Schmusezeit mit Büsi – kleine Regeln und Tipps

Nachmittags hat Tinka eine stille Verabredung: Eben tigerte die lebhafte Katzendame noch durch den Garten. Nun krabbelt sie durch ihre Katzenklappe und stolziert mit hoch erhobenen Schwanz auf Frauchen zu, die auf der Küchenbank sitzt. Das Büsi streicht ihr um die Beine und „hops", schon springt sie auf Annabelles Schoss und schnurrt. Die Katzenhalterin weiß, was das bedeutet: „Genug gespielt, jetzt ist Schmusezeit, Tinka will gestreichelt werden!"

Bitte nicht am Bauch streicheln!

Die schneeweisse Birmakatze schnurrt zufrieden und geniesst Frauchens sanfte Streicheleinheiten sichtlich. Diese fährt sanft über Büsis Rücken, Flanken und die Brust, spart dabei aber den Bauch aus. Denn dort sind den meisten Katzen Berührungen unangenehm. Dann wird Büsi mit den Fingersitzen hinter den Ohren, am Hals und zwischen den Schulterblättern gekrault. Dabei brummt und schnurrt es wohlig, räkelt sich und drückt  seine Vorderpfoten an Frauchens Körper. 

Reflex aus der Kindheit wird geweckt

Katzenexperten erkennen in der „Strampel"-Bewegung einen Reflex aus Katzenkindertagen: Denn auf diese Weise stimulieren Kätzchen die Milchdrüsen an Mamas Bauch, wenn sie Hunger haben. Wer genau hinschaut, der kann sehen, dass dabei seinem Vierbeiner  - ähnlich wie bei uns Menschen - aus Appetit das Wasser im Mäulchen zusammenläuft. Dieser Reflex ist auch noch bei vielen erwachsenen Katzen vorhanden. 

Streicheleinheiten festigen die Bindung

Dieses Verhalten aus Kindertagen ist übrigens ein grosser Vertrauensbeweis und zeigt, dass sich Ihre Katze bei Ihnen sehr wohl und geborgen fühlt. Wenn nicht gerade eine dringende Arbeit ansteht, nehmen Sie sich einen Moment Zeit für eine Streicheleinheit und schieben Sie das Büsi nicht genervt weg. Denn solche Momente schaffen Vertrauen und sind gut für die emotionale Bindung zwischen Ihrer Katze und Ihnen. Sind Sie als Anfänger in der Katzenhaltung noch unsicher, verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl und schauen sie einfach zu: Wer seine Katze aufmerksam bei der Schmusezeit beobachtet, der lernt schnell, an welchen Körperstellen Büsi besonders gern berührt wird.

Warten, bis Katze von selbst kommt

Katzen lieben Schmuseeinheiten, sie sind aber auch Individualisten. Erfahrene Katzenhalter wissen daher: Eine Katze hat ihren eigenen Kopf und man ihr keine Schmusereien aufdrängen. Wenn Frauchen oder Herrchen ständig Kontakt zu ihrem Tier suchen, empfindet Büsi das meist als „aufdringlich" und setzt sich beispielsweise mit einem Fauchen oder einem Tatzenhieb energisch zur Wehr. Unerfahrene Katzenhalter sind dann meist enttäuscht. Doch „man hat eine viel häufigere und intensivere Beziehung zu einer Katze, wenn man einfach abwartet, bis sie von selbst auf einen zukommt", empfiehlt der Katzenexperte Dr. Dennis Turner. Der Präsident des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) weiss: „Eine Katze sucht und schätzt den Kontakt zum Menschen sehr - aber nur, wenn sie es will." 

Wellness für Katze und Mensch

Eine Schmuseeinheit mit Büsi tut übrigens nicht nur ihr gut, sondern auch dem Menschen: Wer eine Schmusekatze wie Tinka auf dem Schoss hat, entspannt sich binnen kürzester Zeit - die Körpermuskeln „entstressen" sich. Die kleine Ablenkung  durch Büsi sorgt auch für bessere Laune. Zudem bringt das tiefe Brummen und Schnurren den ganzen Katzenkörper zum Vibrieren. Diese Vibrationen wirken auf Frauchen wie eine sanfte Mini-Massage. Schmusen mit Büsi ist also auch zugleich Wellness für Frauen.

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 12:35 Uhr

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