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Filmkritik: Skyfall

Mit Spannung wird er erwartet, der neue James-Bond-Film «Skyfall». Die Macher haben keine Mühen gescheut, den Film so geheim wie möglich zu halten. Wir durften Ihn bereits sehen, aber keine Angst, zuviel wir hier nicht verraten …

 

Prolog:

Es war eine besondere Vorführung, die die Journalisten diese Woche geniessen durften. Zum einen weil zur Vorpremiere vom neuen James Bond «Skyfall» geladen wurde. Zum anderen weil man die Schreiberlinge für einmal an der Kinokasse von den netten Herren der Securitas empfangen wurden. «Aufnahmefähige Natels? Ja? Dann bitte hier abgeben. Darf ich noch ihre Tasche durchsuchen und ihren Mantel abtasten, bitte?» Man kam sich vor wie im falschen Film.

Auch im Kinosaal selbst waren die netten Herren mit den blauen Perets präsent und hielten Ausschau (mit Nachtsichtgerät!) nach eventuellen illegalen Filmern. Aber klar, wenn man nicht will dass schon vor dem offiziellen Filmstart illegale Filmkopien im Internet kursieren, dann muss man heutzutage auf der Hut sein. Stellen diese doch eine grosse Bedrohung für die Institution Kino dar. Nachdem sich nun die Securitas soviel Mühe mit der Geheimhaltung gegeben haben, soll denn auch hier nicht zuviel verraten werden. Nur soviel …

Die Message

Nicht nur das Kino hat mit neuen Technologien zu kämpfen, auch Bond muss sich in Skyfall damit herumschlagen. Nicht dass Bond etwas gegen neue Technologien hätte, man denke nur an all die explodierenden Kugelschreiber und die ausgetüftelten Mehrzweckautos, nein, in diesem Bond stellt sich die Frage, ob das Agententum an sich noch nützlich ist. Können Bond und Co in dieser neuen, modernen Welt die Sicherheit noch gewährleisten oder sind sie selbst zum Sicherheitsrisiko geworden?

Und so kämpfen Bond und der ganze MI6 für einmal nicht nur gegen böse Schurken sondern auch um ihre Existenzberechtigung. Die alte Intelligenz gegen die Neue sozusagen. Dieser Kampf der Generationen wird im Film denn auch mehr als bis zur Genüge ausgeschlachtet: Neue Agenten gegen alte, Waffen gegen Computer, alte Waffen gegen neue Waffen, neue Führungskräfte gegen alte uuuund so weiter. Stellenweise wirkt es schon fast ein bisschen redundant.

Der Bond

Ehrlich gesagt, Bond sah nie müder und lädierter aus als in Skyfall – auch Daniel Craig nicht. Am liebsten möchte man ihn nach hause nehmen und aufpäppeln. Doch eigentlich  steht diese Ausgelaugtheit Daniel Craig als Bond gar nicht so schlecht – wurde er doch oft genug dafür kritisiert einen unnahbares Muskelpaket statt einem charmanten James Bond zu sein. Naja charmant ist er immer noch nicht ganz, aber auf alle Fälle viel sympathischer und nahbarer, mehr Charakter. Auf alle Fälle der beste Bondauftritt von Craig bisher.

Der Bösewicht

Javier Bardem spielt Raoul Silva, den Bösewicht. Lassen Sie diesen Fakt in ihrem Hirn zergehen … und was fühlen Sie? Passt perfekt oder nicht? Man kann sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass jemand das nicht gut finden könnte. Hat glaub ich auch niemand – muss man auch nicht, denn er ist wie Fondue im Winter – ideal!

Das Bondgirl

Offiziell soll ja Bérénice Marlohe alias Séverine das Bondgirl sein, doch dass wahre Bondgirl in «Skyfall» ist Judi Dench alias M – bloody sure.

Fazit

Wenn man den Film schaut und die Diskussionen um James Bond und MI6 und Spionage usw. verfolgt, dann liegt der Schluss nahe, dass das auch eine Reflektion der Gedanken ist, mit denen sich die Macher zum 50 Jahre Bond Jubiläum beschäftigt haben. Sprich was die Figur James Bond ausmacht und wie sie noch in die heutige Filmlandschaft passt. Gerade im Vergleich zu den letzten Bond-Filmen ist es auch wieder eine Besinnung auf alte Werte, nach dem man sich vielleicht zu sehr von anderen Strömungen hat beeinflussen lassen. Und ja, es funktioniert, denn «sometimes the old ways are the best» ganz besonders wenn sie mit den neuen Werten zusammenarbeiten und sich ein Gleichgewicht entwickelt

Kinostart
ab 01. November

Director:
Sam Mendes

Drehbuch:
Neal Purvis, Robert Wade und John Logan

Cast:

Daniel Craig

James Bond

Judi Dench

M

 

 

Javier Bardem

Silva

 

Ralph Fiennes

Gareth Mallory

 

Naomie Harris

Eve Moneypenny

 

Bérénice Lim Marlohe

Severine

 

Albert Finney

Kincade

 

Ben Whishaw

Q

 

Rory Kinnear

Tanner

 

Ola Rapace

Patrice

 

Helen McCrory

Clair Dowar MP

 

 

Nicholas Woodeson

Doctor Hall

 

Dauer
143 Min.



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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 26.10.2012, 16:35 Uhr

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