Schöne, neue Fernsehwelt: gesehen an der Consumer Electronics Show 2013 in Las Vegas.

Digitales Fernsehen: Scharfe Zeiten

Das digitale TV-Zeitalter ist längst angebrochen. Seit Anfang dieses Jahres gibt es die scharfen Bilder sogar ohne Settop-Box.

Die Zeit unscharfer Bilder auf dem Fernsehgerät geht schnell und unaufhaltsam dem Ende entgegen. Digital-TV ist drauf und dran, dem herkömmlichen analogen Pendant den Rang abzulaufen. Kein Wunder, dass die Anbieter, darunter Swisscom, UPC Cablecom und Sunrise, sich einen erbitterten Kampf um die Kunden liefern. Doch wie sich schon in anderen Bereichen wie der Mobiltelefonie oder den Krankenkassen zeigte, sind die Konsumenten in der Schweiz nicht besonders wechselfreudig. Wer bei einem Anbieter gelandet ist, bleibt ihm oft lange treu. Es braucht also besondere Anreize für einen Wechsel.

Anfang des Jahres packte UPC Cablecom die ganz grosse Keule aus: Das Unternehmen sendet seitdem unverschlüsselte Digital-Signale und machte damit die von vielen ungeliebte Settop-Box überflüssig. Alle, die einen DVB-C-fähigen Fernseher besitzen, empfangen seitdem hoch- aufgelöste und superscharfe Bilder. Wer noch keinen Flachbildschirm besitzt, kann sich einen kostenlosen Umwandler bei UPC Cablecom besorgen. Mit dem neuen Horizon HD- Recorder, der neben Video on Demand auch TV-Aufnahmen sowie zeitversetztes Fernsehen ermöglicht, will das Unternehmen noch mehr Kunden ködern. Konkurrent Swisscom konterte umgehend. Jeder DSL-Internetkunde kann seit Kurzem gratis Digital-TV schauen. Von den über 60 gängigen TV-Programmen können die Abonnenten 24 in HD-Auflösung empfangen.

Auch die Gerätehersteller rüsten sich fürs superscharfe TV-Zeitalter. Wer bisher dachte, mit einem Full-HD-Gerät sei er auf dem Stand der Technik, ist auf dem Holzweg: Die neuste Generation bietet die vierfache Zahl an Bildpunkten. An der diesjährigen amerikanischen Consumermesse CES präsentierten gleich mehrere grosse Hersteller diese sogenannten 4K-Fernseher mit teilweise über zwei Metern Bildschirmdiagonale. Die Branche verspricht mehr Schärfe, Detailreichtum und eine plastischere Bildwirkung. Derzeit bietet allerdings keine Fernsehstation entsprechende Inhalte an, ein Gerät mit Full-HD-Auflösung reicht derzeit also vollkommen aus.

Die digitalen Abonnements gibt es separat oder in Kombination mit Telefon und Internet. Kombiangebote können sich rechnen: Bei UPC Cablecom beispielsweise kostet die Start-Combi 69 Franken, inbegriffen sind über 70 Sender (davon 23 HD), Internet mit 35 000 Kbit/s und am Wochenende Gratis-Telefonie in alle Schweizer Festnetze. Für 20 Franken mehr bekommt man 35 Sender zusätzlich, mehr als doppelt so schnelles Internet und die ganze Woche Gratis-Telefonie. Bei Swisscom gibts das Einsteiger-Paket Vivo Casa für 89 Franken. Hier telefoniert man ebenfalls gratis in alle Schweizer Netze, dazu gibts Internet mit 5000 Kbit/s und 110 TV-Sender, davon 29 in HD-Auflösung.

Das Sunrise-TV-Start-Set schliesslich kostet 95 Franken. Darin enthalten sind mehr als 200 Sender, davon 35 in HD, Internet mit 10 000 Kbit/s und Gratis-Telefonie. Wer das Angebot zusätzlich mit einem Mo-bilabo kombiniert, bekommt zudem zwei Jahre lang Teleclub gratis. Komplett gratis gibts daneben das digitale Fernsehen über DVB-T. Viele Fernsehgeräte besitzen einen solchen Empfänger und bringen damit die Sender von SRF kabellos ins Wohnzimmer.

Für den Computer, das Pad oder das Smartphone bietet der Handel DVB-T-Sticks, die einem USB-Stick ähneln. Mit einem solchen Empfänger wird das Notebook auch ohne WLAN zum mobilen HD-Fernseher.

Glossar

* DVB-C (Digital Video Broadcasting – Cable): Digitale Videoübertragung über Kabel
** DVB-T: (Digital Video Broadcasting – Terrestrial): Digitales terrestrisches Fernsehen
*** DSL: Digitaler Internet-Anschluss mit schneller Datenübertragung
**** Settop-Box: Separater Digitalempfänger

Buchstabensalat

Classic Words Free bringt Scrabble aufs Android-  Smartphone oder -Tablet. Das Game ist auch in der Gratis-Version voll spielfähig und in der deutschen Version wurde gar an die Umlaute gedacht. Die Spielstärke ist in sechs Levels unterteilt. Im Expertenmodus ist der Computer nur schwer zu bezwingen, er hat auf fast alles eine gute Antwort parat. Die genreüblichen Frustrationen wie haarsträubende Fantasieworte bleiben einem erspart: Alle gelegten Worte des Computers sind nicht nur korrekt, sie werden sogar auf dem Bildschirm erläutert. Den Spielern stehen sieben Sprachen zur Auswahl. Erhältlich im Google Playstore.

Systemkamera: Die Nikon 1 J3

Die Systemkamera Nikon 1 J3 verbindet Geschwindigkeit mit einem kompakten Design und ist damit eine Weiterentwicklung des Vorgängermodells J1. Nikon kann mit der 1 J3 mit dem kleinen Gehäuse, aber auch mit den Aussenoberflächen aus Aluminium punkten. Mit kurzer Auslöseverzögerung und der schnellen Serienbildaufnahme ist die Kamera jederzeit bereit, die entscheidenden Momente mit hochauflösenden Bildern oder mit Filmen in Full-HD aufzunehmen. Dank der Auflösung von 14,2 Megapixeln und hohen ISO-Werten von 160 bis 6400 gelingen Aufnahmen mit hoher Detailschärfe selbst bei schwachem Licht. Die Nikon 1 J3 ist in Kürze in den Farben White, Black, Silver, Red und Beige verfügbar. Im Standard-Kit mit dem 1 Nikkor 10–30-mm- Objektiv kostet die Nikon 1 J3 748 Franken, sie ist unter ande-
rem bei Interdiscount erhältlich.

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Text:
Michael Benzing
Foto:
Keystone, zVg
Veröffentlicht:
Montag 28.01.2013, 15:09 Uhr

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