Höchste Zeit, dass die Frühkartoffeln aus dem Boden kommen!

Frühkartoffeln – Frisch vom Acker

Jetzt sind die ersten Schweizer Frühkartoffeln auf dem Markt. Mit ihrer zarten Haut und dem feuchten Fleisch sind sie eine echte Delikatesse.

Es sind edle, zarte Geschöpfe. Und sie hören auf Namen wie Agata, Annabelle, Lady Felicia oder Lady Christl. Ab Mitte Mai beehren uns diese hübschen Damen jeweils mit ihrer Anwesenheit, erfreuen Auge und Gaumen. Zu diesem Zeitpunkt kommen die frisch geernteten Frühkartoffeln wie gerufen. Denn bis jetzt mussten wir die «alterntigen», also die Lagerkartoffeln vom Vorjahr aufbrauchen und freuten uns auf die frischen Kartoffeln vom neuen Jahr.

Schon im Anbau sind die Ladys anspruchsvoll. Gepflanzt werden die Frühkartoffeln je nach Wetter ab Ende Februar oder Anfang März. Nach dem Setzen werden die Böden in Folien gepackt, die vor Frost schützen und Wärme speichern. Die Frühkartoffeln brauchen lockere Ackerböden, damit die zarten Knollen nicht ersticken. Normalerweise sind sie in etwa drei Monaten erntereif. Die ersten von ihnen haben schon Mitte Mai die nötige Grösse von 5 Zentimetern erreicht. Auch bei der Ernte müssen sie sorgfältig behandelt werden, damit ihre dünne Haut nicht verletzt wird. Und wenn sie dann erst mal ausgegraben sind, möchten die sensiblen Damen nicht allzu lange warten.

In einer dunklen Kiste mit Hunderten anderen zusammengepfercht sein? Pfff! Frühkartoffeln sind doch keine hundskommunen Lagerkartoffeln. Sie möchten, dass ihre feine Haut bewundert wird, und dass den Menschen bei ihrem Anblick das Wasser im Munde zusammenläuft. Und das tut es auch. Frühkartoffeln mit ihrem feinen, leicht würzigen Geschmack sind eine Delikatesse. Denken wir nur an einen Frühkartoffelsalat mit gedünsteten Spargeln und fein geschnittenen Frühlingszwiebeln. Serviert mit einer Sauce aus Sauerrahm und Gemüsebouillon – mmmh! Oder wie wäre es für einmal mit einem Sommer-Raclette auf dem Balkon … natürlich mit Frühkartoffeln.

Mit nur gerade 70 Kalorien pro 100 Gramm sind unsere Damen so etwas wie gesundes Fast Food. Bei der zarten dünnen Haut kann man sich das Schälen nämlich getrost sparen. Sowieso würden dann nur die vielen Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen, die gleich unter der Schale stecken. Beim Rüsten lässt sich also Zeit sparen: Je nach Grösse kann man sie gleich ganz lassen oder muss sie nur halbieren. Doch Schönheit ist leider vergänglich. Die zarten Geschöpfe sind sehr lichtempfindlich; sie keimen schnell oder werden schrumpelig. Deshalb sollte man sie wie frisches Gemüse behandeln und rasch geniessen – sie haben es verdient!

Kartoffelblech mit Zugabe

Zutaten

Frühkartoffeln halbieren oder vierteln. Zusammen mit Cherrytomaten, Fenchel und Pouletstreifen in Olivenöl, Salz und Cayennepfeffer marinieren. Bei 220 Grad für 30 Minuten in den Ofen geben. Poulet erst nach 10 Minuten zugeben.

Die ganz Kleinen

Entgegen ihrem Namen sind auch diese Kartoffeln schon ausgewachsen. Nur sind es ganz kleine Exemplare, das heisst, sie haben einen Durchmesser von maximal 35 Millimeter. Die Babykartoffeln werden mit Schale gegessen und können je nach Rezept gleich ganz verarbeitet werden.

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Nicole Hättenschwiler

Stv. Chefredaktorin

Foto:
Ferdinando Godenzi, Fotolia
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Montag 11.06.2012, 09:19 Uhr

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