Kurios: Katzen als Café-Personal und als Gäste

Katzen als emsiges Personal in einem Kuschel-Café? Oder gar ein Bistro, das nur Stubentigern Einlass gewährt und dessen erlesene Speisekarte auf schnurrende Vierbeiner ausgerichtet ist? Eine irrwitzige Idee? Ganz und gar nicht: In Japan und Amerika, an der Ostküstenmetropole New York, gehören solche Lokalitäten längst schon zum Alltag.

Da kommen selbst Katzenfreunde aus dem Staunen nicht mehr heraus: In Japan boomt ein neuer Trend in der Gastro-Szene: spezielle „Katzen-Cafés". Die etwas kurios anmutende Geschäftsidee ist ganz einfach und konsequent zugleich: Japanische Katzenfreunde, die sich gerne ein Büsi halten würden, dies aber aufgrund langer Arbeitszeiten und enger Wohnverhältnisse oft nicht möglich ist, können in einem Katzen-Café ausgiebig mit Stubentigern kuscheln.

30 Minuten Kuscheln kosten Schweizer Franken
Im „Nyan-Koro-Café" in Tokio beispielsweise wurden 25 Katzen als Kuschelpersonal rekrutiert: Zur Auswahl stehen vornehme Siam- und Perser-Katzen, aber auch gefleckter Rasse-Mix, mit denen die zweibeinigen Gäste ausgiebig spielen und schmusen können. Die Streicheleinheiten sind jedoch streng getaktet: Eine halbe Stunde Schmusen kostet den Besuch umgerechnet etwa neun Fränkli - exklusive Essen und Getränke.

Personal darf während der Arbeitszeit schlafen
Während sich die Gäste an diese Hausordnung halten müssen, darf das Personal während der Arbeitszeit mal ein Nickerchen machen oder den Gästen ein Häppchen vom Teller stibitzen. Der Gast hingegen muss sich vor der ersten Kuscheleinheit erst die Hände desinfizieren, seine Schuhe ausziehen und er darf schlafende Büsis nicht stören.

Feine Futter-Kreationen auf Porzellantellerchen
Auf dem anderen Seite der Weltkugel, in den USA, ist die Geschäftsidee eine ganz andere: In der Ostküstenmetropole New York etwas führen wohlhabende Frauchen und Herrchen ihre pelzigen Lieblinge ins „Meow Mix Café" aus. Im weltweit ersten Katzenrestaurant in der Nähe des Times Square steht nicht etwa fades Trockenfutter auf der Speisekarte. Nein, dort kredenzt tierfreundliches zweibeiniges Personal erlesenes „Pfoten-Food" wie Fischsalat „Deep Sea Delight" oder zartes Rinderfilet „Meow". Serviert wird das auf edlen Porzellantellerchen und gefressen wird auf dem Tisch.

„Eintagsfliege" und Werbegag
Damit Frauchen dabei nicht hungrig zusehen muss, gibt es für Zweibeiner ein saftiges Rindfleisch-Sandwich oder Krabbenkuchen. Doch so schnell wie die Katzencafés aus dem Boden schiessen, werden sie auch wieder geschlossen: Wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt, war das kuriose Katzen-Café doch tatsächlich nur ein wirkungsvoller Werbegag des größten amerikanischen Katzenfutter-Herstellers.

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 14:30 Uhr

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