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Filmkritik: The Cabin in the Woods

Ein Wochenende in einem einsam gelegenen Haus im Nirgendwo. Was nach Abenteuerromantik klingt, wird jäh zum Albtraum fünf junger Studenten. Im Horrorfilm «The Cabin in the Woods» überschlagen sich die Ereignisse und der Wochenendausflug wird zum blutigen Überlebenskampf mit einigen Überraschungen.

 

Fünf Studenten planen, ihr Wochenende in einem abgelegenen Ferienhaus zu verbringen. Curt der Sportliche (Chris Hemsworth), seine blondierte Freundin Jules (Anna Hutchison), deren Mitbewohnerin Dana (Kristen Connolly), Holden der schüchterne Denker (Jesse Williams) und Marty der kiffende Nerd (Fran Kranz).

Bereits auf dem Weg zum Ferienhaus, das seit Kurzem im Besitz von Curts Cousin ist, begegnen die fünf Freunde einem seltsam wirkenden Tankstellenbesitzer, der ihnen gruselige Hinweise auf das Bevorstehende zu geben versucht.

Bei der Waldhütte angekommen, macht sich die erste Ernüchterung breit. Die Hütte ähnelt einer heruntergekommenen Behausung, die höchstens von Spinnen und Kriechtieren bewohnt wird. Knarrende Türen, skurrile Gemälde und knarzende Fussböden erwarten die Gäste, die sich nach dem ersten Schock erstmals ein Bad im nahegelegenen See gönnen.

Abends beim Spiel «Truth or Dare», zu deutsch Wahrheit oder Pflicht, springt plötzlich eine Falltüre auf, die in den Keller führt. Dana, die sich aufgrund der Provokationen von Curt für die Pflicht entschieden hatte, muss als erste in den Keller hinabsteigen und stösst auf ein merkwürdiges Tagebuch. Die Anderen sind Dana gefolgt und auch sie finden skurrile Gegenstände im voll gemüllten Untergeschoss. Als Dana aus dem Tagebuch der einstigen Besitzer einen Satz auf lateinisch vorliest, nimmt der Horror seinen Lauf. Was die fünf nicht ahnen: Sie werden die ganze Zeit von zwei Wissenschaftlern beobachtet, die massgeblich das Schicksal der jungen Studenten manipulieren.

Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass der spontane Kurztrip ein inszeniertes Ritual der beiden Wissenschaftler ist, die einer regierungsähnlichen Behörde zugehören, die weltweit solche Zeremonien mit jeweils mindestens fünf jungen Menschen durchführt. Diese Rituale sollen die «alten Götter» dadurch beruhigen, dass ihnen diese fünf Jungen Menschen als Opfer gebracht werden. Da die restlichen Rituale durch die Teilnehmer vereitelt werden und scheitern, steht die Behörde unter Druck, die Gruppe im Ferienhaus zu opfern. Misslingt auch dies, werden sich die Götter erheben und die Welt, wie wir sie kennen für immer verändern. Ob ihnen das gelingt, oder ob die Menschheit eine komplette Wandlung erfährt, soll hier nicht vorweggenommen werden.

Fazit: Was anfängt als Horror-Film mit teilweise witzigen Anekdoten, wird je länger je mehr zur Farce. Der Film driftet vor allem im letzten Drittel immer mehr ins Lächerliche ab und erreicht mit Erscheinen der Direktorin (Sigourney Weaver) der erwähnten Behörde seinen geschmacklosen Höhepunkt. Für eingefleischte Fans des Horror-Genres ist dieser Film sicherlich sehenswert, da er mit Klischees und altbackenen Vorurteilen, die Horrorfilmen nachgesagt werden, spielt und gekonnt zwischen Horror und Komödie balanciert. Für Kinobesucher, die eine dünne Haut haben, wenn es um blutrünstige Monster, Zombies und Dämonen geht, ist dieser Film nur bedingt empfehlenswert.

Im Kino:
Ab 06.09.2012 in der Deutschschweiz

Regie:
Drew Goddard

Darsteller:
Dana: Kristen Connolly
Curt: Chris Hemsworth
Jules: Anna Hutchison
Holden: Jesse Williams
Marty: Fran Kranz
Sitterson: Richard Jenkins

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Patric Bärtschi

Online-Redaktor / Mediamatiker

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Mittwoch 05.09.2012, 15:50 Uhr

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