Bo, der berühmteste Hund der Welt

Während andere Kinder nach Schokohasen und Naschwerk im Garten suchten, wurde Sasha und ihrer Schwester Malia zum Osterfest ein ganz besonderer Herzenswunsch erfüllt: endlich ein Hund! Ihren Vermieter oder Nachbarn mussten die Eltern der beiden Mädchen nicht um Erlaubnis fragen.

Denn dort, wo die Familie seit Anfang des Jahres wohnt, gehört ein Vierbeiner als Haustier zur Tradition. Dieser Tage wurde das neue Familienmitglied der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Weißen Haus, der Residenz des amerikanischen Präsidenten, bewohnten bis Januar gleich zwei Hunde das riesige Anwesen: der Scotch Terrier Barney und der Springerspaniel Spot, sie gehören zur Familie von US-Präsident Obamas Vorgänger, George W. Bush. Spots Mutter war die Präsidentenhündin Millie, die zur Amtszeit von George Bush Senior im Weißen Haus wohnte. Zuvor hatte der schokoladenbraune Labrador Buddy der Clintons sein Körbchen im Weißen Haus. Tatsächlich hatte fast jeder amerikanische Präsident einen Hund an seiner Seite. Franklin D. Roosevelt, der 32. Präsident der USA, nahm seinen Terrier Fala sogar auf internationale Konferenzen mit. 

Der Vater von Sasha (7) und Malia (10) ist der 44. US-Präsident und hat seinen Töchtern versprochen, die präsidiale Tradition fortzusetzen, wenn er die Wahl gewinnt. Nun hat Barack Obama sein Versprechen eingelöst, doch die Wahl des passenden Hundes war nicht ganz einfach. Denn Malia reagiert auf die meisten Hunde allergisch. Zunächst wollten die Obamas einen Hund aus dem Tierheim aufnehmen, doch durch das gesundheitliche Handicap ihrer Tochter blieb nur die Wahl einer Hunderasse, die nur wenig oder gar nicht haart. 

Der US-Senator Edward Kennedy war es schliesslich, der die Eltern Barack und Michelle auf den passenden Hund brachte: einen portugiesischen Wasserhund. Kennedy, der selbst mehrere Wasserhunde halten soll, sorgte nach Angaben der „Washington Post" denn auch für die Auswahl und das Welpentraining, bevor der sechsmonatige und bereits stubenreine „Bo" sein Körbchen im Weißen Haus beziehen konnte. „Bo" hat ein schwarzes gelocktes Fell, eine weisse Brust und weisse Pfoten. Sein Name soll dem Spitznamen von Sashas und Malias Grossvater entliehen sein, der unter Freunden nach der Rocklegende (Bo) Diddley genannt wird. Möglicherweise aber war „Bo", das Büsi der Cousins der Mädchen der Namenspate. 

Weil der portugiesische Wasserhund kaum haart, gehört er zu einer der Hunderassen, die für Tierhaarallergiker wie Malia als geeignet erscheint. Der Wasserhund, auch Cão de Água Português genannt, übernahm früher die Aufgaben eines Wach- Hüte- und Spürhundes für Fischer an der portugiesischen Küste: Er bewachte Boot, Geräte und den Fang, er roch die Fischschwärme und gab den Fischern Signal zum Auswerfen der Netze, sprang ins Wasser und trieb Fische in die Netze, entwischte Fische zurück in die Netze und er half sogar beim Einholen der Netze. Heute gilt er als treuer Haushund. Wegen seiner gutmütigen, freundlichen Wesensart und seiner starken Prägung auf den Menschen wird er als kinderfreundlicher Familienhund geschätzt und wird von verschiedenen Züchtern auf der ganzen Welt gezüchtet.

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 14:00 Uhr

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