Büsi, Klappe die beste!

Ist das Büsi ein Freigänger, nervt es auf die Dauer, wenn Herrchen oder Frauchen stets den Türsteher spielen muss. Eine Katzenklappe schafft da Abhilfe. Aber welche ist am besten geeignet? Eine mit Chip-Leser, Magnet-Erkennung oder mit Infrarot, damit sich keine Fremdkatzen Einlass erschleichen - oder eine ganz konventionelle?

Erst bei Vermieter und Versicherung nachfragen!
Nach mehreren Nächten, in denen der lebhafte Karthäuser-Mix „Kater Karlo" mit energischem Miauen Einlass ins Warme gefordert hatte, war für Frauchen klar: Es führt kein Weg mehr vorbei an einer Katzenklappe. Nur so wäre endlich (Nacht-)Ruhe und Karlo könnte sich frei zwischen Haus und seinem Revier im Freien bewegen. Doch vor dem Weg ins Tierfachgeschäft sollte man sich bei seinem Vermieter rückversichern, ob er die Montage eines Extraeingangs fürs Büsi in der Haustüre auch genehmigt. Natürlich vorausgesetzt, man bewohnt kein Eigentum. Auch bei der Versicherung sollte nachgefragt werden, damit ein ungemeldeter Einbau im Falle eines Einbruchs oder eines Schadensfalls am Ende nicht den Versicherungsschutz mindert. Sind diese Formalien erledigt, ist ein wenig Zeit einzuplanen, um die passende Katzenklappe fürs Büsi zu finden. Denn wer Wahl hat, hat die Qual: Soll es eine mit Chip-Leser, Magnet-Erkennung oder mit Infrarot sein, oder doch nur eine ganz schlichte?

Objektiver Rat im Tierforum
Seine Katze an das Durchgehen mit Schwingtür zu gewöhnen, bedarf einigen Trainingseinheiten - am besten mit dem Lieblingsleckerli. Hier liegt also nicht das Problem. Vielmehr in der Suche der für das Tier am besten geeignete Klappe. Ein Blick ins Forum „Tiere & Menschen" von coop hilft um einiges weiter. Denn hier sind keine vollmundigen Versprechen von Herstellern nachzulesen, sondern handfeste Tipps aus dem Alltag mit Büsi: So empfiehlt der erfahrene Katzenhalter „Muggi", dass es ganz darauf ankomme, wie viele fremde Katzen sich im Revier aufhalten. Denn man müsse damit rechnen, dass man dann auch mal Besuch bekommt von neugierigen Nachbarskatzen - und „wenn Du Pech hast, dieser sich nicht unbedingt formvollendet benimmt, zum Beispiel markiert, Deine Katze verklopft oder vertreibt." „Muggi" hat eine herkömmliche „Staywellschleusse" eingebaut. Doch da auch Hunde in seinem Haushalt wohnen, trauen sich fremde Büsis nicht hinein. Der Katzenhalter rät, sich ganz genau die Grösse und die Preise von Katzenklappen mit Infrarotsendern und anderen Anhängersystemen zu vergleichen. Für sein Büsi seien die Anhänger zu gross. So habe sein Merlin bereits drei der Halsbänder verloren. Auf die Dauer eine recht teure Angelegenheit.

Auch Magnet-Methode hat Tücken
Dann wäre da noch die Magnet-Methode: Ein Magnetclip könne man mit ein wenig Geschick auch selbst basteln. Doch verliert die Katze das Halsband, kommt sie auch nicht durch ihre Katzenklappe - der Einlass bleibt ihr dann verwehrt. "Aus diesen Gründen spricht viel für den Einbau einer Petporte-Schleuse", folgert das Forumsmitglied. Diese Schleuse funktioniert mit Microchip. Der klare Vorteil für diesen Katzenklappen-Typ: Die Katze ist im Falle eines Entlaufens immer identifizierbar. „Der Chip kostet bei meinem Tierarzt etwa 70.- SFR, für das Registrieren bei ANIS kommt dann noch ein bisschen was dazu", berichtet „Muggi". Auch wenn diese Methode zunächst etwas mehr koste, „auf ein Katzenleben und etliche verlorene Anhängern und Halsbänder gerechnet, zahlt sich das aber aus." Das sieht auch Forumsmitglied „Raschka" so: „Dadurch dass Deine Katze dann gechipt sein muss, hast Du eine viel höhere Chance, falls sie mal entlaufen sollte, dass sie wieder gefunden wird! Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen!"

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 14:36 Uhr

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