Parade der perlenden Köstlichkeiten. Jetzt ist Zeit, die eine oder andere Flasche Schaumwein zu öffnen.

Alles ausser Champagner

An besonderen Anlässen müssen die Korken knallen. Der «Chlepfmost» muss aber nicht zwangsweise aus der Champagne stammen. Wir servieren Ihnen die Alternativen.

Eine Flasche Champagner ist etwas Besonderes und ein Prädikat für gute Qualität. Als Champagner dürfen seit 1980 nur Schaumweine bezeichnet werden, die auch aus der gleichnamigen Region in Frankreich stammen. Qualitativ hochstehende Schaumweine gibt es aber auch ausserhalb dieser Region.

Vins Mousseux, Crémant

Dieser Begriff steht für Schaumweine aus Belgien, Luxemburg und Frankreich (ohne Champagne). Seit 1994 wird er für moussierende Getränke verwendet, die aus kontrollierter Herkunft und vorgegebenen Herstellungsverfahren stammen. Die Rebsorten sind hingegen nicht vorgeschrieben. Ein Vertreter dieser Sparte ist der Crémant d’Alsace AOC Wolfberger brut. Der Elsässer wird aus den Rebsorten Pinot Noir, Riesling und Chardonnay gekeltert. Mit seiner mittelfeinen Perlage und einer expressiven Note von Brioche und gelben Früchten passt er besonders gut zum Apéro, Muscheln und Blätterteiggebäck.

Spumante

Dieser Name steht für spritzige Schaumweine aus Italien. In diese Kategorie gehören gleich mehrere Unterkategorien wie etwa der Prosecco. Früher der Name einer Traubensorte, wird der Begriff seit 2010 für Schaumweine aus der Weinbauregion Veneto verwendet, die aus der weissen Rebsorte Glera (ehemals Prosecco) gekeltert werden. Aus der Stadt Asti kommt der bekannteste Vertreter der Spumante-Familie, der Asti Spumante. Sehr beliebt ist auch der Franciacorta aus der gleichnamigen italienischen Weinbauregion in der Lombardei.  Er wird nach derselben Methode hergestellt wie der Champagner. Ein Vertreter ist der Franciacorta DOCG Mirabella brut,  gekeltert aus Chardonnay und Pinot Bianco. Ein leichter Tropfen mit einer feinen Perlage, leicht cremig und perfekt für Lachs.

Cava

Cava ist die spanische beziehungsweise katalanische Antwort auf den Champagner. Standardmässig wird Cava heute aus den Sorten Parellada, Xarello und Macabeo hergestellt. Der Erste, der Schaumwein aus diesen Sorten kelterte, war Josep Raventós, Oberhaupt des Betriebs Codorníu. Noch heute stellt der Betrieb eleganten Cava nach der traditionellen Flaschengärungs-Methode her – wie den Codorníu Raventos, brut. Er ist unter den Cavas der wohl champagnerähnlichste Vertreter und passt zum Apéro, rohem Schinken, Lebergerichten und Kaviar. Ähnlich wie für den Crémant oder den Champagner gibt es auch beim Cava klare Vorgaben, nach denen er produziert wird. Seit 1986 ist der Name geschützt.

Sekt

Dieser Begriff wird für Schaumweine in Deutschland und Österreich verwendet. Deutscher Sekt garantiert, dass die gelesenen Trauben alle aus Deutschland stammen. Für Winzersekt muss der Grundwein zu 100 Prozent aus den Trauben des jeweiligen Weinbaubetriebes kommen.

Schweizer Schaumweine

Ja, auch die gibt es, und zwar in ausgezeichneter Qualität. Wie etwa die Schaumweine aus dem Hause Mauler. Der Familienbetrieb produziert im Val de Travers schon seit 1829 ihren Vin Mousseux und wurde mehrfach dafür ausgezeichnet. Sowohl der Brut als auch der Demi-sec bestechen durch die goldene Farbe und die ansprechende Frische. Perfekt für Aperitif, Fisch, Rohschinken oder Pasteten.

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Michaela Schlegel

Redaktorin

Foto:
Heiner H.Schmitt
Veröffentlicht:
Montag 28.12.2015, 13:00 Uhr

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