So findet sich der passende Name fürs Büsi

Wer im Internet nach Katzennamen stöbert, findet zahlreiche Listen mit klassischen, wohlklingenden und exotischen Namen. Anders als bei Wautzi muss man sich bei Büsis Namenswahl nicht davon abhängig machen, ob sich der Name auch gut für einen Rückruf eignet.

Denn „Apollinaris", „Sour Mash" oder „Zoroaster" - so nannte der englische Schriftsteller Mark Twain drei seiner Katzen - wären wohl kaum dazu geeignet, um Wautzi erfolgreich von der Spielwiese abzukommandieren. Bei der Wahl eines Katzennamens sind da der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Trotzdem scheint es meist nur wenige Kriterien zu geben.

Namen prominenter Katzen recht eigenwillig

Mark Twain muss wohl eine Vorliebe für Tafelwasser, für eine bestimmte Art der Whiskey-Zubereitung (Sour Mash) und für seinen Zeitgenossen Friedrich Nietzsche („Also sprach Zarathustra") oder die Lehren des Zarathustra (Zoroạster = griechische Form für Zarathustra) gehabt haben. Auch der Schriftsteller Hermann Hesse suchte zumeist recht eigenwillige Namen für seine Katzen aus. Einige seiner vierbeinigen Mitbewohner hiessen „Architekt", „Löwe", „Porphy", „Schneeweiss" und „Zwinkeler". Ein Kater, den Hesse aus Zürich mitgebracht hatte, wurde schlicht „Zürcher" genannt. 

Häufig ist Fellfarbe der „Namenspate"

Meist spielen markante äussere Merkmale eine grosse Rolle bei der Namensgebung. So nannte die Familie des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton ihre schwarze Katze „Socks". Denn deren Pfoten waren allesamt schneeweiss, als würde sie kleine Söckchen tragen. „Nachts sind alle Katzen grau", besagt eine Redensart. Doch bei „Mohrle", „Blacky", „Bianca", „Blanche", „Schneeweiss", „Snowy", „Ginger", „Tigerle" oder „Tüpfeli" weiss jedermann sofort, welche Farbe und Zeichnung Büsis Fell hat.     

... mal auch ein Lieblingsgetränk oder Urlaubsort

„EveDive", so der Name einer Nutzerin der Coopzeitung-Tiercommunity, liess sich von der Farbe von „Baileys" inspirieren und benannte ihren Perserkater nach dem Likör. Ihre Perserdame erhielt den klangvollen Namen „Grisu", angelehnt an „gris", dem französischen Begriff für die Farbe Grau. „Mazur" ist der Name des dreijährigen Katzenmädchens. Es ist Halbperserin und erinnert Frauchen „an einen Tauchplatz im Roten Meer, in dessen Höhle es rabenschwarz ist" - ebenso wie Mazurs Fell.  

... oder Kartons und Kinostars

Nutzer „Waschbär" hingegen hatte ganz andere Assoziationen bei der Benamung seiner Katzen: Seine beiden Katzen heissen „Chrügeli" und „Zorro". „Chrügeli, weil sie sich immer in einer Kartonschachtel hineingekrügelt und Zorro, weil im Film ‚Shrek' der gestiefelte Kater die Stimme von Antonio Banderas hat und dieser wiederum den ‚Zorro' gespielt hat", schreibt der Katzenfreund im Forum von www.coopzeitung.ch/tiere.

... der Name soll auch nicht peinlich sein

„Muggi" gehört zu den Stammgästen des Forums und zu den Tierhaltern, die in der Regel nur Heim- und Verzichtstiere halten.  Diese hatten meist schon einen Namen. Doch zwei seiner Tierheimkatzen hat der Katzenfreund dann doch umbenannt: So wurde „Rüebli" zu „Sunny", „denn ich konnte mich einfach nicht dazu überwinden, es bei ‚Rüebli' zu belassen, die Nachbarn hätten mich für verrückt erklärt, wenn ich abends ‚Rüüüüüebliiiii heiiiichoooo!' gerufen hätte", begründet der Katzenhalter seine Entscheidung und unterstreicht sie mit einem Smiley. „Sunny" fand er für den roten Kater passender. Den ebenfalls rothaarigen „Fuxli" nannte der Katzenhalter in einen „Merlin" um, weil er „einfach ein zauberhafter Kater" sei. Beide Name lagen Herrchen „einfach auf der Zunge, woher auch immer."  

... und mit viel Glück hört Büsi tatsächlich darauf

Katzenfreundin „Taemie" liess sich von einer Figur aus Rudyard Kiplings Kinderbuchklassiker inspirieren: „Mein jetziger Kater heisst Bagi, das kommt von Bagira, weil er so schwarz wie der Panther aus dem Dschungelbuch ist", berichtet die Katzenhalterin. Bei den beiden Vorbesitzern sei das rabenschwarze Büsi erst „Silkyboy", dann „Melichor" genannt worden, schreibt „Taemie" und stellt freudig fest: „Aber auf ‚Bagi' hört er - fast besser als mein Hund!"

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 13:37 Uhr

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