Vorsicht: Hier lauert Gefahr für sanfte Pfoten!

Kater Sammy gehört nun schon seit vier Jahren zu Kerstins Familie. Glaubt Frauchen doch mittlerweile alle Marotten ihres neugierigen Stubentigers zu kennen und hat ihre Wohnung „katzensicher" gemacht. Trotzdem gibt es im Haushalt viele Gefahrenquellen, die bisher unentdeckt blieben. Hier einige wichtige Tipps, mit denen Sie die häusliche Umgebung ihres Vierbeiners auf mögliche Gefahrenquellen hin überprüfen und noch sicherer machen können.

Täglich können neue Gefahren lauern

„Niemals ein Fenster gekippt lassen, wenn man das Haus verlässt, die Herdplatten sichern, Waschmaschine und Wäscheberg vor dem Waschen genauestens kontrollieren, Klodeckel sofort nach den Toilettengang schließen", diese und weitere Vorsichtsmassnahmen sind Katzenbesitzerin Kerstin längst in Fleisch und Blut übergegangen. Doch als sie nach vielen Jahren wieder das Stricken entdeckte, erlebte Kerstin eine böse Überraschung: Wolle und Stricknadeln verwahrte sie zwar sorgfältig in einem Weidenkörbchen mit verschließbarem Deckel neben dem Sofa, doch offenbar hatte Sammy so geschickt mit dem neuen und damit sehr interessanten Gegenstand so lange „herumgespielt", bis sich der Deckel löste und Sammy ein Wollknäuel mit seiner Tatze herausfischte. 

Vorsicht vor Wollfäden, Nähgarn und Bändern!

Ganz ins Beutespiel vertieft, hatte sich der Kater so unglücklich mit beiden Vorderläufen in den Wollfaden verheddert, dass er sich selbst nicht mehr befreien konnte. „Wie von Sinnen sauste Sammy durch die Wohnung und ich hatte grosse Mühe, ihn einzufangen, um ihn von seiner Pein zu befreien", erinnert sich die Fitnessberaterin aus dem hessischen Büdesheim. „Hätte sich der kräftige Wollfaden um den Hals gewickelt, wäre die Sache wahrscheinlich nicht so glimpflich verlaufen", vermutet Kerstin. So kam ihr Sammy mit einem gehörigen Schrecken davon. Nun werden die Stricksachen, Nadeln sowie Nähzeug „katzensicher" im Schrank verstaut. 

Rund um den Herd bitte besonders aufpassen!

„Katzen sollte man beim Kochen aus der Küche fernhalten", lautet eine weitere Sicherheitsregel. Doch diese ist bei einer offenen Wohnküche wie bei Kerstin natürlich nicht einzuhalten. „Ich kann meinen Kater ja nicht jedes Mal ins Bad oder Schlafzimmer sperren, wenn ich Mahlzeiten zubereite, also muss ich immer auf der Hut sein", erzählt die 45-jährige Hausfrau und Mutter. Denn wenn sie am Herd steht, kommt ihr Kater sofort angeflitzt und belagert sie, in der Hoffnung, dass ein Gutzi für ihn abfällt. 

Auch Gemüse kann gefährlich sein

Ist eine Herdplatte auf dem Ceranfeld noch heiss, deckt es die Katzenbesitzerin zur Sicherheit ab. Gerichte, die auf dem Herd garen, werden mit Deckel versehen. Bei der Zubereitung von Gemüse achtet sie darauf, dass zum Beispiel rohe Bohnen, Spinatblätter, Zwiebeln oder Avocados nicht unbeaufsichtigt auf der Arbeitsfläche liegen bleiben. Denn diese Gemüsesorten sind Gift für das Büsi - ebenso wie Schokolade oder Weintrauben. 

Giftige Pflanzen und Blumen

Auch Zimmerpflanzen sind Gefahrenquellen. Liebt Frauchen Grünpflanzen und würde die Wohnung am liebsten in einen Dschungel verwandeln, sollte sie besser wissen, welche Pflanzen für Büsi tödlich sein können. Hierzu zählen zum Beispiel Monstera, Einblatt, Dieffenbachie mit den typisch weiss oder gelb marmorierten Blättern, aber auch Yuccapalmen, einige Ficus-Arten sowie Efeu und Wolfsmilchgewächse. Bei Blumensträussen bilden unter anderen folgende Blumen gefährliche Giftcocktails: Nelken, Narzissen, Schneeglöckchen, Tulpen und Lilien. 

Gefahrenquellen lassen sich nicht sämtlich beseitigen

„Doch aus übertriebenem Sicherheitsbedürfnis um mein Tier lehne ich einen schönen Frühlingsstrauss natürlich nicht ab, den mir jemand mitbringt", betont Kerstin. Denn alle Gefahrenquellen im Haushalt und den vier Wänden lassen sich sowie nicht umgehen und entschärfen. Wichtig ist jedoch, dass der Mensch seinen geliebten Vierbeiner nicht einfach aus Leichtsinn oder Unachtsamkeit heiklen oder gar tödlichen Situationen aussetzt.  

Kleine Auswahl von Haushaltsgegenständen und Dingen, die nicht in Büsis Reichweite gehören:

  • Kleine Giesskannen oder grosse Giesskannen, die nicht vollständig bis zum Rand gefüllt sind (Gefahr, dass Büsi darin stecken bleibt)
  • Näh- und Strickzeug
  • Plastiksäcke und -folienstücke, Tragtaschen
  • Gummiringe und -bänder (z.B. Einmachgummis)
  • Büro- und Heftklammern
  • spitze Gegenstände, etwa Aromastäbchen aus Holz
  • offen herumliegende Medikamente
  • Spültabs und Duftseifenstücke
  • bestimmte Obst- und Gemüsesorten (siehe Artikel)
  • bestimmte Pflanzenarten (siehe Artikel)
  • Wäsche, die zum Waschen bereit liegt und Wäschestücke, die sich in der noch nicht geschlossenen Maschine befinden (direkt vor dem Waschen immer erst das Innere der Maschine und die Schmutzwäsche kontrollieren - denn einen „Waschgang" überlebt Büsi nicht!)
  • Wäsche, die im Tumbler liegt, um getrocknet zu werden (siehe vorherige Beschreibung)
  • Eimer mit Putzwasser, anderen Flüssigkeiten oder Abfällen
  • geöffnete Toilettendeckel (Gefahr, dass Büsi beim Trinken aus der vermeintlichen „Wasserquelle" kopfüber hineinfällt und ertrinkt)
  • grobmaschige Netze (auch Sicherheitsnetze auf dem Balkon bei Jungtieren)

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 12:30 Uhr

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