Vorsicht, hier lauern weihnachtliche Gefahren fürs Büsi!

Alle Jahre wieder muss man sich als verantwortungsvoller Katzenhalter Gedanken machen, wie man sein Heim weihnachtlich dekoriert, ohne dass der festlich geschmückte Christbaum oder andere Dekoration für Büsi zur Gefahr wird. Hier lesen Sie, worauf Frauchen oder Herrchen achten sollten - und es gibt einen kulinarischen Tipp für Gourmetkatzen.

Was glitzert denn da? Neugierig legte sich Schneeflocke auf die Lauer. Und schwups - im nächsten Moment schnellt die Katzendame aus ihrem Versteck hervor und reisst mit ihren Pfoten das Lametta vom Christbaum. Ja, das Spiel musste dem Stubentiger wohl Spass gemacht haben. Denn nach ihrem ersten „Angriff" sprang die Katzendame auf eine Kommode, um von dort mit einem mutigen Satz auf dem Christbaum zum landen - nach der nächsten glitzernden Beute heischend. Es kam wie es kommen musste: der mannshohe Baum hielt der Attacke nicht stand, kam ins Wanken und kippte um. „Das erste Weihnachtsfest bei ihrer neuen Familie, das ist nun fünf Jahre her, ging für Schneeflocke noch einmal gut aus", erinnert sich Frauchen Claire und ergänzt: „Seither macht unser Büsi einen grossen Bogen um den Christbaum." Zur Sicherheit hat die Familie seither auf Lametta und Glaskugeln verzichtet, wenn auch nicht auf den Baum. „Weihnachten ohne Christbaum, nein das ist für mich einfach nicht vorstellbar", sagt Claire.

Manche Katzenhalter verzichten sogar ganz und gar Büsi wegen auf einen Christbaum. Doch auch andere Dekorationsgegenstände bergen Gefahren fürs Büsi - so beispielsweise Strohfiguren, Adventskränze oder die Dekoration der Weihnachtskrippe. Auch der Gebäckteller lockt mit süssen Verführungen, die für Katzenmägen nicht gesund sind: Zimtsterne oder Gebäck, das mit Schokolade überzogen ist, auch Schokoladenfiguren gehören nicht in Katzentatzen. Denn Schokolade enthält den für Katzen und Hund giftigen Stoff Theobromin. Dieser Stoff kann bei den Tieren wegen eines fehlenden Enzyms vom Körper nicht verarbeitet werden. Der Stoff, der für uns Zweibeiner harmlos ist, reichert sich im Körper des Tieres an und kann letztlich zu Durchfall, Erbrechen, Herzproblemen und in manchen Fällen sogar tödlich sein.

Nicht nur bei essbarer Weihnachtsdekoration ist Vorsicht geboten, sondern auch bei klassischem Zubehör wie Lametta oder Glaskugeln. Das glitzernde Lametta oder Engelshaar ist hochgiftig - nicht nur für Katzen, sondern auch für Kleinkinder. Kugeln verleiten neugierige Katzen auch zum „Beutespiel". Fallen Sie herunter, können die Scherben erhebliche Schnittwunden erzeugen. Dass man eine Katze nicht unbeaufsichtigt im Zimmer lässt, wenn die Wachskerzen am Christbaum entzündet sind, versteht sich von selbst. Aber auch das Kabel einer Lichterkette kann gar zu tödlichen Gefahr werden, wenn Büsi es durchknabbert.

Wer seinem Büsi an Heiligabend und den Feiertagen etwas Besonderes und zugleich artgerechtes als „Beute" vorsetzen möchte, der kann sich an diesem köstlichen Rezept versuchen. Die Schneebällchen sind in nur drei schnellen Schritten zubereitet:

 

Katzen-Schneebällchen

Die Zutaten:

50 Gramm geräucherter Lachs
70 Gramm Doppelrahmfrischkäse
2 EL Magermilchpulver

Die Zubereitung:

  1. Den Räucherlachs, wenn er schon in Scheiben geschnitten ist, übereinander legen. Dann möglichst klein würfeln und in eine Mueslischale geben. Den Frischkäse zufügen und alles mit einer Gabel zu einer geschmeidigen Masse verrühren.

  2. Aus der Mischung mit einem Teelöffel oder mit den Händen etwa 15 kleine Kugeln formen. Auf einem flachen Teller das Magermilchpulver gleichmässig ausstreuen und die Bällchen darin wälzen.

  3. Die Schneekugeln in eine Plastikdose setzen, mit einem Deckel verschliessen und kühl stellen. Die Kugeln sollten innerhalb von vier bis fünf Tagen verfüttert werden.

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 23.06.2011, 14:37 Uhr

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