So gesehen hat es auch seine Nachteile, dass das Büro jetzt im Internet stattfindet.

Office überall

Microsoft ermöglicht es mit dem «Office 365», das elektronische Büro ins Netz zu verlegen und von überallher zu arbeiten. Was das bringt und was das kostet.

Ein Büro, das war einmal ein Raum mit Schreibtisch und Stuhl, Aktenordnern, Gummibaum und Vorzimmer mit Sekretärin und Kaffeemaschine. Davon übrig geblieben sind heute nur noch Gummibaum und Kaffeemaschine. «Das» Büro gibt es nicht mehr – immer häufiger ist der Arbeitsplatz da, wo man sich gerade aufhält. Im Zug, zu Hause, in den Ferien, am Strand. Möglich ist das, weil der ganze Rest, also Schreibtisch, Aktenordner und Sekretärin, sich heute im Internet befinden. Das bedeutet konkret, dass man vor Ort lediglich über einen Webbrowser und eine Internetverbindung verfügen muss. Programme, Speicher, ja sogar Telefondienste befinden sich online.

Herausgefordert von Google und einer ganzen Reihe kleinerer Anbieter, hat Microsoft vor einem Jahr ein solches Internet-Office auf den Markt gebracht. Mittlerweile ist die Lösung ausgereift. «Office 365» heisst das Produkt. Es besteht im Wesentlichen aus vier Elementen, die je nach Version (und Preis) unterschiedlich ausgefeilt ausfallen.

Die eigentlichen Office-Programme, also die Programme zum Schreiben, für Tabellenkalkulation und Präsentationen, werden durch Web-Apps ersetzt, die in jedem Browser laufen. Statt auf der eigenen Festplatte wird das Dokument auf einem Speicher im Internet abgelegt. Da kann es später von einem beliebigen anderen Computer aufgerufen und weiterverarbeitet werden. Einzelne Dokumente können auch gleichzeitig von mehreren Personen bearbeitet werden.

So weit, so gut: Das können heute einige Programme. Darüber hinaus bietet Office 365 die Möglichkeit, gleich online Konferenzen und Besprechungen durchzuführen und dabei auch auf die Dokumente zuzugreifen, die man vorher erstellt hat. Eine Onlinebesprechung kann sich in ein paar Kurznachrichten erschöpfen, die im abgesicherten, elektronischen Büro ausgetauscht werden. Sie kann aber auch zur veritablen Videokonferenz werden, bei der sich die Teilnehmer sehen und Dokumente gleich auch austauschen können.

Damit wird das Office ganz eigentlich zu dem, was das Wort bedeutet: zum Büro. Also zu dem Raum, in dem Büroarbeiten erledigt werden, gemeinsam mit Mitarbeitern. Allerdings ist der Raum ein elektronischer und die Mitarbeiter können sich in der realen Welt auf der anderen Seite der Welt befinden. Office 365 gibt es in einer ganzen Reihe von unterschiedlichen Konstellationen und Konfigurationen, ab Fr. 6.50 im Monat.

Erhältlich bei Interdiscount

Onlineoffice mit Windows Live

Microsofts Office 365 ist ein professionelles Online-Produkt – Software zum Mieten, und entsprechend kostenpflichtig. An der schönen, neuen Office-Welt kann man jedoch auch kostenlos schnuppern, und zwar über Windows Live. Einzige Voraussetzung dafür ist ein (kostenloses) E-Mail-Konto bei Microsofts Webmaildienst Hotmail. Einmal eingeloggt, lassen sich per Webbrowser die Office Live Web Apps von Microsoft nutzen. Als Apps stehen Word, Excel und Powerpoint zur Verfügung. Die Apps funktionieren in allen neuen Browsern, übrigens nicht nur auf Windows-Rechnern, sondern auch auf einem Mac. Der Zugriff auf die Apps erfolgt über den Menüpunkt «Office» in der Menüleiste von Windows Live. Mit den Office-Apps lassen sich Dateien bearbeiten wie im Office 365. Einzig die Optionen für die Onlinezusammenarbeit in Arbeitsgruppen lassen sich so nicht testen.

Mehr Informationen auf der Internetseite von Hotmail

Office HD

Auch ohne Office im Internet kommt man häufig in die Lage, unterwegs ein Office-Dokument nicht nur ansehen, sondern auch bearbeiten zu müssen. So ohne Weiteres ist das mit einem iPad nicht möglich: Es braucht dazu eine App. Microsoft selbst bietet keine Office-App für das iPad, man muss also auf Drittanbieter ausweichen. Beste Noten erhält die App Office2 HD von Byte Squared. Die App ermöglicht es, Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien direkt auf dem iPad zu bearbeiten. Die Dateien lassen sich dabei aus einem E-Mail heraus oder ab einem Onlinespeicher wie Dropbox oder iCloud öffnen. Die bearbeiteten Dokumente können gespeichert oder verschickt werden – sie unterscheiden sich in nichts von einem normalen Office-Dokument.

iPad, Fr. 8.–

HP Ultrabook

Ein Notebook ist ein tragbarer Computer von der Grösse eines Notizblocks. Daher der Name. Zugegeben: Manchmal sind die Geräte für einen Notizblock sehr dick und schwer. Deshalb gibt es seit einiger Zeit eine neue Notebook-Kategorie namens Ultrabooks. Es handelt sich dabei um sogenannt ultraportable Notebooks. Eigentlich sind das also Notebooks, die ihren Namen verdienen: kleine Gerätchen, die in jeder Tasche Platz finden und sich zum Notizen- nehmen gut eignen. Normalerweise haben Ultrabooks entsprechend kleine Bildschirme: Die Norm sind Diagonalen von 11 bis 13 Zoll, also 28 bis 33 Zentimeter.

HP bringt jetzt ein Ultrabook auf den Markt, das mit einem 15 Zoll grossen Bildschirm ausgestattet ist, also 38 Zentimeter. Das Hewlett Packard Envy 6-1075ez arbeitet mit einem Prozessor von Intel vom Typ Core i5-3317U. Es ist mit dem Betriebssystem Windows 7 Home Premium ausgestattet und verfügt über 6 GB Arbeitsspeicher. Die eingebaute Festplatte bietet 500 GB Speicherplatz. Vor allem aber wiegt das Ultrabook nur gerade 2,2 Kilogramm. Immer noch mehr als ein richtiger Notizblock – dafür kann es ja auch ein bisschen mehr.

Preis: Fr. 999.–

Erhältlich bei Fust

Kommentare (0)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
Corris, Ferdinando Godenzi, zVg
Veröffentlicht:
Montag 03.09.2012, 13:28 Uhr

Weiterempfehlen:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?