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«Wildtiere sind faszinierend». Darum war der Besuch in «Knies Kinderzoo» eine Art Wiedersehen: Kiki Maeder ...

mit, auf und unter Elefantendame Sabu ...

... mit einer neugiereigen Giraffe ...

... mit einem zutraulichen Zebra ...

... Und dabei hat Kiki Maeder sichtlich Freude.

Kiki Maeder: «Nein, da muss ich jetzt durch»

Kiki Maeder (32) über ihre Rolle als Wespe Wanda im neuen Kasperli-Hörspiel und als Glücksbringerin in «Happy Day».

Coopzeitung: Wie fühlen Sie sich als St. Gallerin in Zürich?
Kiki Maeder: Sie meinen mit meinem Dialekt? – Ganz gut, weil ich, wie ich hoffe, sonst keine Ähnlichkeit mit der perfiden Wespe Wanda habe.

Sie meinen die Wespe Wanda, die Sie im neuen Kasperli-Hörspiel «Es hät en Dieb im Zoo» verkörpern. Welche Rolle spielt sie denn?
Sie hat einen Traum von einem eigenen Wespennest. Sie glaubt, ihn sich leisten zu können, wenn sie Direktorin eines Museums für gestreifte Tiere wird, das sie mit Professor Doktor Heimlifeiss eröffnen will. Dafür entführen sie Tiere aus dem Zoo und wollen sie ausstopfen lassen. Sie machen aber die Rechnung ohne Kasperli, Leonie und den Elefanten Jämmerli!

Welchen Bezug haben Sie zu Wildtieren?
Ich finde sie faszinierend und liebe es, Tierdokumentationen im Fernsehen anzuschauen. In Afrika konnte ich sogar einmal an einer Safari teilnehmen. Die Ausstrahlung der Tiere, die oft in sich selbst ruhen, war etwas vom Eindrücklichsten, was ich je erlebt habe – zusammen mit dem heutigen Shooting für die Coopzeitung in «Knies Kinderzoo» in Rapperswil.

Wir haben Sie mit einem Zirkuselefanten fotografiert.
Nicht mit irgendeinem, sondern mit der Elefantendame Sabu, die vor drei Jahren auf der Landiwiese aus dem Circus Knie ausgebüxt und durch die ganze Zürcher Innenstadt spaziert ist, bevor man sie nach einem Bad im Zürichsee wieder einfangen konnte! Aber das erfuhr ich glücklicherweise erst später.

Wie erlebten Sie die Begegnung mir ihr?
Der Elefantenwärter hat Sabu in einem Kauderwelsch aus Hindi, Französisch und Englisch, das weltweit zur Kommunikation mit diesen Tieren verwendet wird, auf ihre Rolle als Model vorbereitet. Dann konnte ich mich ihr langsam nähern und in ihrem Sattel eine Runde drehen, nachdem ich sie mit Äpfeln bestochen hatte. Zum Schluss hob sie mich mit dem Rüssel in die Höhe. Ein atemberaubender Moment!

War da eine Furcht, die Sie überwinden mussten?
Furcht nicht, nur Ehrfurcht!

 

«

Furcht nicht, nur Ehrfurcht! »

Haben Sie Erfahrung mit Haustieren?
Ja, wir hatten immer Hunde, auch einmal ein Pferd, aber momentan bin ich nicht oft genug zu Hause, um ein Tier halten zu können.

Wurden die Kasperli-Macher durch Ihren Erfolg als «Pippi in Taka-Tuka-Land» an der Zürcher Märchenbühne auf Sie aufmerksam?
Vielleicht haben sich Nik Hartmann und David Bröckelmann deshalb an mich erinnert. Wir kennen uns aber schon von einer früheren Pippi-Langstrumpf-Produktion, in der sie vor zwei Jahren mitgewirkt haben.

Welche Kindheitserinnerungen hat das Kasperli-Angebot bei Ihnen geweckt?
Ich bin mit Jörg Schneiders Kasperli aufgewachsen. Mein älterer Bruder Nico und ich hatten alle Kassetten und ein Theater mit Handpuppen, in dem ich seine Abenteuer nachspielte.

Wie schwierig war Ihr Weg zur professionellen Schauspielerin?
Nach der Schauspielschule bekam ich gleich eine kleine Rolle in einem deutschen Fernsehfilm, für den wir zwei Wochen in der Provence drehten. Ich dachte, ich hätte den besten Beruf der Welt! Als ich zurückkam, tat sich lange nichts mehr. Der Einstieg in dieses Metier erfordert sehr viel Ausdauer und Glück. Und man muss sich eine Elefantenhaut zulegen.

Haben Sie einen Plan B?
Nein, da muss ich jetzt durch! Vom Virus Schauspielerei kommt man nicht mehr los. Da ich von meinem Naturell her gerne alles unter Kontrolle habe, bekundete ich am Anfang grosse Mühe damit, nie zu wissen, wie es weitergeht. Ich begann deshalb auch mal Publizistik zu studieren, doch dann kamen die Angebote und seit 2011 kann ich von der Schauspielerei und verschiedenen Moderationsjobs leben.

Was bedeutet Ihnen die Aussenmoderation für Röbi Kollers Samstagabendshow «Happy Day»?
Für mich ist es ein wichtiges Standbein, das mir eine gewisse Sicherheit und eine interessante neue Aufgabe vor der Kamera bietet. Darüber hinaus ist die Aufgabe als Glücksbringerin sehr dankbar, weil wir Menschen eine Freude machen können, die es im Leben schwer haben.

Welches Schicksal hat Sie speziell bewegt?
Extrem unter die Haut ging mir die Geschichte eines neunjährigen Mädchens mit Leukämie. Es wünschte sich für seinen Vater ein Gartenhaus. Wir haben auch noch das Kinder- und Elternschlafzimmer renoviert. Mit dieser Familie bin ich immer noch in Kontakt.

Welche Überraschung hat Sie selber besonders gefreut?
Mein Freund Mark hat mich am Valentinstag in den Cirque du Soleil eingeladen.

Wünschen Sie sich eigene Kinder?
Irgendwann einmal sicher. Im Moment habe ich aber auch so genügend Kinder um mich herum!

Kiki Maeders Antworten auf 25 klassische Interviewfragen finden Sie hier.

Kiki Maeder

Beruf: Schauspielerin und Moderatorin
Geburtsdatum: 9. Januar 1981 in Basel
Zivilstand: ledig, liiert mit Mark Strähl
Laufbahn: 2004 Diplom European Film Actor School Zürich, diverse kleinere TV- und Theater-Rollen im In- und Ausland, 2012 Musical «Titanic» (Thunerseespiele), 2012/13 Titelrolle in «Pippi in Taka-Tuka-Land» (Zürcher Märchenbühne). Aktuell: CD «Kasperli 3» (mit David Bröckelmann, Fabienne Hadorn, Nik Hartmann), seit 2012 «Happy Day»-Aussenmoderatorin (nächste Sendung: 1. Juni 2013 SRF 1, 20 Uhr), ab November Heilsarmistin in «Die kleine Niederdorfoper».

Zur Homepage von Kiki Maeder

Rückschau auf das Musical «Titanic» auf der Thuner Seebühne im Sommer 2012 – mit Kiki Maeder.

Welches Buch liegt grad auf Ihrem Nachttisch?
«Thinking, fast and slow» von Daniel Kahneman.

Welches ist Ihr Lieblings-Romanheld?
Pippi Langstrumpf.

Und welche Vorbilder haben Sie in der Wirklichkeit?
Alle Menschen, die trotz schwerer Schicksalsschläge, voller Lebensfreude und Willenskraft durch`s Leben gehen.

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen?
Argo.

Und welchen Film würden Sie gerne wieder einmal sehen?
Da gibt es viele ... «Scent of a woman», «The big Lebowski», «Life of Pi».

Ihr Lieblings-Filmheld?
Amélie Poulain aus «Die fabelhafte Welt der Amélie».

Was für Musik hören Sie gerade?
Je nach Stimmung: von Klassik über brasilianische Rhythmen bis zu Deep House.

Welche CD würden Sie auf die einsame Insel mitnehmen?
Black Sands von Bonobo.

Mit welchem Musiker würden Sie gerne einmal einen trinken?
Mit Bono von U2.

Was kochen Sie selbst?
Mein Feta-Käse-Gemüse-Auflauf kommt immer gut an.

Ihre Lieblingsspeise?
Frischer ganzer Fisch mit Spinat und Wildreis.

Ihr Lieblingsgetränk?
Rivella.

Mit wem essen Sie am liebsten?
Mit meinen Liebsten.

Und wo essen Sie am liebsten?
Bei meinem Bruder im Restaurant Bärengasse.

Mac oder PC?
Mac.

Auto oder Zug?
Wenn möglich Zug.

Wein oder Bier?
Wein.

Pasta oder Fondue?
Pasta.

Joggen oder Walken?
Joggen.

Berge oder Meer?
Meer!

Wann haben Sie zuletzt geweint?
Bei der letzten «Happy Day»-Sendung.

Wie bringt man Sie zum Lachen?
Mit guter Situationskomik und feinem, britischen Humor.

Welches Tier wären Sie am liebsten?
Elefant. Er hat einen ausgeprägten Familiensinn, ist sehr sozial und hat ein unwahrscheinliches Gedächtnis.

Wovon träumen Sie?
Einmal im Leben eine richtig grosse Welle zu surfen.

Was ist für Sie das grösste Glück?
Gesundheit und ein zufriedenes Publikum.

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Reinhold Hönle

Autor

Foto:
Christoph Kaminski
Veröffentlicht:
Mittwoch 10.04.2013, 14:38 Uhr

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