Bio-Beef Jerky ist Bissen für Bissen ein Genuss: gosses Indianer-Ehrenwort!

Bio-Beef Jerky: Old Shatterhands Trockenfleisch

Hielten Sie Karl Mays Erzählungen auch immer für bare Münze? Also das mit dem Trockenfleisch stimmt im Fall ganz sicher nicht!

Die Welt im Dorf war so lange in Ordnung, wie wir in der Schulbibliothek so erbauliche Literatur wie «Heidi kann brauchen, was es gelernt hat» oder «Mein liebes Pony» ausleihen durften. Dann kam irgendjemand auf die glorreiche Idee, Karl-May-Bücher anzuschaffen. Das schlug ein wie ein Indianerüberfall auf einen friedlich dahinziehenden und gänzlich ahnungslosen Siedlertreck.

Fortan kam die Dorfjugend mit rot geränderten Augen zur Schule. Elterliches Lampenausdrehen nützte nichts, der Besitzer des Dorfladens kam zeitweise gar nicht mehr nach mit dem Bestellen von Taschenlampen-Batterien. Einige hantierten gar mit Kerzenlicht. Und natürlich wurde in allen Details nachgespielt, was Winnetou und Old Shatterhand uns vorlebten.

Das bekam nicht allen gut: Ich sah aus wie ein gestochenes Schwein, nachdem ich mithilfe eines Metzgermessers mit Gion-Gieri Blutsbrüderschaft geschlossen hatte. Seine Schwester Madlaina «vergassen» wir mal an einem eisigen Herbstabend am Marterpfahl. Der grosse Manitu in der Person von Madlainas Mutter liess es donnern, dass uns Hören und Sehen verging. Und natürlich war es Gion-Gieri, der die Idee hatte, Pemmikan zu machen. Für all die, die ihren Karl May nicht mehr in- und auswendig kennen: Pemmikan ist eine Art Trockenfleisch und diente den Indianern als Reiseproviant und Notvorrat.

Für alle, die ihren Gion-Gieri nicht mehr intus haben: Sein Vater war Metzger und somit hatten wir keine grossen Fleischnachschub-Probleme. Doch der Teufel steckt im Detail. Wie genau macht man Pemmikan? Gion-Gieri wurde in «Winnetou III» fündig. «Dünne Bison-Scheiben trocknen, mit Talg und Knochenmarkfett vermischen – fertig», sagte mein Freund. Ausser, dass wir statt Bison- Rindfleisch nahmen, hielten wir uns ans Rezept. Doch entweder hatte Karl May keine Ahnung oder wir hatten etwas missverstanden. Auf jeden Fall stank unser Pemmikan so bestialisch, dass nicht einmal der ausgemergelte Köter des alten Cahenzli das Zeug frass. Aber was ein Indianer ist, gibt nicht so schnell auf: Wir schnitten schönes Fleisch in Streifen und hängten es im Wald in den Wind. So fette Marder gab es vor- und nachher in unserem Dorf nie mehr.

Einmal «borgten» wir uns sogar ein Pferd aus und legten zwei Entrecôtes unter den Sattel. Das war nicht wirklich indianisch. Irgendeiner von uns hatte gelesen, dass Attilas Hunnen Fleisch so haltbar gemacht hätten. Vielleicht stimmt das auch. Aber unsere Entrecôtes hatten nach kurzer Zeit einen unschönen Stich ins Grün-Gelbliche. Cahenzlis Hund bemühten wir gar nicht erst. Mit einer simplen Bemerkung läutete meine Mutter kurz darauf ungewollt das Ende des Karl-May-Pemmikan-Wahns ein: «Nehmt doch Bündnerfleisch, das ist doch in etwa das Gleiche.» Winnetou und Bündnerfleisch! Zunächst geriet Gion-Gieris Ruf als Winnetou-Wiedergeburt ins Wanken und kurz darauf waren Karl Mays Geschichten für uns Geschichte. Vergessen. Neue Helden und das wahre Leben nahmen ihren Platz ein.

Bis eben vor einiger Zeit Gion-Gieri mit diesem Beef Jerky auftauchte. Wir kauten das würzige Rindfleisch, tranken einen oder zwei Schluck Veltliner dazu und schwelgten in Erinnerungen. So hatten wir uns Karl Mays Pemmikan immer vorgestellt. Genau so. Bei Manitu!

Einfach Beef Jerky mit Brot und etwas rohem Gemüse; am Liebsten unter freiem Himmel bei einem Lagerfeuer oder so … und alte Geschichten erzählen ...

Salsiccette

Und noch was zum Snacken – die Naturaplan-Salsiccette: Sie bestehen aus saftig-chüschtigem Rind- und Schweinefleisch und sind zum Rohessen geeignet. Jede Packung enthält vier Würste und passt in jeden Ski- und Wanderrucksack. Gewicht: 88 g, Preis: Fr. 5.50. Erhältlich nur in den grösseren Verkaufsstellen.

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Franz Bamert

Redaktor

Foto:
Ferdinando Godenzi
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Freitag 02.11.2012, 10:27 Uhr

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