zustand stressig ist: Denn Lilla ist läufig. Und Chico bis über beide spitze Ohren verliebt.

Die beiden legen einen Tanz hin. Er will rauf, sie will spielen und wir wollen keinen Nachwuchs. Schneider wirft sich zwischen Hund und Hündin. Chicos kurze Beine machen mächtig Tempo. Er verfolgt uns auf Schritt und Tritt. Lilla ist von Sinnen, zerrt, bellt, dreht und windet sich. Unser romantischer Winterspaziergang wird zum Spiessrutenlauf. Es bleibt uns nur der Sprint zurück.
Endlich ist Lilla wieder in der Ferienwohnung. Chico winselt vor der Türe, Lilla winselt drinnen und wir flüchten auf die Piste.

Welche Ruhe! Keine Kinder, keine Hunde, tatsächlich Ferien in den Ferien.

Bloss: Was macht dieser Schlepplift für hechelnde Geräusche?

Steven Schneider: Wir hatten ja einen Ferienplatz für Lilla. Schreiber jedoch fand, dass eine läufige Hündin in den Schoss der Familie gehöre. Dumm nur, dass in unserem Ferienort ein Don Juan in Form eines spanischen Mischlingshundes lebt. Lilla ist nun in der Wohnung zwar sicher, aber ihr Lover hat zu tun. Er will den Rudelführer, also mich, von seiner Potenz überzeugen. So rennt er hinter mir den Hang hinauf und als ich oben aussteige, wedelt er begeistert mit dem Schwanz. Das beeindruckt mich.

Aber so sehr ich das anerkenne, ich will nicht mit Hund auf der Piste unterwegs sein.

Schreiber ruft: «Gott, ist der süss!», und ich carve mit Karacho hinüber zum anderen Skigebiet. Nach meiner filmreifen Fahrt wende ich mich um. Schreiber ist nicht zu sehen, aber der feurige Spanier!
Meine Chance wartet weiter unten. Ich bremse vor einer Gruppe stehender Skifahrer, schlängle mich durch sie hindurch, Chico verliert die Spur. Ich gebe Stockeinsatz und am untersten Skilift darf ich stolz sagen: Mein Name ist Bond – der Verfolger ist abgehängt.

Doch wie jeder Bond, habe ich eine Blondine im Anhang – und was sehe ich: Sie fährt extra langsam und ruft oben am Hang zärtlich «Chicooo!».

(Coopzeitung 09/2012)

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Sybil Schreiber, Steven Schneider

Kolumnisten

Foto:
Ferdinando Godenzi
Veröffentlicht:
Montag 27.02.2012, 15:00 Uhr

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