Voller Saft und Kraft

Wie heissen Grapefruits auf Deutsch? Traubenfrucht oder auch Paradiesfrucht. Das zeigt: Sie sind etwas Besonderes.

Grapefruits Avocadosalat: Grapefriut filetieren, auf Avocadowürfel und Nüsslisalat anrichten, mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl würzen.

Grapefruits Avocadosalat: Grapefriut filetieren, auf Avocadowürfel und Nüsslisalat anrichten, mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl würzen.
Grapefruits Avocadosalat: Grapefriut filetieren, auf Avocadowürfel und Nüsslisalat anrichten, mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl würzen.

Zitrusfrüchte liegen heute wie selbstverständlich im Früchteregal, und dennoch – immer noch umgibt sie ein gewisser Hauch des Besonderen, schon allein, weil sie nur in wärmeren Gefilden wirklich gedeihen können. Einige von ihnen gibt es zwar schon seit mehreren Jahrhunderten auf europäischen Märkten, oftmals waren sie aber natürlich nur für die Gutbetuchten erschwinglich. Zitronen und Orangen waren sicher die ersten Zitrusfrüchte, die man in unseren Regionen genies-sen konnte. Grapefruits und Pampelmusen dagegen zählen zu den jüngeren Errungenschaften unserer Esskultur.

Die Grapefruit ist höchstwahrscheinlich als natürliche Kreuzung von Orangen und Pampelmusen Anfang des 18. Jahrhunderts auf Barbados entstanden. 1750 wurde sie erstmals und dann gleich als «verbotene Frucht» beschrieben. Da man beim Stichwort Paradies immer auch gleich bei den Verboten ist, schloss man vielleicht von «verbotene Frucht» auf die hübschere Bezeichnung «Paradiesfrucht», der Zusatz «paradisi» ist noch heute im Warenkundelexikon zu finden. Ihr englischer Name setzt sich aus den Wörtern «Trauben» und «Frucht» zusammen, da sie tatsächlich in Traubenform am Baum wachsen. Und von Weitem sehen sie auch aus wie Trauben - ein wenig grösser natürlich. Sicher wissen wir, dass ihr frisch duftendes, ätherisches Öl schon vor 1000 Jahren im arabischen Raum zur Herstellung von Duftölen und Parfums gewonnen wurde. Um 1950 herum waren Grapefruits dann auch endlich bei uns bekannt. Ein kleiner Meilenstein für europäische Gaumen, sind sie doch die saftreichsten Vitaminbomben dieser Jahreszeit und ihre leicht bittere Frische ist unübertrefflich.

Sie werden reif geerntet und frisch verkauft, da sie nicht nachreifen. Wie alle Zitrusfrüchte, ist auch die Grapefruit in erster Linie für den Frischverzehr geeignet. In frisch gepressten Säften, Obstsalaten, Süssspeisen, Torten, Backwaren – zum Beispiel. Das richtige Verhältnis zwischen Zucker- und Säuregehalt bestimmt im Wesentlichen den Wohlgeschmack und damit unsere Liebe zu ihnen. Das Vitamin C im Saft dient seither als altbewährter Fitmacher, es wird gerne zur Stärkung des Immunsystems und zum Schutz gegen Krankheiten im Winter eingesetzt. Daneben unterstützen auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide in der Grapefruit die Gesundheit. Wann man das Vitamin C zu sich nimmt, ob morgens, abends, vor, nach oder zu den Mahlzeiten, ist unerheblich. Der Körper weiss es immer zu nutzen. Viele schwören auf Zitrusfrüchte, um schon jetzt der Frühjahrsmüdigkeit mit Genuss vorzubeugen und ihr so zu gegebener Zeit ein Schnippchen zu schlagen.

Grapefruits und Medikamente – Fragen Sie Ihren Arzt

Ernährungsexperten weisen darauf hin, dass der Genuss von Fruchtfleisch als auch des Safts der Grapefruit die Wirksamkeit bestimmter Medikamente beeinflusst, sie nämlich sowohl verstärken als auch vermindern kann. Es empfiehlt sich deshalb – bei regelmässiger Einnahme von Medikamenten – Informationen beim Arzt einzuholen. Und: Zitrusfrüchtekönnen den Zahnschmelz angreifen,deshalb nicht direkt nach ihrem Verzehr die Zähne putzen.

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Foto:
Ferdinando Godenzi
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Sonntag 24.07.2011, 16:30 Uhr

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