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Markus: «Ihre Haar ist wundervoll, am liebsten würde ich Ferien in ihrem Haar machen.»

Jung verliebt – Nathalie und François

Nathalie: Tanzen um die Sorgen zu vergessen

Nach dem Tod von François wird Nathalie zum Arbeitsjunkie.

Nathalis Neuer ist nicht gerade ein Traumprinz.

Markus: «Diese Situation ist sehr nervenaufreibend für mich, es ist ein bisschen wie wenn Liechtenstein mit den USA spazieren geht.»

Nathalies Chef Charles will verstehen, warum Nathalie lieber etwas mit Markus als mit ihm anfängt.

Nathalie: «Es tut mir leid, aber ich glaube der Zwieback ist schon über das Verfallsdatum hinaus.»
Markus: «Ich fühle mich geehrt, dass du ihn so lange für mich aufgehoben hast.»

Zwei die sich mögen: Nathalie und Markus

Zwei kreative: David und Stéphane Foenkinos

Filmkritik: La Délicatesse

Nathalie ist jung, hübsch und verliebt in Francois. Francois ist ebenfalls jung, hübsch und in Nathalie verliebt. Sie heiraten und leben glücklich bis an ihr Lebensende. Besser gesagt, sein Lebensende, das viel zu früh kommt.

Die junge Witwe Nathalie verschliesst ihre Gefühle und stürzt sich voll und ganz in ihre Arbeit für einen schwedischen Konzern. Bis sie eines Tages wie aus heiterem Himmel ihren Arbeitskollegen Markus (was für ein Team?) küsst. Warum weiss niemand. Aber trotz anfänglich Schwierigkeiten verstehen sich die beiden immer besser und kommen sich näher. Der Haken ist nur, dass Markus nicht der Traumprinz ist, den sich das Umfeld von Nathalie für sie gewünscht hat. Uns so kämpft die junge Liebe nicht nur gegen die Vergangenheit an sondern auch gegen Neid und Oberflächlichkeit.

Die Vorlage von «La Délicatesse» ist der gleichnamige Roman, von David Foenkinos, der sich allein in Frankreich über 800’00 Mal verkaufte und in 21 Sprachen übersetzt wurde. Es ist zudem das erste seiner Bücher, das der Autor höchstpersönlich verfilmt. Grund dafür sei das Gefühl gewesen, nach Veröffentlichung des Buches noch nicht mit der Geschichte abgeschlossen zu haben – so Foenkinos.

Als Partner stand ihm bei der Verfilmung sein Bruder Stéphane zur Seite. Seines Zeichens Szenarist, Regisseur und Casting Director. Kein Wunder also, dass der Streifen durch ein überzeugendes Schauspieler-Ensemble besticht, allen voran die zwei Hauptdarsteller Audrey Tatou (Nathalie) und François Damiens (Markus). Aber auch intelligent eingesetzte filmische Stilmittel zur Vermittlung von Zeitsprüngen und Stimmungen machen diesen Film zu einer cineastischen Delikatesse.

Kritikpunkt: Bei gewissen Szenen und auch durch die Off-Stimme fühlt man sich zum Teil zu sehr an «Die fabelhafte Welt der Amélie» (2001) von Jean-Pierre Jeunet erinnert. Was jedoch nicht an Audrey Tatou liegt, sondern eher an Erzählart des Films.

Trostpflaster: Die Filmmusik ist brillant. Die Musikerin Emilie Simone hat den Film nicht nur mit ihrer eigenen Musik bereichert sondern auch bei der restlichen Musikauswahl mitgeholfen. Bravo.

Aufgefallen: Endlich mal ein Film, bei dem die Garderobe der Hauptdarstellerin nicht aus Hunderten von Kleidungsstücken besteht. Tatou trägt – wie jeder andere Mensch im Alltagsleben auch – eine Bluse mal zweimal.oder dreimal.

Im Kino: Ab 19.07.2012 in der Deutschschweiz

Regie: David & Stéphane Foenkinos

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 13.07.2012, 14:41 Uhr

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