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Landei Adam ist entsetzt. Sein eben neu gefundener Dachdeckerfreund gesteht ihm, dass er in einem Stripclub alle Hüllen fallen lässt ...

Adam lässt sich überreden, zumindest die Show anzusehen. Das macht es für ihn aber auch nicht besser.

Als ein Stripper ausfällt, springt er ein ... und kommt bei den Frauen gut an. Er entschliesst sich, auf das Angebot von ...

... Club-Besitzer Dallas anzunehmen und heuert an ...

... doch zunächst muss er beim Chef Unterricht im Fach Strippen nehmen.

Alles scheint gut zu funktionieren. Neben Adam ist nach wie vor Magic Mike der wichtigste Act in der Truppe. Doch Mike will mehr Anteile. Wer wird gewinnen?

Filmkritik: Magic Mike

Spätestens seit «Full Monty – Ganz oder gar nicht» sind strippende Männer auf der Kino-Leinwand gesellschaftsfähig. Im Unterschied dazu können sich beim neuen Film «Magic Mike – Die ganze Nacht» die Frauen aber freuen: Die Typen sind allesamt echte Hingucker – einschliesslich Womanizer Matthew McConaughey.

 

Mit 18 hatte Channing Tatum einen schlecht bezahlten Job und rutschte irgendwie in die Welt der männlichen Stripper hinein. Seine Erfahrungen erzählte er Regisseur Steven Soderbergh, der sofort hellhörig wurde und den Schauspieler darum bat, eine Art Drehbuch darüber zu schreiben.

Dieses bildet die Grundlage für den amerikanischen Kinofilm «Magic Mike – Die ganze Nacht». Hier kommt das Landei Adam zu seiner älteren Schwester Brooke in die Grossstadt und sucht Arbeit. Bei einem Tagelöhnerjob als Dachdecker trifft er Mike, der ihn abends in einen Club mitnimmt. Dort muss der 19-Jährige feststellen, dass Mike vor kreischenden Frauen sich als Feuerwehrmann oder Hiphoptänzer nach und nach seiner Klamotten entledigt.

Nach dem er sich zunächst von – seiner Meinung nach – dieser Art des peinlichen Körperbeschaus abgestossen fühlt, wird Adam auf Grund eines Zufalls auf die Bühne gestossen. Mit seiner ungelenken Art landet er sofort beim weiblichen Publikum und erhält jede Menge Dollarnoten in seine Unterhose gestopft.

Dass der «Novize» ankommt, fällt dem Club-Manager Dallas auf. Er engagiert den jungen Mann, der nun zu viel Geld kommt und sein neues Leben in vollen Zügen geniesst – einschliesslich Drogen, Alkohol, Frauen. Inzwischen hat Mike aber Adams Schwester Brooke versprochen, auf ihn aufzupassen ... Bei wilden Partys versagt er und Adam gerät zugedröhnt bei seiner Schwester. Brooke bricht daraufhin mit Mike, obwohl sich zwischen beiden eine Romanze anzubahnen schien.

Als Dallas entscheidet, einen grösseren Club in Miami zu eröffnen, muss sich Mike entscheiden, ob er nochmals das grosse Geld machen oder aus dem Stripper-Business aussteigen soll. Und das tun, was er schon immer machen wollte: das Schreinern von massangefertigten Designer-Möbeln.

Soderbergh’s Film ist keine Komödie, aber auch keine Tragödie, beinahe manchmal schon ein dokumentarfilmartiges Porträt eines Geschäfts, in das man als Normalsterblicher keinen Einblick hat. Zwar sind die jungen Männer allesamt optische Leckerbissen und man hätte sie wie in einer Hochglanz-Produktion präsentieren können. Aber der Regisseur taucht den gesamten Streifen in einen seit Instagram bekannten und in Mode gekommenen Antik-Braun-Ton, der zwar auch auf eine gewisse Weise verklärt, aber damit auch gleichzeitig Vergänglichkeit zeigt. In «Magic Mike» werden auch die hässlichen Seiten gezeigt: Das harte Business lässt sich auf Dauer nur mit Drogenexzessen ertragen – und eine normale Beziehung zu einer Frau aufzubauen, scheint sowieso unmöglich.

Hervorzuheben ist neben der Schauspielleistung von eben diesem Channing Tatum, der die Rolle als smarter Stripper Mike mit Bravour und einem enormen Körpereinsatz spielt, natürlich Matthew McConaughey. Für einmal ist er nicht der smarte Frauenversteher seichter Liebeskomödien. McConaughey zeigt Mut zum Widerlichen und verkörpert den Club-Besitzer Dallas mit einer perfekten Mischung aus Skrupellosigkeit und Egoismus – und das in bauchfreiem gelbem Muskelshirt und schwarzen Hot Pants.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film, der Einblicke in ein Tabu-Geschäft bietet, jedoch nicht ins comedy-hafte abdriftet. Ein Film, der auch nicht die Schattenseiten der vermeintlich fröhlichen und unbeschwerten Welt der eigentlich gutaussehenden und muskulösen Stripper verschweigt.

Im Kino:
Seit 22.08.2012 in der Deutschschweiz

Regie:
Steven Soderbergh

Darsteller:
Mike: Channing Tatum
Adam: Alex Pettyfer
Dallas: Matthew McConaughey
Lucius Brooke: Cody Horn

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Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Mittwoch 29.08.2012, 16:06 Uhr

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