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Filmkritik: Der kleine Hobbit – Eine unerwartete Reise

Eigentlich will er doch nur seine Ruhe … Doch diese wird von Gandalf und den Zwergen gestört: Der kleine Hobbit Bilbo Beutlin soll mit auf eine lange Reise – und kämpfen.

 

Gleich vorneweg: Wer die monumentale Film-Trilogie «Der Herr der Ringe» liebt, ist auch mit dem neuem filmischen Meisterwerk von Peter Jackson bestens bedient.

Das Schicksal von Peter Jackson scheint auf geheimnisvolle Weise mit dem des Fantasy-Schriftstellers J.R.R. Tolkien zusammenzuhängen. Der neuseeländische Regisseur hat etliche Filme gemacht – aber können Sie sich vielleicht an einen erinnern? Ausser vielleicht King Kong hat der 51-jährige keine bekannten und erfolgreichen Streifen gedreht. Ausser, natürlich, die «Herr der Ringe»-Filme.

Nun also «Der kleine Hobbit». Dieser Film hat einen langen Weg hinter sich: Nach vielen Wirrungen und Irrungen der Produzenten und der Filmstudios hat Peter Jackson nun doch wieder das Regie-Zepter für die Verfilmung des kleinen Kinderbuchs «Der kleine Hobbit» von Tolkien in die Hand bekommen. Zum Glück. Denn wenn Peter Jackson etwas kann, dann ist es die filmische Umsetzung der märchenhaften Fantasien von J.R.R. Tolkien. Dieses Mal wird die Vorgeschichte der Herr-der-Ringe-Story behandelt, es handelt sich also um ein so genanntes Prequel.

Ich bin ehrlich: Ausser ein paar netten 3-D-Effekten (Brille nicht vergessen!) gibt es eigentlich nichts Neues. Aber ich muss auch anerkennend zugeben: Der faszinierende Stoff und die flüssige und schlüssige Erzählweise des Regisseurs überzeugen so sehr, dass man wie gebannt fast drei Stunden in seinem Kinosessel kleben bleibt.

Dieses Mal geht es um den kleinen Hobbit Bilbo Beutlin (überzeugend dargestellt von «Dr. Watson» Martin Freeman), der ungewollt vom Zauberer Gandalf (ebenfalls überragend – im wahrsten Sinn des Wortes: Ian McKellen) in ein grosses Abenteuer hineingezogen wird: Die Zwerge möchten ihre einstiges Königreich zurückerobern, das sich ein Drache einverleibt hat. Die dreizehn, meist eher dumpfen Zwerge, fragen sich anfangs, warum Gandalf den sperrigen Bilbo überhaupt dabei haben will, lernen ihn aber auf dem Verlauf der Reise und nach jedem neuen Abenteuer besser kennen und schätzen. Ganz nebenbei erfährt man ausserdem auch die Geschichte, wie der sagenumwobene Ring seinen Weg zu den Hobbits gefunden hat und welche Rolle dabei das zwiegespaltene Wesen Gollum dabei spielte.

Die einzige Frage, die am Ende bleibt, ist: Wie wird es Peter Jackson schaffen, den restlichen, doch eher dünnen Stoff des Buchs in zwei weitere Hobbits-Filme zu packen? Denn auch «Der kleine Hobbit» ist als epische Trilogie vorgesehen – die Buchvorlage weist jedoch gerade einmal 336 Seiten auf. Sicher ist: Die Kassen des Studios werden klingeln – sogar laut und hell.

Fazit: Alles in allem handelt es sich bei «Der kleine Hobbit» um eine schöne Geschichte – manchmal nervt zwar der doch etwas alberne Gesang, doch kann der Streifen für lange verregnete oder verschneite Winternachmittage empfohlen werden. Aber Achtung: Im Gegensatz zum Buch, das explizit als Kinderbuch geschrieben wurde, ist der Film auf Grund der Action- und Gewaltszenen nichts für die ganz Kleinen.

Kinostart
Jetzt in den Kinos

Regie
Peter Jackson

Drehbuch
Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro

Kamera
Andrew Lesnie

Schnitt
Jabez Olssen

Produktion
Carolynne Cunningham, Zane Weiner, Fran Walsh, Peter Jackson

Cast

  • Martin Freeman – Bilbo Beutlin (jung)
  • Ian Holm – Bilbo Beutlin (alt)
  • Ian McKellen – Gandalf
  • Richard Armitage – Throin Eichenschild
  • Ken Scott – Balin
  • Graham McTavish – Dwalin
  • John Callen – Oin
  • Peter Hambleton - Glóin
  • Aidan Turner - Kili
  • Dean O’Gorman - Fili
  • Cate Blanchett - Galadriel
  • Christopher Lee - Saruman der Weise
  • Frodo Beutlin - Elijah Wood
  • Andy Serkis - Gollum


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ZVG
Veröffentlicht:
Freitag 21.12.2012, 11:35 Uhr

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