Die Lust auf Fleisch

Dem Maler Félix Vallotton diente ein rohes Stück Entrecôte als Motiv für ein Stillleben. Die Frage bleibt: Ist ein rohes Stück Fleisch schön? Und welchen Stellenwert hat Fleisch?

Das Original: Félix Vallottons Entrecôte. Entstanden ist das Werk 1914.

Das Original: Félix Vallottons Entrecôte. Entstanden ist das Werk 1914.
Das Original: Félix Vallottons Entrecôte. Entstanden ist das Werk 1914.

Unlängst widmete sich eine Kunstausstellung dem Thema «Lebensmittel in der Kunst». Viel Essbares liesse sich – meist als Stillleben – ausdrucksstark abbilden, doch Fleisch stiesse immer an die Grenzen des Darstellbaren, hörte man dann von den Experten der Kunst. Das Ölgemälde «Entrecôte» (1914) von Félix Vallotton aus Lausanne (1865–1925), der die Bildidee für unseren Foodfotografen lieferte, gebe die Gratwanderung zwischen Gusto und Gräuel perfekt wider. Fotografen haben oft dasselbe Problem wie Maler, weil es ihnen ebenfalls um eine künstlerisch anspruchsvolle, ästhetische Bildsprache geht. Vor allem rohes Fleisch sei unfotogen. Welche Gründe könnten also zu diesemVorurteil vieler Künstler geführt haben? Vielleicht liegt es daran, dass rohem Fleisch etwas Nacktes anhaftet. Ist esdeswegen aber unfotogen, ja abstossend obszön? Fest steht, dass der christliche Westen jeden Fleischgenuss phasenweise als Verführung zur Wolllust beargwöhnte. Aber das ist eine lange Geschichte ...

Ein zartes Angus Beef von Fine Food grillen (in der Pfanne oder auf dem Grill), aufschneiden und mit etwas Kräuterbutter servieren. Dazu passen kleine, neue Kartoffeln bestens.

Ein zartes Angus Beef von Fine Food grillen (in der Pfanne oder auf dem Grill), aufschneiden und mit etwas Kräuterbutter servieren. Dazu passen kleine, neue Kartoffeln bestens.
Ein zartes Angus Beef von Fine Food grillen (in der Pfanne oder auf dem Grill), aufschneiden und mit etwas Kräuterbutter servieren. Dazu passen kleine, neue Kartoffeln bestens.

Die Geschichte des Fleisches in der menschlichen Nahrung ist lang, unendlich lang. Rohes Fleisch schmeckt geradezu prähistorisch. Wer die Entwicklung der Fleischzubereitung unter die Lupe nimmt, betrachtet genau genommen die Menschheitsgeschichte selbst. Erst seitdem der Mensch Feuer selbst erzeugen kann, ist die Zeit der kalten Küche vorbei. Wir sind jetzt geistig also ungefähr bei unseren menschlichen Vorfahren in der Altsteinzeit. Bis zur totalen physischen Erschöpfung verfolgten diese ihre Jagdbeute, trugen tagelang enorm schwere, meterlange Lanzen mit sich herum, um nachher zum Beispiel einen Waldelefanten damit erlegen zu können. Diese Leute riskierten ihr Leben und haben sich ihr hart erarbeitetes Stück Fleisch wirklich verdient. Das Feuer, die Männer, das Fleisch – sie verursachten eine Revolution, die über den Kochtopf ihrer Frauen ausgetragen wurde.

Doch diese Revolution zog Konsequenzen nach sich: Die erste Arbeitsteilung, die erste Geschlechtertrennung, die gemeinsame Mahlzeit als Teil des menschlichen Zusammenlebens. Trotz der gezielten Nutzung des Feuers wurde auch weiterhin viel rohes Fleisch gegessen. Aber wir sprechen nicht von einem feinen, hauchdünnen Rindscarpaccio oder gut gewürzten Kalbstatar.Nein, «Fleischgenüsse », das waren zu Herrn Neandertalers Zeiten auch Schnecken, Raupen oder auch mal ein noch warmes Bärenauge. Bei den Ägyptern stand Schweinefleisch lange ganz oben auf der Speisekarte, bis sie es dann plötzlich komplett von ihr verbannten und Hyänenfleisch den Vorzug gaben. Vielleicht verhielt sich die Chronologie der Ereignisse aber auch umgekehrt.

Neuen Aufschwung erfuhr Schweinefleisch dann aber wieder bei den Römern. Unendlich schien ihr Begehr nach Fleisch und auch nach Schwein. Die Zitzen einer Sau galten als besondere Delikatesse. Uns ist ein währschaftes Entrecôte lieber. Doch das ist sicher nur eine Frage der Gewohnheit.

Die unterschiedlichen Wachstumsphasen sind es, die die Banane krumm machen. Zur Aufzucht werden Sprösslinge der alten Bananen-Pflanze verwendet. Vom Entstehen der Blüte bis zur Ernte braucht sie drei Monate und konstante 27 Grad. Danach verschifft der Züchter die grün geernteten Früchte. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn der Reifungsprozess setzt mit dem Abschneiden von der Staude ein. Die Banane enthält zirka 97 Kalorien pro 100 Gramm und sie gehört damit zu den kalorienreichsten Früchten. Trotzdem wird sie von Experten als gesunder Snack, gerade auch zum Sport, empfohlen, weil sie leicht im Magen liegt.

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Foto:
Ferdinando Godenzi
Styling:
Marianne Ettlin
Veröffentlicht:
Sonntag 24.07.2011, 18:32 Uhr

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