Der Google Übersetzer (l.) übersetzt Wort für Wort und daher etwas holprig, der Klassiker Leo bietet kostenlose Wörterbücher.

Lernen 2.0

Fremdsprachen sind wichtig. Leider muss man dazu viele Wörter lernen. Gut gemachte Apps machen es heute einfach, rasch ein unbekanntes Wort nachzuschlagen und auf intelligente Art und Weise Wörter zu büffeln.

Im Roman «Per Anhalter durch die Galaxis» führt sich der Held Arthur Dent einen Babelfisch ins Ohr ein. Danach kann er alle Sprachen der Galaxie verstehen, selbst Vogonisch. In der Realität gibt es solche Übersetzer nicht. Oder noch nicht. Es gibt aber Apps, die einem auf Reisen recht gut davor bewahren, bei der Bestellung im Restaurant grössere Fehler zu begehen. Den Apps ist aber (wie den meisten Übersetzungshilfen) gemeinsam, dass es sich im Wesentlichen um Wörterbücher handelt.

Leo

Unter Internetbenutzern seit Jahren eine feste Grösse ist das Münchner Angebot Leo. Es bietet im Internet kostenlose Wörterbücher für Deutsch und Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch und Russisch an. Diese Wörterbücher lassen sich auch mit einer einfachen, kostenlosen App abrufen. Man wählt dabei zuerst das gewünschte Wörterbuch und gibt dann im Suchfeld das gesuchte Wort ein, egal, ob deutsch oder fremdsprachig. Leo gibt zum Teil sehr viele mögliche Übersetzungen aus. Das ist gut, wenn man sich in einer Sprache schon etwas auskennt. Wer eine Sprache dagegen lernen will, ist durch die vielen Möglichkeiten manchmal auch überfordert.

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Google Übersetzer

Dem Traum vom Babelfisch versucht Google mit ihrem Übersetzer nahe zu kommen. Ursprünglich hiess das Angebot auch so. Der Dienst funktioniert per Internet und in der App gleich: Man gibt einen Satz in ein Feld ein, wählt die gewünschte Zielsprache und Google übersetzt. Allerdings sind die Übersetzungen nur bedingt brauchbar, weil Google Wort für Wort übersetzt. Nützlich ist das Tool, wenn man einen fremdsprachigen Satz nicht versteht. Mit etwas Fantasie hilft die Rohübersetzung von Google sicher. Vorsicht ist beim umgekehrten Vorgehen geboten: Es kann gut sein, dass sich der Kellner in Frankreich oder Spanien kringelt vor Lachen, wenn man ihm den Satz vom Handy vorliest.


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Larousse Französisch–Deutsch

Wer den kostenlosen und offenen Internetdiensten nicht ganz vertraut, greift am besten zu einer der klassischen Wörterbuchmarken. Zum Beispiel zu Larousse: Der französische Anbieter hat ein gut gemachtes Wörterbuch Deutsch–Französisch im Programm. Das Wörterbuch bietet zu jedem Wort nicht nur eine gute Übersicht zu Übersetzung und Verwendung des Wortes, sondern gleich auch Aussprachebeispiele. Damit hilft das Wörterbuch in der Praxis, den Wortschatz auszubauen.

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Pons Vokabeltrainer

Natürlich wäre es schön, wenn man sich die Wörter, die mannachschlägt, auch merken könnte. Genau dabei hilft der Pons Vokabeltrainer. Die App sammelt nämlich die Wörter, die man im Onlinewörterbuch von Pons nachschlägt. Das Nachschlagen erfolgt direkt aus der App heraus. Um die Wörter in den Trainer zu übernehmen, muss man sie nur antippen. Mit der App kann man die Vokabeln in einer Pause unterwegs oder natürlich auch zu Hause mit unterschiedlichen Methoden und Spielen lernen. Der Trainer lässt sich bei Bedarf auch von Hand um beliebige Vokabeln erweitern.

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iVocabulary

Wer sich ganz auf das Lernen von Vokabeln konzentrieren will und also mehr eine elektronische Alternative zum Lernen mit Vokabelkärtchen sucht als ein Nachschlageprogramm, der ist mit iVocabulary gut bedient. Das Programm kann einen vordefinierten Wortschatz laden oder auch auf selbst erstellte Begrifflisten zurückgreifen. Es eignet sich deshalb ebenso fürs Wörtchenlernen wie für das Büffeln von Formeln, Definitionen, Fachbegriffen oder anderen Lernstoffen. iVocabulary gibt es auch als App für den Mac, da lassen sich die eigenen Listen denn auch bequem definieren.
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Der Tipp: Wikipedia als Übersetzer

Manchmal ist es schwierig, in einem Wörterbuch die richtige Übersetzung für eine ganz bestimmte Verwendung eines Worts zu finden. Oder ein ganz bestimmtes Fachwort korrekt in einer anderen Sprache zu kennen. Oder zu wissen, wie man das Wort anwendet. Manchmal kann in diesen Fällen Wikipedia helfen. Das Onlinelexikon ist bekanntlich in vielen Sprachen verfügbar.

Die meisten Einträge hat es auf Deutsch und Englisch, aber auch Französisch, Spanisch und Italienisch sind nicht schlecht ausgestattet. Wenn man einen Begriff auf Deutsch nachschlägt, zeigt Wikipedia links unten, in welchen anderen Sprachen der Eintrag auch noch verfügbar ist. Auf die gewünschte Sprache klicken und – voilà: Das Fachwort ist übersetzt und Wikipedia zeigt erst noch, wie man es richtig verwendet. Manchmal sind in einem Schaubild sogar weitere Begriffe zu sehen. Auf diese Weise lässt sich der Wortschatz rasch vergrössern.

Google Map ohne App

iPhone-Anwender, welche auf das neue iOS6 wechseln, haben ein Problem: Die Map-Anwendung von Apple ist fehlerhaft. Apple-Chef Tim Cook hat baldige Besserung gelobt und empfohlen, auf die Konkurrenz auszuweichen. Das Problem ist nur: Die Google Map ist nicht mehr als App verfügbar. Was tun? Die Google Map lässt sich auch über den Browser nutzen. Dazu rufen Sie im Browser des iPhones die Adresse maps.google.ch auf. Über den gewinkelten Pfeil am oberen Rand des Displays gelangen Sie zur Funktion Routenplaner. Wenn Sie auf das Pfeilsymbol ganz unten in der Menüleiste des iPhones tippen, dann die Option «Zum Home-Bildschirm» auswählen, fügt das iPhone einen Link auf diese Website auf den Home-Bildschirm, der aussieht wie eine ganz normale App und sich auch fast so verhält wie die gute, alte Google Map.

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Samsung Galaxy Note II

Vielen Menschen sind sowohl Tablet-Computer als auch iPad zu gross: Sie sind fast so gross wie ein Computer, bieten aber doch nicht ganz dessen Möglichkeiten. Und normale Smartphones sind zu klein, wenigstens dann, wenn es ums Surfen geht. Samsung hat vor einem Jahr mit dem Galaxy Note ein Mittelding zwischen Smartphone und Tablet auf den Markt gebracht: Über zehn Millionen Geräte hat Samsung abgesetzt. Jetzt bringt die Firma mit der Version II eine Neuauflage des Maxi-Smartphones. Das Telefon (wenn man es noch so nennen darf) ist 80,5 × 151,1 × 9,4 Millimeter gross und 182,5 Gramm schwer. Der Bildschirm ist noch etwas grösser als der des Vorgängers: 5,5 Zoll misst er in der Diagonale, das sind 14 Zentimeter. Auf diese Fläche bringt Samsung 1280 × 720 Bildpunkte unter. Das Galaxy Note wird mit einem Stift bedient: Mit ihm tippt man Schaltflächen oder Links an und schreibt handschriftlich Texte. Das Telefon wandelt die Handschrift in Buchstaben um. Das Gerät ist mit 16, 32 oder 64 GB Speicher lieferbar und verfügt über 2 GB Arbeitsspeicher. Es ist mit einer Kamera ausgerüstet, die über eine Auflösung von 8 Megapixeln verfügt. Die Preise variieren je nach Vertrag und Ausstattung.

Ohne Vertrag ab 600 Franken.

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Matthias Zehnder

Ehemaliger Chefredaktor

Foto:
zVg
Veröffentlicht:
Montag 01.10.2012, 16:37 Uhr

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