Gefällt mir!

Er sucht Bestätigung, die auch sie findet.

Steven Schneider: Während wir den Schopf aufräumen, berichtet das Radio von einer Studie, die besagt: Männer brauchen für den Einkauf im Supermarkt – im Gegensatz zu früher – länger als Frauen.

«

Männer sind solidarisch, das gefällt mir.»

Schreiber schmunzelt. «Wozu untersuchen die das? Männer stellen sich doofer an beim Einkaufen, das weiss doch jeder.» «Vielleicht schauen wir nur genauer hin bei dem, was wir einkaufen», antworte ich. Sie lacht: «Du guckst in der Tat genau hin, aber du siehst die Butter trotzdem nicht.» So?
Nach getaner Arbeit setze ich mich an den Computer und mache meine eigene Studie.
Auf Facebook stelle ich die Frage: «Kaufen Männer heute langsamer ein?» Guido antwortet: «Wir Männer gehen mit offenem Horizont durchs Leben.» Gefällt mir!
Ralf ergänzt: «Der Mann von heute hat ein anderes Qualitätsbewusstsein. Da braucht ein Einkauf mehr Zeit.» Gefällt mir!
Peider meint: «Die Frau schreibt die Einkaufsliste – der Mann muss dann selber erahnen, welches der Shampoos das richtige ist. Das braucht eben extrem viel Zeit.»
Gefällt mir!
Und ich gebe zu: Es scheint als hätten wir tatsächlich länger im Supermarkt. Egal. Das Fazit meiner Studie ist: Männer sind solidarisch!
Das gefällt mir.

Sybil Schreiber: Schneider meinte, ich solle mal auf unsere Facebookseite schauen. Von wegen, Männer würden sich beim Einkaufen doof anstellen.

«

Ich öffne die Seite, und fühle mich wie unter Freundinnen.»

Als ich die Seite öffne, fühle ich mich wie unter Freundinnen. Monika rät Frauen mit langsam einkaufenden Gatten: «Männer erst füttern, dann zum Einkauf schicken.»
Anita weiss: «Männer kaufen alles, was sie in der Werbung sehen.» Nicole schreibt: «Männer lesen auf der Einkaufsliste auch zwischen den Zeilen – und bringen Dinge nach Hause, die sie, und nur sie, als notwendig erachten.»
Rosalie bringts auf den Punkt: «Bei uns kaufe ich schneller ein, ich weiss, was wir brauchen und lasse mich nicht von den Kindern bequatschen. Aber mein Mann schaut sich erst einmal um, sucht sich die Packung mit dem schönsten Schinken raus, degustiert, was es zu degustieren gibt, diskutiert mit den Kindern, was man sonst noch kaufen könnte, kommt dann mit vier vollen Taschen zurück, hat aber Putzzeug, Tee und Jogurt vergessen, bringt dafür ein gefühltes 100er-Pack Wienerli mit, weil die grad Aktion waren …
Kenn ich doch!
Vielleicht sollte ich Rosalie schreiben. Sie scheint ebenfalls mit meinem Mann zusammenzuleben.

(Coopzeitung Nr. 17/2013)

Kommentare (5)

Danke für Ihren Kommentar

Enthält dieser Kommentar bedenkliche Inhalte?

Der Text wird geprüft und eventuell bearbeitet oder blockiert.

Ihr Kommentar

Bitte vergessen Sie nicht Ihren Kommmentar.

Bitte geben Sie Ihren Namen an.

Pflichtfeld
Bitte geben Sie Ihre E-Mailadresse an.





Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld:

$springMacroRequestContext.getMessage($code, $text)






Bitte beachten Sie beim Kommentieren unsere Netiquette und gehen Sie respektvoll miteinander um.

Sybil Schreiber, Steven Schneider

Kolumnisten

Foto:
Ferdinando Godenzi
Veröffentlicht:
Montag 22.04.2013, 11:15 Uhr

Die neuesten Kommentare zu Schreiber vs. Schneider:

Mägert Andrea antwortet vor 2 Monaten
Die Kündigung
Hiermit Kündige ich meine Coop ... 
Miguel de Antony y Maura antwortet vor 2 Monaten
Der längste Tag
Wie schon oft irrt sich Frau S ... 
Die Kroatin antwortet vor 2 Monaten
Schweizer Hymnen
Numme e so näbebii... die kroa ... 

Weiterempfehlen:

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:


Finde uns auf Facebook:



Login mit Coopzeitung-Profil

schliessen
Fehlertext für Eingabe

Fehlertext für Eingabe

Passwort vergessen?