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Neben einem Netbook von heute ...

... sieht der erste "tragbare" Computer vom Ende der 70-er-Jahre aus wie ein Neandertaler.

Ultrabooks: Pad oder Ultra?

Tastenlose Pads sind im Trend – das iPad lässt grüssen. Doch jetzt kommen die Ultras: Mini-Notebooks, die fast so klein sind wie ein Pad, aber mit einer Tastatur ausgerüstet sind. Wer setzt sich durch?

Das waren noch Zeiten, als Notebooks nicht nur die Grösse einer Nähmaschine hatten, sondern auch deren Gewicht. Seither sind die tragbaren Computer extrem geschrumpft. Im Prinzip verfügt heute jedes Handy über mehr Rechenkraft als die nähmaschinengros- sen Computer von damals. Bloss: Die kleinen Bildschirmchen sind nicht ganz jedermanns Sache, wenn es um Surfen, Lesen oder gar die Live-Übertragung eines Fussballspiels geht.

Ein Pad-Computer, also ein Tafelcomputer wie das iPad von Apple oder das Galaxy von Samsung, machen da schon viel mehr her: Sie sind etwa so gross wie ein Notizblock, perfekt zum Lesen und Surfen, und wer noch bei gutem Augenlicht ist, kann bei der Live-Übertragung zumindest Fussballer und Schiedsrichter vonei- nander unterscheiden. Auch sonst haben die Pads ganz schön was drauf: Für jede erdenkliche Anwendung gibt es heute eine App. Bloss eines sind die Tafelcomputer nicht: Schreibmaschinen. Zwar kann man über die auf dem Bildschirm gezeigte Tastatur einen Text eingeben, für mehr als eine kurze Mail oder eine Webadresse reicht das in der Praxis aber kaum aus. Das ist denn auch der Grund, warum es mittlerweile eine ganze Reihe von Tastaturen für das iPad gibt: Mehr oder weniger handliche Gerätchen, die sich per Stecker oder per Funk mit dem iPad verbinden lassen. So richtig überzeugen kann das nicht: Irgendwie geht dabei die ganze Handlichkeit verloren. Man wünschte sich manchmal, die Pads hätten schlicht eine fixe Tastatur.

Ungefähr das ist das Konzept der Ultrabooks: Es sind Notebooks, die so klein und so portabel sind wie die Tafelcomputer, aber von der Konzeption her wie ein normales Notebook konstruiert sind. Nur eben viel kleiner und dünner, deshalb also leichter und handlicher. Für Chipherstellerin Intel sind die Ultrabooks so wichtig, dass sie gleich eine eigene Klasse aus dem Konzept gemacht hat und die Ultrabooks mit aller Kraft den Tafelcomputern entgegenstellen will. Unter den Firmen, die bereits Ultrabook-Produkte auf den Markt gebracht haben, befinden sich mit Sony, Acer, Asus, HP und Toshiba denn auch die grossen Namen der Computerindustrie.

Laut Spezifikation von Intel ist ein Ultrabook maximal 21 Millimeter dick und wiegt weniger als 1,4 Kilogramm. Es verfügt über eine lange Akku-Laufzeit von fünf bis acht Stunden und darf in Amerika nicht mehr als 1000 Dollar kosten. Als Massenspeicher dient nicht eine Festplatte, sondern es kommen SSD-Speicherchips zum Einsatz. Ein optisches Laufwerk ist nicht eingebaut. Dafür gibts WLAN, Bluetooth und USB. Damit ist auch klar, gegen welches Produkt ausser den Pads sich die Ultrabooks sonst noch richten: Die Spezifikationen lesen sich wie die Beschreibung eines Macbook Air von Apple. Intel geht davon aus, dass bis Ende 2012 40 Prozent der weltweit verkauften Notebooks solche Ultrabooks sein werden. Möglich, dass diese hohe Zahl mehr Wunsch als Prognose ist. Doch die Ultras haben das Zeug zum Erfolg. Das liegt nicht nur an den aufgezählten Faktoren, die sie zum ultraportablen Computer für jede Lebenslage machen, sondern noch an einer weiteren Eigenschaft, die sich jeder Computerbesitzer wünscht: Ähnlich wie Tablets sind Ultracomputer «instant on». Das bedeutet, dass sie nicht wie ein normaler Computer langsam aufstarten und sich dabei minutenlang die Einzelheiten ihres Betriebssystems durch den Kopf gehen lassen, sondern wie ein Pad oder ein Handy sofort bereit sind, wenn man sie braucht.

Gut möglich also, dass Intel mit den Ultrabooks ein neuer, grosser Wurf gelungen ist. Möglich aber auch, dass die Ultras einfach eine weitere Mäanderschleife in der verschlungenen Entwicklung der Computer sind. Denn nichts ist so sicher in der Computerei, wie dass sich die Zukunft nicht sicher vo-raussagen lässt. Marktforscher können immer nur die Gegenwart weiterschreiben. Die grossen Innovationen hat bisher noch keiner vorausgesehen.

Die Hände entscheiden

Welches ist die wichtigste Eigenschaft eines Computers? Natürlich können Sie Datenblätter miteinander vergleichen wie Ihre Kinder die Quartettkarten mit den Daten der Rennautos. Finden Sie aber so heraus, welches das richtige Gerät für Sie ist? Gerade bei Notebooks ist entscheidend, dass Sie sich wohlfühlen mit dem Gerät. Und mit «Sie» sind eigentlich nicht ihre Augen gemeint, sondern vor allem Ihre Hände. Vor dem Kauf eines Notebooks sollten Sie das Gerät deshalb auf jeden Fall in die Hände und auf die Knie nehmen und zum Beispiel einen kurzen Text darauf schreiben. Das Datenblatt kann noch so gut aussehen – wenn sich Ihre Hände auf der Tastatur nicht wohlfühlen, bringt der schnellste Prozessor nichts und die guten Daten sind für die Katz.

App der Basler Verkehrsbetriebe BVB

Ob Paris, London oder Madrid – was eine richtige Stadt ist, hat eine App für sein ÖV-Netz. Touristen müssen deshalb nicht mehr mühsam das Office de Tourisme aufsuchen, sie wählen sich einfach kurz in den App-Store ein und holen sich die entsprechende ÖV-App der Stadt. Auch Basel gehört in den Kreis dieser Städte. Die BVB-App bietet dabei nicht nur Zugriff auf Fahrplan und Liniennetz und GPS-gesteuert Zugang zu den Abfahrtszeiten der nächstgelegenen Haltestelle, sondern ermöglicht auch eigentliche Reiseplanungen – und das grenzüberschreitend. Die App informiert also nicht nur über die Fahrpläne von BVB und BLT in der Schweiz, sondern zum Beispiel auch über die Fahrpläne der Busbetriebe in Deutschland. So international ist nicht einmal die Metro-App von Paris.

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Toshiba Satellite Z830-10J

Eine der neusten Inkarnationen des Ultrabook-Konzepts von Intel ist das Z830 aus der Satellite-Reihe von Toshiba. Das Gerät ist nur gerade 1,12 Kilogramm schwer und gilt deshalb als eines der leichtesten seiner Klasse. Trotzdem hat der Winzling Power unter der Haube: Er arbeitet mit einem i5-Prozessor von Intel unter der 64-Bit-Version von Windows 7, verfügt über 4 GB Arbeitsspeicher und einen 128 GB grossen Festspeicher aus Chips, einen sogenannten Solid State Drive. Der Bildschirm ist 13,3 Zoll gross und bietet eine Auflösung von 1366 × 768 Bildpunkten.

Über Laufwerke verfügt das Computerchen nicht, dafür ist es viel zu dünn. Stattdessen ist es mit verschiedenen Verbindungsmöglichkeiten ausgestattet. Auf der Seite des Geräts befinden sich ein USB-3.0-Port, der Kopfhörerausgang, der Mikrofoneingang und ein SD-Kartenleser. Rückseitig sind Gigabit-LAN-Stecker, zwei USB-2.0-Ports, HDMI und VGA angeordnet. Einer der beiden USB-Stecker verfügt über die Sleep-and-Charge-Funktion. Für kabellose Verbindungen steht Bluetooth und WLAN zur Verfügung. Fast noch wichtiger für Vielschreiber: Die Tastatur hat normal grosse Tasten mit gutem Hub, und sie ist beleuchtet. So lässt sich auch in schlecht beleuchteten Hotelzimmern noch rasch ein Textchen schreiben.

Preis: Fr. 1299.–

Erhältlich bei Fust

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Ferdinando Godenzi, Getty Images, zVg
Veröffentlicht:
Freitag 06.04.2012, 00:00 Uhr

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