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Filmkritik: Das Missen Massaker

Das Miss-Schweiz-Geschäft ist vom Aussterben bedroht. Weitaus bedrohter sind jedoch die Miss-Schweiz-Anwärterinnen in Michael Steiners neuem Film «Das Missen Massaker».

 

Die Story: Die Miss-Schweiz-Wahlen stehen bevor. Auf einer ehemaligen Kannibalen-Insel im Tanga-Atoll sollen die Kandidatinnen für die grosse Entscheidungsshow zurecht getrimmt werden. Begleitet werden sie von der alternden Missen Mami Carmen, dem skrupellosen PR-Agenten Pino Falk, dem schleimigen Filmer Didi und dem sympathischen Fotograf Serge. Doch die paradiesische Stimmung trügt. Nicht nur Konkurrenz, Geheimnisse und Verdächtigungen stören das Missen-Camp, auch ein fieser Mörder geht um – und den Möchtegern Miss-Schweiz-en an den Kragen. Der trottelige Killer kann dabei auf die Unterstützung der Mädels zählen, die sich beim Überlebenskampf so dämlich anstellen, dass man den Film eigentlich «Der Missen-Massen-Selbstmord» hätte nennen sollen.
Dies ist aber durchaus so gewollt, denn dieser Film von Michael Steiner lehnt sich an Horrorkomödien wie etwa «Scary Movie» an. Typisch für diese Art von Filmen ist ein Vermischung und Parodierung von bekannten Filmszenen aus anderen (Horror-)Filmen. Leider geht das beim «Missen Massaker» völlig in die Hosen oder besser gesagt ins Höschen. Warum? Der Film ist ganz einfach nicht lustig genug.
Das oberste Gebot für solche Horrokomödien ist, dass alles und jedes konsequent durch den Kakao gezogen wird! Es muss eine Parallelwelt geschaffen werden, in der alle daneben und absurd sind.

Kritikpunkt: Dieses Gebot erfüllt der Film leider nicht. Er bleibt in vielen Szenen zu ernsthaft und ist ganz einfach witzlos. Dies liegt nicht nur am Skript. Auch die Schauspieler können dieses Manko nicht Wett machen, denn wie jeder gute Komödiant weiss, ist komisch zu sein ein harter Job.
Es reicht halt einfach nicht aus, schöne Jung-Schauspielerinnen Dummes tun und sagen zu lassen. Enttäuschend sind  auch die «gestandenen» Schauspieler wie Anouschka Renzi (Missen Mami Carmen) und Mike Müller (PR-Agent), die ihre Rollen mit viel Klischee, aber ohne Originalität spielen. Einzig Martin Rapold als Filmer Didi mag zum Lachen anregen. Wo ist bloss Melanie Winiger, wenn man sie braucht?

Trostpflaster: Der Soundtrack ist nicht schlecht. Und wer auf den Anblick hübscher, schlanker Frauen steht, kommt auf seine Kosten.

Mein Tipp: Schauen Sie sich einen anderen Film an, so zum Beispiel …

… wenn sie einen ironischen Film über Misswahlen sehen wollen:
Drop Dead Gorgeous - Gnadenlos schön

… wenn sie auf Blödel-Horror stehen:
Scary Movie

… wenn Sie Genremixes lieben:
Kill Bill
… wenn Sie was von Michael Steiner sehen wollen:
Mein Name ist Eugen

Im Kino
Seit 23.08.2012

Cast:
Jasmin, Miss Züri – Meryl Valerie
Serge  – Patrick Rapold
Pino Falk – Mike Müller
Didi – Martin Rapold
Carmen – Anouschka Renzi
Omar – Jarreth Merz
Mutter Jasmin – Sabina Schneebeli
Vater Jasmin – Michael Neuenschwander
Johnny – Joel Basman
Ken Epinay – Rolf Sommer
Arzt – Peter Jecklin
Benno Kälin – Max Loong
Sles, Cousin Jasmin – Samuel Welter

Special Guests:
Viktor Giacobbo
Roger Schawinski
Gilbert Gress
Mario Torriani 
Nicole Berchtold
Mike Shiva

Regie: Michael Steiner

Verleih: Filmcoopi Zürich

Link: www.missenmassaker.ch

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 24.08.2012, 14:38 Uhr

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