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Filmkritik: «Ginger&Rosa»

Rosa und Ginger sind beste Freundinnen und leben in einer Zeit des Umbruchs. In den 62-ern in England wir nicht nur die Rolle der Frau in Frage gestellt, auch in der Weltpolitik geht es turbulent zu.

 

Besonders die poetische und feinfühlige Ginger nimmt die drohende politische Gefahr ernst und engagiert sich in der Demo-Bewegung. Rosa, weniger davon überzeugt, begleitet sie. Weil das so ist unter besten Freundinnen, man zieht sich gleich an, steht die ersten Jungs-Abenteuer gemeinsam durch und teilt die Interessen der anderen.

Die Freundschaft von Rosa und Ginger war schon vor ihrer Geburt vorherbestimmt – denn auch ihre Mütter waren und sind Freundinnen. Die Schwangerschaften haben aus den unabhängigen Frauen aber klassische Hausfrauen gemacht. Als Rosas Vater die Familie verlässt, muss ihre Mutter wieder arbeiten. Der Zusammenbruch der Familie macht Rosa schwer zu schaffen. Auch in der Ehe von Gingers Eltern steht es nicht zum besten. Gingers Vater ist ein freidenkender Schriftsteller und Pazifist, der sich keinen Regeln beugen will – auch nicht denen, die ein Familienleben ermöglichen. Ginger vergöttert die Unabhängigkeit und intellektuellen Theorien ihres Vaters. Je weiter der Vater sich aus dem Heim entfernt, desto mehr wächst Gingers politisches Engagement. Es wird klar, dass sich Ginger mit ihrem Engagement nicht nur für die Welt sondern auch um die Anerkennung ihres Vaters kämpft. Dieser Kampf wird immer mehr zum Krieg als Ginger ihre stärkste Unterstützung, Rosa, verliert. Diese wird im Kampf um den Vater zur Konkurentin.

Das Fazit

Ein schön gemachter Film, der mit einer feinen, unaufdringlichen Symbolik arbeitet, die man nicht immer auf den ersten Blick erkennt. Zum Beispiel widerspiegelt sich die Veränderung in Ginger und Rosas Freundschaft auch in deren Kleidung.

Die Regisseurin Sally Potter will nach eigenen Aussagen «zeigen, dass private Augenblicke unseres Lebens mit der Weltgeschichte verflochten sind. Wir sind Teil von allem, und alles ist ein Teil von uns.» Dies gelingt ihr auch sehr gut. Ein kluger Film über zwei Mädchen, die erwachsen werden und auch die Welt, die endgültig aus dem 50-er Jahre Märchen aufwachen und vielleicht auch erwachsen wird.

Dennoch, zum Schluss wird man den Eindruck nicht los, dass die Regisseurin die klassische Familienstruktur (Vater, Mutter, Kind) als die richtige Lösung ansieht und alternative Familienmodelle nicht funktionieren. Generell wäre es schön gewesen, noch ein bisschen mehr von den Nebendarstellern zu sehen, die durchwegs interessante Charaktere darstellen, die neben dem Vater-Mutter-Kind-Freundin-Drama leider untergehen.

 

Kinostart
11. April 2013

Regie
Sally Potter

Drehbuch
Sally Potter

Produzent
Christopher Sheppard, Andrei Litvin

Besetzung

Rosa: Alice Englert

Ginger: Elle Fanning

Roland: Alessandro Nivola

Natalie: Christina Hendricks

Anoushka: Jodhi May

Mark: Timothy Spall

Mark Two: Oliver Platt

Bella: Annette Bening

Roger: Oliver Milburn

Tony: Andrew Hawley

Länge
90 Minuten


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Michaela Schlegel

Redaktorin

Veröffentlicht:
Mittwoch 10.04.2013, 13:55 Uhr

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