Unterwegs den Fahrplan abfragen, Karten studieren oder einen Gruss nach Hause schicken: Die Smartphones machen es möglich.

Filmen wie die Profis – mit der Five-Shot-Regel

Hobbyfilmer können nicht viel falsch machen, wenn sie sich beim Videodreh an die Five-Shot-Regel halten. Wie die funktioniert, erklärt der deutsche Multimedia- und Fernseh-Dozent Kai Voigtländer.

Wer hat es nicht schon erlitten, dieses Schrecknis des sonntäglichen Familienlebens: Man wird ins Sofa genötigt und muss Onkel Walters wackelndes Urlaubsvideo betrachten. Oder den gerade fertig gewordenen Stundenfilm über die Hochzeit der Tochter. Ein unruhiger Gang. Wildes Hin- und Herschwenken, dazu ein nervöser Finger auf der Zoomwippe: So etwas schaut sich niemand gerne an. Dabei muss man nur ein paar einfache Regeln beachten und schon sieht das eigene Video ziemlich professionell aus.

Zuerst den Kopf einschalten. Dann die Kamera. Bevor man anfängt zu filmen, sollte man sich ein wenig umsehen. Und zwei Fragen beantworten:

Woher kommt das Licht?
Schöne Bilder bekommt, wer mit dem Licht dreht. Wer also Sonne oder Schreibtischlampe im Rücken hat. Dann ist das, was man dreht, gleichmässig beleuchtet. Filmt man Personen gegen die Lichtquelle, dann erscheinen sie nur als gesichtslose Schatten.

Was höre ich?
Vor dem Drehen auf störende Geräusche achten. Dudelt da im Hintergrund ein Radio? Donnern Lastwagen vorbei? Dann das Radio ausstellen lassen. Oder das Fenster schliessen.

Jetzt kann es losgehen. Filmen heisst allerdings nicht: Kamera an und pausenlos aufnehmen, um ja nichts zu verpassen. Filmen heisst: Bilder oder Einstellungen suchen. Eine Einstellung (im Englischen «shot» genannt) ist die kleinste Einheit des Films. Die Zeit zwischen dem An- und Ausschalten der Kamera.
Und was sollen sie zeigen? Diese Frage beantworten die Five Shots. Wer von jeder Situation, von jeder Szene diese fünf Einstellungen mitbringt, der hat auf jeden Fall genug Material für den Schnitt. Merken Sie sich fünf einfache W-Fragen:

1. Was?

Der Held meines Films soll etwas in sein Smartphone tippen. Dann gehe ich mit der Kamera so nah wie möglich auf seine Finger. Das Tippen drehe ich mindestens zehn Sekunden lang, ohne das Bild zu ändern oder die Kamera zu bewegen. Schon ist der erste Shot im Kasten.

2. Wer?

Der Zuschauer will wissen, wer da tippt. Also filme ich jetzt das Gesicht meines Helden. Auch das ziemlich nah, der Kopf kann sogar angeschnitten sein. Hauptsache, man sieht die Augen. Mindestens zehn Sekunden, Kamera ruhig. Zweiter Shot erledigt.

3. Wie?

Wie gehören Hand und Gesicht zusammen? Ich brauche ein Bild, das beides zeigt. Die einfachste Lösung: Über die Schulter des Helden das Smartphone und die Finger filmen. Nicht so nah wie die ersten beiden Einstellungen. Zehn Sekunden, keine Bewegung.

4. Wo?

Dieser Shot gibt räumliche Orientierung. Tippt mein Held in der Küche, an der Bushaltestelle, mitten im Wald? Jetzt gehe ich so weit weg vom Handy-Man, dass die Umgebung erkennbar ist. Zehn Sekunden, die Kamera: ruhig.

5. Wow!

Beim letzten Shot sind ungewöhnliche Perspektiven erlaubt: Senkrecht von oben, aus der Perspektive des Smartphones – Hauptsache, die Zuschauer werden aufmerksam. Zehn Sekunden. Mindestens. Kamera nicht bewegen. Und die ersten Five Shots sind abgedreht.

Natürlich ist das nicht das ganze Filmemachen. Natürlich darf und muss man viel mehr drehen. Aber die Five Shots liefern immer die Basics einer Szene. Und sie zwingen mich, Details aufzunehmen. Die braucht jeder Film.
Wenn Sie ausserdem nicht zoomen, keine wilden Schwenks machen und alles ein paar Mal üben, dann erleben Sie demnächst ein sonntägliches Familienwunder. Dann sitzen nämlich alle gebannt vor dem Fernseher – und wollen mehr sehen. Probieren Sie es aus! Es klappt. Garantiert!

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Text:
Kai Voigtländer
Foto:
Heiner H. Schmitt, Fotolia, zVg
Veröffentlicht:
Montag 03.12.2012, 12:45 Uhr

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