Zügeln mit Wautzi

Die Suche nach einer neuen Wohnung und ein Umzug gestalten sich für Hundebesitzer wesentlich einfacher als für Katzenbesitzer. Trotzdem gibt es einige wichtige Dinge, die Frauchen und Herrchen beachten sollten, damit Wohnungssuche und Umzug in die neuen Vier Wände für Wautzi problemlos verlaufen.

Ideal: Wohnung mit kleinem Garten

Priska und ihr Mann Urs sind auf der Suche nach einer grösseren Wohnung mit einem kleinen Gartenstück oder wenigstens einer Grünanlage in der Nähe. So bekäme auch ihr Schäferhundmix Ludo mehr Auslauf. Nun haben sie ein passendes Objekt in einer schönen Wohngegend gefunden und geraten regelrecht ins Schwärmen: Nach Auskunft des Maklers liegt die Wohnung ganz im Obergeschoss, hat große und helle Räume und eine geräumige Sonnenterrasse, ein kleiner Garten hinter dem Mehrfamilienhaus darf von allen Bewohnern benutzt werden. 

Notwendig: Einverständnis von Vermieter und Nachbarn

Doch bevor Frauchen und Herrchen nach der Besichtigung ihrer Traumwohnung zu sehr ins Schwärmen geraten, sollten sie mit dem Hausbesitzer folgende Fragen klären: Darf in der neuen Wohnung überhaupt ein Hund wohnen? Wohnen im Haus Katzenbesitzer, deren Tiere Freilauf haben? Sind alle Hausbewohner einverstanden mit einem größeren Hund als Mitbewohner? Letzteres Einverständnis ist zwar nicht unbedingt notwendig, es ist aber eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches und harmonisches Miteinander der Hausgemeinschaft. Denn „gerade Kampfhundebesitzer sollten sich besonders gut mit den neuen Nachbarn verstehen", weiss Dr. Chantal Ritter, Tierärztin in Luzern. 

Prüfen: Ist Wautzi fit genug fürs Treppensteigen?

Priska und Urs haben sich also zunächst als potentielle Mieter bei allen Nachbarn mit ihrem Hund vorgestellt. Und auch der Vermieter hat nichts einzuwenden gegen Ludo. Weil die Wohnung im letzten Obergeschoss liegt und der Lift nur bis zum 3. Stock geht, sollten sich Frauchen und Herrchen noch gut überlegen, ob ihr Vierbeiner die vielen Stufen bis zur Dachwohnung meisten kann, wenn er ein paar Jahre älter ist. Denn schon jetzt hat das achtjährige Tier ab und an Probleme mit der Hüfte. 

Beachten: Rutschige Bodenbeläge?

Hundebesitzer sollten auch an die Inneineinrichtung denken: „Grosse Hunde haben meist Mühe mit glatten Böden", sagt Dr. Ritter. Da die neue Wohnung von Priska und Urs teils mit glattem Fliesenboden und teils mit Holzboden ausgestattet ist, werden wohl auch mehrere neue Teppiche gebraucht, um Ludo das Herumlaufen zu erleichtern. 

Wichtig: Hund während des Umzugs auslagern

Nun stehen alle Zeichen stehen auf „grün" für den Umzug mit Hund und der Mietvertrag ist unterschrieben. Am Termin, zu dem die Zügelmänner bestellt sind, sollte Ludo bei Nachbarn oder Freunden wegplaziert werden. Denn „umstürzende Möbel und Kisten töteten bereits viele kleine Hunde und auch für grössere Vierbeiner besteht Verletzungsgefahr", warnt die Tierärztin. Erst wenn die Züglerei vorbei sei, sollte das Tier in die neue Wohnung genommen werden nehmen, so Dr. Ritter. Wenn der Umzug sich über mehrere Tage erstreckt, sollte für diese Zeit für seine Lieblinge eventuell einen Gastaufenthalt im Tierheim in Betracht ziehen. Bitte „das Tier nicht einfach in ein Zimmer sperren, denn Zügelmänner kennen die Wohnung nicht und alle öffnen alle Türen und das bei offener Haustüre!", gibt die Veterinärin zu bedenken. Denn so könnte sich der Hund unbeobachtet aus dem Staub machen und sich auf eigene Faust sein neues Gassirevier erkunden. 

Unkompliziert: Eingewöhnung für Wautzi

Eine längere Eingewöhnungsphase wie sie Katzen bei einem Umzug benötigen, brauchen Hunde jedoch nicht. „Sie sind in der Regel menschenbezogen und eher an Wohnortwechsel gewöhnt", weiss Dr. Chantal Ritter. Solange ihr Mensch dabei sei, könnten sie sich schnell an die neue Umgebung gewöhnen. An fremde Geräusche, wie etwa die neue Türklingel, wird sich Wautzi schnell gewöhnen und anfängliches Bellen bald einstellen. Viele kleine Spaziergänge im Quartier machen den Vierbeiner mit seinen Nachbarshunden bekannt. Auf diesem Wege lernen auch gleich Frauchen und Herrchen ihre neuen Nachbarn kennen.

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 12:26 Uhr

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