Das Schweizer Teenie-Idol Alexa Benkert joggt regelmässig, um sich fit zu halten. «Ich entwickle langsam eine Sucht nach Bewegung.»

Alexa Benkert: «18? Schön wärs. Ich bin schon 23.»

Persönlich.Alexa Benkert ist eine erfolgreiche, junge Schauspielerin. Sie kennen sie nicht? Dann fragen Sie mal Ihre Kinder oder Enkel. Wir trafen das Schweizer Teenie-Idol aus der deutschen Serie «Das Haus Anubis». Demnächst kommt ihr erster Film in die Kinos.

Coopzeitung: Sie spielen in «Das Haus Anubis» eine 15-Jährige. Aber Hand aufs Herz: Sie sind doch schon 18?
Alexa Benkert: Schön wärs. Ich bin 23.

Ups, das ist ja noch weiter entfernt von der Rolle. Wird das nicht bald zum Problem?
Das dachte ich selber auch. Aber mit Styling und Kleidung ist vieles machbar. Wenn ich über neue Projekte spreche, meinen alle, ich könnte problemlos eine 17-Jährige spielen.

Dafür müssen Sie immer den Ausweis zeigen, wenn Sie ein Bier bestellen?
(lacht) Tatsächlich. Kürzlich wollte ich für jemanden Zigaretten besorgen. Da musste ich mich tatsächlich ausweisen. Ich war im ersten Moment erstaunt, aber ich nahm es als Kompliment.

Treiben Sie Sport?
Ich jogge regelmässig, um mich fit zu halten. Am Anfang wars eine grosse Überwindung, aber ich entwickle langsam eine gewisse Sucht nach Bewegung.

Die dritte Staffel, die im TV läuft, ist fertig gedreht, der Film kommt nun in die Kinos. Gibt es eine vierte Staffel?
Das ist noch nicht klar. Ich würde mich sehr freuen, noch einmal die Charlotte zu spielen. Gleichzeitig will ich mir für meine künftige Karriereplanung auch genau überlegen, in welche Richtung ich mich entwickeln will.

Welche Richtung ist das?
Ich möchte gerne Charakterrollen spielen, zum Beispiel in TV-Koproduktionen, das finde ich immer sehr spannend. Jetzt, da ich noch sehr junge Rollen spielen kann, träume ich natürlich davon, eine ernsthaftere Rolle zu spielen. In ein paar Jahren ist es dann vielleicht umgekehrt.

Die Charlotte ist nicht die Figur, die man auf Anhieb ins Herz schliesst. Sie ist neunmalklug, eine Streberin, etwas hochnäsig vielleicht.
Besserwisserisch ist sie auf jeden Fall, hochnäsig nicht. Lotte hat viele Ticks, aber sie ist auch ehrlich und am Ende findet man sie ganz liebenswert. Was mir an ihr vor allem gefällt, ist, dass sie sich nicht entschuldigt dafür, wie sie ist. Das finde ich persönlich eine wichtige Botschaft für Teenager, die sich selbst neu finden müssen. Man soll sich nicht zu sehr anpassen, sondern zu sich stehen.

Orientieren sich die Teenies an den Charakteren, die Ihr verkörpert?
Ich denke schon, gerade auch, was die Mode angeht.

Der Marktanteil bei den 10- bis 15-Jährigen liegt in der Schweiz bei fast 50 Prozent. Was ist das Geheimnis des Erfolgs?
Es ist für jeden etwas dabei. Für die deutsche Schülerin, für den türkischen Jungen, der Mistery-Faktor macht es für die Buben spannend und die romantische Stimmung und die Probleme, die die Mädchen wälzen, ziehen Mädchen an.

Haben Sie selber alle Folgen gesehen?
Ich muss gestehen, dass ich mich selten abends hinsetze und mir selber im Fernsehen zuschaue. Es gibt aber einen kleinen Jungen in meiner Nachbarschaft, den ich manchmal hüte. Durch ihn weiss ich immer, wo wir in der Geschichte grad stehen.

Die Serie ist für 10- bis 15-Jährige. Spricht der Film, der nun ins Kino kommt, das gleiche Publikum an?
Ja. Unser Serien-Publikum ist allerdings grösser. Die Altersspanne beginnt bei sechs und geht bis 18. Wir hatten sogar über 20-Jährige. Ich glaube, in manchen Peer-Groups hat die Serie Kultstatus erreicht.

Sie gingen mit 16 nach Hamburg. Warum so früh?
Ich bekam einen Platz an einer der grössten Musical-Schulen Deutschlands – einen von 16 aus 360 Bewerbungen. Ich war megastolz und meinem damaligen Ziel einen grossen Schritt näher. Ich habe früh mit Tanzen und Singen angefangen und wollte schon immer in Richtung Musical. Schauspiel hat sich erst später entwickelt.

Werden Sie als Schauspielerin erkannt auf der Strasse?
Naja, von Ihrer Generationnicht. Aber von Teenagern schon. In Deutschland viel mehr als in der Schweiz, weil die Schweizer diskreter sind. Hier hört man vielleicht mal ein Tuscheln im Laden, aber in Deutschland kann es einem schon passieren, dass einer quer durch die S-Bahn ruft, wenn er mich erkannt hat. Dann überlege ich mir immer: «Soll ich jetzt aussteigen?»

Wo wollen Sie in zehn Jahren sein?
Ich hätte gerne ein Haus in Schweden, an einem kleinen See, mit meinem eigenen Garten mit frischer Pfefferminze. – Und einen Hund.

Und drei Kinder?
Drei? Ich weiss nicht. Hm. Ich hätte schon gerne eine Familie. Aber drei Kinder? Vielleicht zwei.

Das können wir ja offen lassen. Und als Schauspielerin?
Da möchte ich gerne eigene Projekte machen. Selber etwas produzieren, das Drehbuch schreiben. In meinem Beruf will man immer gefallen: den Leuten beim Casting, dem Regisseur. Es ist so viel Gefallen dabei, dass man zwischendurch seinen eigenen Weg vergisst. Eigene Projekte sind das Ehrlichste, was man machen kann. Ich setze jetzt meinen ersten Kurzfilm um, um zu sehen, ob und wie das ankommt.

Alexa Benkert

Name: Alexa Benkert
Geburtstag: 3. Februar 1989
Zivilstand: ledig
Wohnort: Hamburg, aufgewachsen in Zürich
Ausbildung: Musicalschule Hamburg (Stage Entertainment), Schauspielschule Hamburg
Karriere: Seit zwei Jahren spielt Alexa Benkert die Rolle der Charlotte in «Das Haus Anubis».
Aktuell: Am 19. April kommt «Das Haus Anubis» ins Kino. Die neun Freunde aus dem Internat brechen zu einem Ausflug tief in eine mittelalterliche Fantasiewelt auf, wo sie auf dem Pfad der sieben Sünden spannende und gefährliche Abenteuer erleben.
Links: www.dashausanubis.de , www.facebook.com/alexabenkert

Weitere Antworten von Alexa Benkert

Welches Buch liegt grad auf Ihrem Nachttisch?
Richtig und Falsch von David Mamet

Welches ist Ihr Lieblings-Romanheld?
z.B Vic aus „Tiefe Wasser“ von Patricia Highsmith

Und welche Vorbilder haben Sie in der Wirklichkeit?
Batwoman und Helena Bonham Carter

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Shame

Und welchen Film würden Sie gerne wieder einmal sehen?
Being John Malkovich

Ihr Lieblings-Filmheld?
Der Dude aus Big Lebowski

Was für Musik hören Sie gerade?
Malleus "Silence.Elation-Good Health" heisst der Song, ist eine junge Band aus Hamburg;)

Welche CD würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?
Die drei Fragezeichen...alle Folgen;)

Mit welchem Musiker würden Sie gerne einmal einen trinken?
Nik Kershaw/Nina Hagen

Was kochen Sie selbst?
Die Sachen, die gut schmecken

Ihre Lieblingsspeise?
Kürbissuppe und Brot mit Streichkäse

Ihr Lieblingsgetränk?
Kaffee

Mit wem essen Sie am liebsten?
Franciska Friede/Florian Prokop

Und wo essen Sie am liebsten?
Schanzenviertel

Mac oder PC?
Mac

Auto oder Zug?
Zug

Wein oder Bier?
Bier

Pasta oder Fondue?
Pasta

Joggen oder Walken?
Joggen

Berge oder Meer?
Berge

Wann haben Sie zuletzt geweint?
Gestern

Wie bringt man Sie zum Lachen?
schnell

Welches Tier wären Sie am liebsten?
Hund mit einem blauen und einem braunen Auge

Wovon träumen Sie?
Allem und jedem!

Was ist für Sie das grösste Glück?
Habe ich noch nicht gefunden, aber ich kann mich glücklich schätzen, gesund zu sein und so tolle Menschen in meinem Leben zu haben!

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Thomas Compagno

Redaktor



Foto:
Yannick Andrea
Veröffentlicht:
Montag 09.04.2012, 10:00 Uhr

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