Filmkritik: Kyss Mig

Mia und Frida – eine Geschichte über die Liebe und deren Auswirkungen.

Auf ihrem Anwesen in feiern Lasse und Elizabeth Verlobung. Zum ersten Mal treffen sich hier ihre erwachsenen Töchter Mia und Frida aus vorherigen Beziehungen. Lasses Tochter Mia hat selbst grosse Nachrichten, sie hat sich ebenfalls mit ihrem Freund Tim verlobt. Dies hat jedoch keine grosse Auswirkungen auf die Gefühle, die Frida für Mia entwickelt. Die bekennende Lesbe verguckt sich auf den ersten Blick in die kalt wirkende Mia.

Auf einem Ausflug zum Ferienhaus von Fridas Mutter finden sich die zwei Frauen alleine in der wilden und rauhen Schönheit der Schwedischen Abgeschiedenheit. Dort taut Mia auf und ergibt sich der Anziehung, die auch Frida auf sie ausstrahlt.

Zurück im alltäglichen Leben will Mia aber nichts mehr von ihren Gefühlen wissen und versucht ihr Leben weiterzuleben. Doch so einfach lassen sich diese nicht beiseite schieben. Auch Frida muss sich entscheiden, denn sie lebt seit längerem in einer festen Beziehung. Frida öffnet sich ihrer Mutter, die es Lasse (Mias Vater) erzählt. Obwohl dieser Fridas Homosexualität akzeptiert, hat er Mühe zu glauben, dass seine eigene Tochter lesbisch sein könnte. Was wiederum Elizabeth verletzt. Und so zieht die Affäre immer weitere Kreise. Wie werden sich Frida und Mia entscheiden?

Wer nun glaubt, dies sei einfach ein weitere Film um das Thema Hetero-/Homosexualität, der hat weit gefehlt. Im Endeffekt geht es um Entscheidungen die man trifft und um deren Auswirkungen und natürlich um das alt Herz-oder-Kopf-Drama. Verpackt ist die Geschichte in wunderschöne stimmige Bilder, durchdachte Tonuntermalungen und überraschende Kamerawinkel. Die Kameraeinstellung scheint immer ein bisschen zu nahe an den Akteuren zu sein und dennoch nicht aufdringlich. Dadurch lässt sie dem Zuschauer keine Möglichkeit, sich zu distanzieren – genauso wenig wie sich Mia und Frida vor ihren Gefühlen zueinander distanzieren können. Flucht ist in diesem Film keine Option, weder für die Zuschauer noch für die Akteure. Und wie brilliant diese sind! Ruth Vega Fernandez (Mia) und Liv Mjönes (Frida) sorgen dafür, dass es nie kitschig, nie unglaubwürdig wird und auch die Nebendarsteller überzeugen in ihren Rollen.

Kritikpunkt:

Wenn man jetzt unbedingt etwas suchen müsste, dann könnte man den Film vielleicht ein bisschen aber nur ein gaaaanz bisschen kitschig finden. Aber eigentlich hat gibt’s hier nichts zu kritisieren. Sind Sie anderer Meinung, dann bitte die Kommentarfunktion benutzen!

 

Regie: Alexandra –Therese Keining

Drehbuch: Alexandra-Therese Keining

Produzentin: Josefine Tengblad

Produktion: LeBox Produktion AB

Kinostart: Jetzt im Kino

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 05.10.2012, 17:28 Uhr

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