Grün, grüner, Basilikum: Seine intensive Farbe ist nur ein Vorgeschmack auf seine inneren Werte.

Basilikum – Das königliche Kraut

Es duftet verführerisch, es schmeckt himmlisch: Kein Wunder, ranken sich um das Basilikum viele Mythen, Gerüchte und Geschichten.

In Asien, genauer gesagt in Indien, der Wiege des Basilikums, findet man Jahrtausende alte Aufzeichnungen zu Basilikum. Im Gegensatz zu heute wurde es jedoch damals nicht als Speisewürze verwendet, sondern für heilige Zeremonien, zum Beispiel als Opfergabe.                       
Kein Wunder, denn das damalige Basilikum war nicht gerade mit dem zu vergleichen, was wir Europäer heute darunter verstehen. An dieser Stelle muss vielleicht noch erwähnt werden, dass man heute zwischen etwa 130 verschiedenen Sorten unterscheidet.
Aber wieder zurück zur Geschichte. Dieses im Aroma sehr intensive und «heilige» Basilikum wird bis heute Tulsi genannt und ist dem Hindugott Vishnu, dem Welterhalter, geweiht. Es repräsentiert seine Gegenwart und soll Schutz jenem bringen, der das Basilikum trägt. Das Heilige ist dabei eng verbunden mit der heilenden Wirkung, so ist das Basilikum ein wichtiger Bestandteil im Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst.
Doch nicht nur die Inder ehrten seine Wirkung. Auch bei den alten Ägyptern spielte es eine Bedeutung in heiligen Zeremonien. So fand man bei Ausgrabungen oft Basilikumkränze in den Gräbern. Diese Kränze, so glaubt man, sollten den Toten den Weg ins Paradies ermöglichen.

Über Persien gelangte das Gewürzkraut in der Antike auch nach Griechenland und Rom, wo es sowohl als Gewürz- als auch als Heilpflanze genutzt wurde. Die meisten Namen für Basilikum leiten sich aus dem griechischen Wort «basileus» ab, was so viel wie König oder Volksführer bedeutet. Doch in Griechenland und in Rom brachte dieses Königskraut die Bauern zum Schimpfen und Fluchen. Nicht etwa, weil sie das Kraut nicht mochten, sondern weil sie dachten, dass es dann besser gedeihe. Doch nur geheuer war ihnen das Kraut dann doch nicht, es kursierte der Aberglaube, dass sich Basilikumwurzeln in Skorpione verwandeln können oder dass das Einatmen von Basilikum Skorpione im Kopf hervorrufen könne. In Afrika hingegen glaubte man daran, dass es genau vor diesen kleinen Krabbeltieren schütze.

Aber auch die Liebe fehlt nicht im Geschichtsrepertoir des Basilikums. So war es in Rumänien früher Brauch, dass ein Junge seiner Herzensdame einen Basilikumzweig schenkte. Nahm sie ihn an, waren sie verlobt.
Für Liebe steht Basilikum auch in Italien, wo es in Europa heute, neben Südfrankreich, hauptsächlich beheimatet ist. Am bekanntesten ist es dabei in Kombination mit Tomaten oder als Pesto Genovese. Doch auch seine heilenden Eigenschaften gelten als erwiesen und so wird es auch vielfach als Heiltee, Aroma-Therapie oder als Insektenschutzmittel gebraucht. Und wer schon mal an einem frischen Basilikumstöckchen gerochen hat, der erlebt auch heute noch eine göttliche Erfahrung.

Basilikumpesto

Zutaten

  • 1 grosser Bund Basilikum
  • eine Handvoll Pinienkerne
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL geriebener Parmesan
  • etwas Salz
  • ½ Glas Olivenöl.

Zubereitung

Alle Zutaten mit dem Stabmixer pürieren und mit beliebigen Teigwaren servieren.

Erst zum Schluss in den Topf geben

Die in Europa am meisten verbreitete Basilikum-Art heisst Genoveser Basilikum. Sein Aroma ist pfeffrig und intensiv, es mag Sonnenschein und lässt sich problemlos einfrieren. Es mag keine Staunässe und sollte beim Kochen erst am Schluss in den Topf gegeben werden, da es bei langem Kochen sein Aroma verliert. Durch seine starken ätherischen Öle werden Lebensmittel haltbarer gemacht.

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Ferdinando Godenzi, Fotolia
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Montag 04.06.2012, 12:09 Uhr

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