Silvesterparty, ganz nach Wautzis Geschmack

Mit einem Glas prickelnden Champagner auf das Neue Jahr anstossen und das Alte traditionell mit buntem Feuerwerk, lautstarken Krachern und Böllern verabschieden.

So feiern die meisten Leute den Jahreswechsel, der in wenigen Wochen bevorsteht. Doch als Hundehalter sieht man der Neujahrsfeierei weniger gelassen entgegen. Vor allem, wenn man einen Hund hat, der sich vor der Knallerei fürchtet und sich zitternd in die hinterste Ecke verzieht oder gar wütend unaufhörlich gegen den Lärm anbellt. Was also tun? Und wie entgeht man dem Neujahrsradau?

Bewährte Tipps für Zuhause: Boxerrüde Paolo ist ein stattlicher Hund. Doch sowie er einen Schuss hört, flüchtet er sich unter Frauchens Bett. Daher steht Frauchen alle Jahre wieder vor der Frage: Wie erspare ich meinem Wautzi diese Qual? Denn schon vor 24 Uhr am Silvesterabend wird schon hier und da geballert, was auch das Gassigehen erschwert. Die meisten Hundehalter kennen sicher diese bewährten Ratschläge für Zuhause:

  • Zur Beruhigung schon einige Tage zuvor Wautzi regelmässig Bachblüten Notfall Tropfen oder besser eine individuell gemixte Bachblüten-Mischung ins Futter träufeln.
  • Zum Zeitpunkt des Jahreswechseln Beruhigungsmusik auflegen oder den Fernseher lauter stellen.
  • Die Rolläden herunter lassen, Fenster schliessen und das Zimmer verdunkeln.
  • Wautzi mit seinem Lieblingsguetzeli oder einem Futterball ablenken
  • Dem Hund ein sicheres Versteck gewähren und als „Rudel-Chef“ selbst möglichst unaufgeregt bleiben.
  • Gassigänge verkürzen und den Hund nicht von der Leine lassen.
  • Für die Tage vor und nach Silvester, an denen hier und da gerne geknallt wird, einen längeren Spaziergang im “Stammrevier” vermeiden oder diese Strecke ganz umgehen, damit es nicht „verbrennt“. Sonst bleibt später eine schlechte Erinnerung daran zurück.

Es gibt Unterkünfte, die „Knallfreiheit“ garantieren: Der letzte Tipp ist vor allem für überängstliche und übersensible Hunde wie Paolo wichtig. Denn weil ein paar Jugendliche in seinem Stammrevier Silvesterkracher zündeten, während der Vierbeiner unterwegs war, wollte dieser seine angestammte Stecke in einem schönen Waldstück noch Tage nach dem Vorfall partout nicht mehr gehen und zog Frauchen umgehend zum sicheren Auto zurück. Erst nach zwei Wochen traute er sich vorsichtig wieder in sein Stammrevier. Das will Frauchen in diesem Jahr vermeiden und ihrem Wautzi zuliebe ein knallfreies Silvester begehen. Aber wo wird einem das garantiert? Frauchen machte sich im Internet auf die Suche nach einer Lösung – und stiess auf die Website von Gabriela Kropitz, Hundebesitzerin und Tierschützerin aus Österreich. Sie hat Hotels, und Ferienhäuser aufgelistet, die „Knallfreiheit“ garantieren. Denn „auch wenn die Gastgeber selbst hundefreundlich sind, ist es nicht immer einfach, den anderen Gästen die Silvester-Knallerei zu verbieten. Oder aber es sind die Nachbarn, die Raketen zünden“, weiss die Wienerin aus eigener Erfahrung.

Silvester-Herbergen mit angeschlossenem Dog-Trail: Auf der Homepage der österreichischen Hundeexpertin, die im Auftrag des Österreichischen Lebensministeriums ein Handbuch zur Heimtierhaltung verfasste, finden sich Herbergen für Hund und Herrchen von Deutschland über Österreich, Italien, Kroatien und Tschechien, die eines gemeinsam haben: Diese Häuser vermieten zum Jahreswechsel ausschliesslich an Urlauber mit Hund, und sind so gelegen, dass niemand in der Umgebung den Hundefrieden stören könnte. So finden sich in der Übersicht neben einem Hundehotel im Bayerischen Rötz mit ruhigem Waldauslauf auch ein entspannter Hundeurlaub in einem Appartement in Walchen bei Salzburg mit angeschlossenem Dog-Walk-Trail. „Die Gastgeber lassen sich da eine Menge einfallen“, erzählt Gabriela Kropitz und zählt auf: „Neben der gemeinsamen Silvesterwanderung gibt’s leckere Neujahrs-Leckerlis und anstelle von Feuerwerk und Raketen werden um Mitternacht Glücks-Lufballons gen Himmel geschickt.“ Endlich mal ein Silvester ganz nach Paolos Geschmack – und auf ein Neujahrsprosit mit einem Glas Champagner muss Frauchen auch nicht verzichten.

Nährere Infos gibt’s bei Gabriela Kropitz im Internet

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Susanne Reininger

Tierexpertin

Veröffentlicht:
Donnerstag 28.07.2011, 11:25 Uhr

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