Auch wenn die Halogenbirne noch funktioniert: Der Wechsel auf LED lohnt sich für Umwelt und Portemonnaie.

Abgedreht: LED-Licht hilft Energie sparen

Der «energyday» zum Auftakt der Winterzeit ist die beste Gelegenheit, den Haushalt energietechnisch auf den neusten Stand zu bringen.

Aus der Perspektive von Wissenschaft und Technik ist der Fall klar: LED-Licht ist weitaus effizienter als alles, womit wir zuvor unsere Stube erleuchtet haben. Doch Licht ist ein sehr emotionales Thema, seit der Mensch vor langer Zeit gelernt hat, das Feuer zu beherrschen und so ein wenig Helligkeit in die Dunkelheit seiner Höhlen und der Nacht zu bringen. Kein Wunder, trauern manche immer noch der «guten alten» Glühbirne nach. Und nun sollen die Halogen- und anderen Energiesparlampen bereits ersetzt werden, obwohl sie locker noch ein paar Jahre halten könnten?

Der Umstieg lohnt sich

«Das ist ökonomisch ebenso wie ökologisch sinnvoll», sagt Albert Studerus (62). Als Ingenieur und Geschäftsführer der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) kennt er sich mit dem Thema bestens aus. «Bei Halogenlampen hatten wir gegenüber Glühlampen eine Steigerung der Effizienz von 20 bis 30 Prozent. Dagegen sind LED-Lampen zehn- bis zwölfmal effizienter.»

Studerus rechnet vor, dass durch den geringeren Verbrauch nicht nur die Stromkosten sinken, sondern auch die sogenannte graue Energie  (die es zur Herstellung einer neuen Lampe braucht) bereits nach wenigen Stunden Leuchtdauer eingespart ist. «Daher ist es nur konsequent, dass die Kampagne des Bundesamts für Energie die Konsumentinnen und Konsumenten auffordert, jetzt zu handeln und auf LED umzusteigen», betont Studerus.

Am kommenden Samstag, dem 28. Oktober 2017, bieten grössere Filialen von Coop Bau + Hobby den Kundinnen und Kunden eine persönliche Beratung über die LED-Lichttechnik und Stromsparen im Haushalt an – die SLG stellt dazu geschulte Fachberater zur Verfügung.

Dieser Service ist ein Teil des Coop-Engagements für den «energyday», der als nationaler Stromspartag im Haushalt jedes Jahr am Tag vor der Umstellung auf die Winterzeit stattfindet. Beratung gibt es auch bei Fust und anderen Coop-Tochterfirmen (siehe online unter www.coop.ch/energyday).

Viel Sparpotenzial

Die Statistik zeigt: Der Marktanteil für LED-Lampen ist in den vergangenen Jahren gestiegen – auch weil die Preise gesunken sind. Dass sich das Kaufverhalten nicht schneller ändert, liegt zum Teil an der Bequemlichkeit, vor allem aber wohl daran, dass die Energiekosten den einzelnen Haushalt nicht allzu stark belasten. «Die Stromrechnung bringt uns nicht wirklich ins Grab», sagt SLG-Geschäftsführer Studerus. «Aber von den rund 100 Franken, die im Schnitt pro Monat anfallen, lassen sich bis zu 10 Franken sparen.»

Betrachtet man die Schweiz insgesamt, entfallen 14 Prozent des Stromverbrauchs auf private, gewerbliche und öffentliche Beleuchtung – inklusive Strassenlampen und Flutlicht im Fussballstadion. Städte wie St. Gallen und Zürich testen darum bereits die automatisierte Beleuchtung mit Sensoren. Dies könnte den Stromverbrauch nochmals um bis zu 40 Prozent reduzieren.

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Martin Winkel

Redaktor

Foto:
Getty Images, ZVG
Veröffentlicht:
Montag 23.10.2017, 09:51 Uhr

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