Man hat die Kleinen einfach gern.

Cherrytomaten: Cherry Cherry Lady

Mit einem Verbrauch von 8,33 Kilo pro Schweizer und Jahr ist die Tomate der neue Leader unter dem Schweizer Gemüse. Sie hat damit dem Rüebli den Rang abgelaufen. Obwohl sie ja eine Frucht ist. Zeit also, mal genauer hinzuschauen.

Die Familie der Tomaten zählt insgesamt über 10 000 Mitglieder, die sich in Grösse, Form, Geschmack und Farbe unterscheiden. Eines der prominentesten Mitglieder ist die Cherry-tomate. Diese ist nicht etwa eine Neuheit, die aus ästhetischen oder Bequemlichkeitsgründen so gezüchtet wurde, dass sie perfekt in den Mund passt oder besonders schön auf Apéroplatten aussieht, sondern eigentlich von allen Tomatensorten der Urform der Tomate am ähnlichsten.

Die ersten Tomaten wurden in Peru von den Azteken und Mayas angepflanzt. Von dort stammt auch der Name: xitomatl. Das bedeutete so viel wie «etwas prall Angeschwollenes», was wohl mit der angeblich aphrosidierenden Wirkung, die der Tomate nachgesagt wird, zusammenhängt. Nach Europa kam sie dann mit den Schiffen der spanischen und portugiesischen Entdecker und Eroberer (je nach Quelle). Doch leider ging während der Reise vergessen, dass man die Tomaten auch essen kann, und so wurde sie in Europa während zwei Jahrhunderten als Dekoration benutzt. Die Früchte hielt man für giftig. Ganz falsch war dies ja auch nicht. Denn in den Stielen und in den unreifen, noch grünen Tomaten gibt es in der Tat giftige Stoffe, die für den Menschen nicht bekömmlich sind. Uuuhh, aber was ist ihnen da entgangen!

Erst etwa 200 Jahre später sollen sich italienische Bauern während der Hungersnot gewagt haben, in den goldenen Apfel zu beissen, in den «pomo d’oro», wie man die Tomaten damals in Italien nannte. Bald darauf sind denn auch andere Europäer auf den Geschmack gekommen. In Deutschland galten sie anfangs des 20. Jahrhunderts als Nahrungsmittel. Im Anschluss entstanden viele verschiedene Sorten. Über grün, pink, rot bis gelb und gestreift violett findet man die verschiedensten Schattierungen und Musterungen, und auch in der Form ist von klein und rund bis gross und länglich so alles ziemlich alles vertreten. Wie gesagt, ist eine der beliebtesten immer noch die Cherrytomate. Der Name kommt wohl von ihrer Grösse her, weil sie in etwa so gross wie Kirschen sind. In Deutschland werden sie denn auch oft Kirschtomaten genannt. Häufig verwendet man als Synonym den Begriff Cocktailtomaten, diese sind jedoch ein bisschen grösser.

Die Cherrytomaten haben vor allem wegen ihres Geschmacks und ihrer praktischen Grösse viele Freunde. Man kann sie nämlich einfach in den Mund schieben und geniessen. Aber auch gefüllt, in Scheiben in Salaten oder kurz angebraten mit Knoblauch können sie ihre geschmackliche Stärke ausspielen. Übrigens – erst vor ein paar Monaten hat es ein internationales Forscherteam geschafft, das Erbgut der Tomaten zu knacken. Diese besitzt demnach 35 000 Gene, mehr als beim Menschen. Was für Pflanzen jedoch normal ist. Zudem konnten die Forscher die Enzyme identifizieren, die für den Geschmack in den Tomaten verantwortlich sind. Man darf gespannt sein, wie sich die Tomatenzucht nun weiterentwickelt.

Zubereitung

Frischer Sommersalat mit verschiedenen Cherrytomaten: Tomaten halbieren, auf Jungsalat anrichten, mit Olivenöl und Balsamicoessig beträufeln, grob geriebene Parmesanstreifen und Zwiebelringe darauf verteilen, mit Baguette servieren.

Beste Qualität

Il Pregiato, zu Deutsch das Wertvolle, ist ein Olivenöl, das zu 100 Prozent aus hochwertigen italienischen Oliven hergestellt wird. Die Güteklasse «Extra Vergine» steht dafür, dass das Öl aus der ersten Pressung stammt, die kalt und besonders schonend vollzogen wurde.

Il Pregiato von De Cecco gibts in allen grösseren Verkaufsstellen für Fr. 7.50/500 ml.

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Ferdinando Godenzi
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Freitag 29.06.2012, 11:34 Uhr

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