Die drei Millionen Bildpunkte auf dem neuen iPad-Display kommen nicht nur bei Fotos, Filmen und Games zum Zug, sondern gerade auch beim Lesen.

Das neue iPad

Etwas mehr als 3 Millionen Pixel – oder über eine Million mehr als ein normaler HD-Fernseher anzeigt. Das Resultat ist ein Bildschirm, der so scharf gezeichnete Bilder anzeigt, dass man von Auge keine Bildpunkte mehr unterscheiden kann. Am eindrücklichsten ist das nicht bei einem wilden Computerspiel, sondern bei einer Seite mit Schrift. Ja: Schrift. Die Buchstaben werden in Linien auf den Bildschirm gezeichnet. Und diese Linienkonturen sind so scharf, wie das früher vielleicht bei gutem Buchdruck der Fall war. Offset-Druck wirkt neben dem iPad neblig und unscharf.

Natürlich sieht man den Unterschied auch bei Fotos und Filmen, entsprechend gut aufgelöstes Material vorausgesetzt. Ein HD-Film auf einem iPad ist so scharf wie … – und da beginnt das Problem. Es lässt sich schlecht mit etwas anderem vergleichen, weil es so hoch aufgelöste Bildschirme sonst nirgends gibt. Die Amerikaner sagen dem «stunning». Die Deutschen sagen «umwerfend». Wir Schweizer bleiben bei einem bescheidenen «äh».

Vier Mal mehr Bildpunkte – das gibt dem Prozesser ganz schön viel mehr zu tun, um all die Bildpunkte anzusteuern. Schliesslich besteht jedes Pixel aus den Farben Rot, Blau und Grün – und die wollen in der richtigen Intensität angesteuert sein. Apple hat das neue iPad deshalb mit einem neuen Chip ausgestattet: mit dem neuen A5X-Chip. Dieser Prozessor ist mit einer Quadcore-Grafikengine ausgestattet. Wenn Sie jetzt nur Bahnhof verstehen, macht das nichts: Es meint einfach, dass das schlanke Teil ganz schön viel Power unter der Haube hat. Der Chip ist dabei so effizient, dass das iPad mit einer Akkuladung immer noch 10 Stunden auskommt. Kehrseite der Leistung: Das iPad wird wärmer als sein Vorgänger. Einige Blogger haben darüber bereits mit hochgezogenen Augenbrauen berichtet. Erste Tests mit unserem Gerät zeigen: Die Temperaturen liegen im normalen Bereich.

Verbessert hat Apple nicht nur den Bildschirm, sondern auch die Kamera. Die Auflösung beträgt jetzt 5 Megapixel und die Kamera arbeitet mit derselben Optik wie das iPhone 4S. Sie zeichnet nicht nur Fotos auf, sondern auch Videos mit einer Auflösung von 1080P und 30 Bildern pro Sekunde. Das iPad ist mit so vielen und so schnellen Funktechniken ausgestattet wie kaum ein anderes Gerät. Neben GPS (Satellitenortung), Wifi (Drahtlosnetz), GSM (Mobilfunknetz) und UMTS (mobiler Datenfunk) ist das iPad auch mit der 4. Generation Mobilfunkchips ausgestattet (LTE). Noch gibts dafür keine Netze (ausser einige Pilotbetriebe in Tourismusregionen), das dürfte sich aber relativ rasch ändern.

Insgesamt ist das neue iPad keine Revolution. Das war das erste iPad. Es ist aber eine augenfällige Weiterentwicklung. Man surft schnell (und scharfen Bildes) durchs Web, kann Bilder und Filme nicht nur betrachten, sondern auch bearbeiten und verfügt dank des neuen Prozessors auch über ein mächtiges Gamepad. Und vermutlich nicht über genügend Zeit, all das auch wirklich anzuwenden.

Preis: ab Fr. 529.–

Erhältlich bei:

Interdiscount
Fust

Die Gretchenfrage

Muss man das neue iPad kaufen?
Apple-Aficionados beantworten diese Frage mit einem laut schallenden «ja».

Ist das neue iPad so gut, dass sich ein Umstieg von einem älteren Gerät lohnt?

Die Antwort: Ja, wenn es auf eine gute Bildschirmauflösung ankommt. Besonders gross ist der Unterschied (abgesehen von Spielen) bei Fotos, bei Filmen – und bei elektronischen Zeitungen. So scharf haben Sie Schriften noch nie gesehen. Das neue iPad ist deshalb gerade auch für Leute gut geeignet, die es vor allem zum Lesen einsetzen werden. Das alte iPad wirkt neben dem neuen wie ein alter Röhrenfernseher neben einem HD-Flimmerteil. Nur dass das iPad nicht flimmert natürlich.

Kurz:
Das neue iPad ist kein Muss. Aber wer es einmal in den Fingern hatte, will es nicht mehr hergeben.

iPhoto

Das neue iPad macht allem mit den richtigen Apps Sinn. Apples iPhoto überzeugt mit intelligenten Bildbearbeitungswerkzeugen. Besonders spannend: Man kann die Fotos direkt mit den Fingern durch Zeigen, Reiben, Wischen und Drehen bearbeiten. Technisch passt man dabei Belichtung, Kontrast oder Sättigung an. Man muss nur tippen und den Finger bewegen, bis ein Bild bildschön aussieht. Die App erkennt, ob man grad den Himmel oder ein Gesicht verändern will. Unerreicht ist sie im Verwalten der Bilder: Alben werden automatisch mit dem Mac synchronisiert. Besonders stark ist die Bildverwaltung. Doppeltippen wählt ähnliche Fotos aus, mit einigen Tipps hat man die Bilder auf das Beste reduziert. Super eindrücklich ist das Fototagebuch, das die App von Zauberhand erstellen kann.   

Preis: Fr. 5.-

Funkkopfhörer

Wer die wirklich fetten Bässe hören will oder auch den feinsten hohen Tönen nachlauschen möchte, setzt sich am besten einen Kopfhörer auf. Direkt beschallt, nimmt das Ohr auch kleinste Details wahr. Das Problem dabei: Man kommt sich vor wie ein Hund an der Leine. Kopfhörer hängen nun mal am Kabel. Doch das muss nicht sein: Funkkopfhörer machen es möglich, sich frei zu bewegen und trotzdem beste Klangqualität zu geniessen. Zum Beispiel mit dem RS 120 II von Sennheiser, ein kabelloses Funkkopfhörersystem in offenem, ohraufliegendem Design. Der Kopfhörer eignet sich laut Sennheiser für moderne Musik aller Genres und für TV-Systeme. Das Funksystem besteht aus einer Basisstation, die an die Soundquelle angeschlossen wird, und dem Empfänger im Kopfhörer. Es verfügt über eine Reichweite von bis zu 100 Metern. Es durchdringt Wände und Zimmerdecken, allerdings verringern Hindernisse die Reichweite. Damit der Kopfhörer die Funksignale empfangen kann, ist er mit einem batteriebetriebenen Empfänger ausgestattet. Er benötigt dafür zwei AA-Batterien. Der Kopfhörer ist deshalb mit 230 Gramm auch etwas schwerer als ein kabelgebundener Hörer. Legt man den Kopfhörer auf die Basisstation, werden die Batterien wieder aufgeladen – das funktioniert genauso gut wie beim Schnurlostelefon zu Hause.


Preis: Fr. 129.-

Erhältlich bei Interdiscount

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Heiner H. Schmitt, Ferdinando Godenzi, zVg
Veröffentlicht:
Montag 26.03.2012, 11:49 Uhr

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