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Wenn das Büsi friert …

Die frostigen Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich setzt uns Zweibeinern mehr zu als dem Büsi. Natürlich, schliesslich haben wir ja auch kein so dickes, kuscheliges Fell wie etwa eine sibirische Langhaarkatze. Trotzdem sollten Katzenhalter einige Dinge beachten, damit sich ihr Büsi draussen pudelwohl fühlt. Denn ganz und gar immun gegen die Kälte sind die Samtpfötchen nicht.

Gewöhnlich sind Katzen weniger kälteempfindlich als Hunde, wenn es sich nicht gerade um ein betagtes Büsi oder ein krankes Tier handelt, das man in der kalten Jahreszeit besser drinnen halten sollte. Ansonsten gibt es keinen Grund, seine Katze bei frostigen Temperaturen von ihren gewohnten Touren durchs Revier abzuhalten. Freigänger, so die Meinung von Tierexperten, seien sogar widerstandsfähiger und gesünder als ihre Artgenossen, die als „Stubentiger" durchweg im Warmen wohnen und trockener Heizungsluft ausgesetzt sind.

Regelmässige Fellpflege wichtig
Durch den Fellwechsel im Herbst legen sich Freigänger einen natürlichen „Winterpelz" zu. Das dichtere Winterfell sollte aber gut gepflegt und regelmässig ausgebürstet werden, um abgestorbene Deckhaare herauszulösen. So beugt man Verfilzungen vor. Wird ein verfilzter Büsipelz nämlich nass und verdreckt, ist das eine ideale Brutstätte für Bakterien: Diese können sich munter vermehren und zu Hautkrankheiten führen. Nicht nur das dickere Fell, auch Büsis sorgfältige Putzrituale dienen als natürlicher Kälteschutz. Denn beim Putzen verteilen Katzen aus ihren Talgdrüsen auf der Haut das Talgsekret auf ihr Haarkleid. Dieser Talgfilm schützt nicht nur vor Wasser, sondern wirkt als Isolation gegen Kälte - und im Sommer gegen Hitze.

Nicht alle Körperbereiche sind gleichermassen geschützt
Ein herkömmliches Katzenfell ist sehr dicht. Rund um den Bauch hat Büsi im Durchschnitt rund 200 Haare pro Quadratmillimeter und im Rückenbereich etwa 100 Haare pro Quadratmillimeter. Das Fell mit dem Fett der Haut und Unterhaut sorgen dafür, dass Büsis Körpertemperatur sich konstant zwischen 38 und 39 Grad Celsius bewegt. Mit ihrer natürlichen „Heizung" ist Büsi in der Regel auch gegen zweistellige Minusgrade gewappnet.
Allerdings sind Beine, Ohren und Schwanzspitze äusserst kälteempfindlich. An diesen Stellen kann es bei extremen Wintertemperaturen durchaus zu Erfierungen kommen. Anzeichen dafür sind Rötungen, Schwellungen oder ständiges Kratzen aufgrund von Juckreiz. Auch Eisklümpchen, die sich zwischen den Zehen festsetzen, können Erfrierungen verursachen.

Regelmässige Kontrolle ratsam
Frauchen oder Herrchen sollte möglichst nach jedem Freigang die kälteempfindlichen Stellen kurz kontrollieren und im Bedarfsfall behutsam mit warmen Händen oder einem weichen, warmen Tuch über die entsprechenden Körperpartien streichen. Dabei eventuelle Eisstückchen zwischen den Zehen entfernen und durch Streusalz oder Rollsplitt gereizte Pfoten mit Rescue-Creme, Aloe Vera oder spezieller Wundsalbe behandeln. Im akuten Fall den Tierarzt aufsuchen! Wenn Büsi ins Wasser gefallen oder im Eis eingebrochen ist, sollte sie dringend abgetrocknet, gewärmt und umgehend tierärztlich untersucht werden.

Tiger auf dem Tank?
Gefahr droht auch, wenn eine Katze völlig durchnässt ist und zudem Wind oder Zugluft ausgesetzt ist. Im schlimmsten Fall kann ein nasses Fell sogar zum Tode durch Unterkühlung führen. Doch meist suchen sich Freigänger instinktiv einen trockenen und windgeschützten Unterschlupf. Auch das kann unter gewissen Umständen lebensgefährlich sein. Denn manches Büsi wärmt sich gerne unter der Motorhaube parkierender Autos. Falls die Ihre oder Nachbarskatzen diese Angewohnheit haben sollten, zur Sicherheit vor Fahrbeginn lieber mal einen Blick unter die Motorhaube werfen, ob nicht ein Tiger auf dem Tank liegt.

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Sonntag 13.02.2011, 16:10 Uhr

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