Alternatives Betriebssystem: Einblick in Ubuntu

Mac OS und Windows sind nicht die einzigen Betriebssysteme für PCs. Es gibt daneben viele freie Betriebssysteme und Weiterentwicklungen davon. Ubuntu gilt für Einsteiger als besonders geeignet.

Ubuntu klingt irgendwie afrikanisch. Und ist es auch! Aus dem afrikanischen Dialekt Zulu übersetzt bedeutet das so etwas wie «Menschlichkeit» und «Gemeinsinn». Ubuntu ist auch der Name eines Betriebssystems. Es basiert auf dem Betriebssystem Linux – es ist, vereinfacht gesagt, eine Weiterentwicklung davon, kostenlos und kann als Parallel-Betriebssystem neben Windows und Mac genutzt werden.

Ubuntu wird vom Software-Unternehmen Canonical Ltd. finanziert. Dessen Gründer ist der Südafrikaner Mark Shuttleworth – womit sich auch der afrikanische Name erklärt. Ubuntu soll, laut seinen Anbietern, ein Betriebssystem möglichst ohne Einschränkungen sein. Der Gemeinsinn der Ubuntu-Gemeinschaft zeigt sich in Ubuntu-Hilfe-Foren (meist auf Englisch), in welchen erfahrenere Nutzer Einsteiger und Nutzer mit Problemen beraten. In der Regel erhält man innert weniger Stunden eine Antwort auf seine Frage. Zudem gibt es ein Ubuntu-Wiki (in deutscher Sprache) mit Erklärungen und Anleitungen.

Ubuntu ist nicht nur für Freaks – die Linux-Variante hat eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche und ist kostenlos. Das bewog die französische Nationalversammlung dazu, 2007 die PCs der Abgeordneten und deren Assistenten mit Ubuntu auszustatten. Bis 2014 will auch die französische Gendarmerie ihre Rechner darauf umstellen, ebenso die Münchner Stadtverwaltung.

Die Installation von Ubuntu neben einem bestehenden Windows- oder Mac-Betriebssystem kann sinnvoll sein. Auch für den Fall, dass Windows abstürzt und Ubuntu als Rettungssystem eingesetzt werden kann. Oder wenn man etwas Neues ausprobieren, Windows oder Mac aber nicht missen möchte. Vor der Installation sollte man aber unbedingt ein Backup des vorhandenen Betriebssystems erstellen!

Die Programme zu Ubuntu (davon viele gratis) haben Parallelen zu Software für Windows. Für Einsteiger ist beispielsweise die kostenlose Bürosoftware Libre Office (mit Schreib-, Rechen- und Präsentationsprogramm) empfehlenswert. Firefox wird als Standardbrowser installiert. Weitere Programme finden Nutzer im Ubuntu Software-Center, das ähnlich wie ein App-Store fürs Smartphone oder das Tablet daherkommt. Die Ubuntu-Welt ist riesig  und entwickelt sich stetig weiter. Man muss sich Zeit nehmen, um sie zu entdecken.

Ubuntu neben Windows oder Mac zu installieren (Dualboot) ist nicht ohne und erfordert (zumindest unter Windows) eine Anpassung der Einstellungen des PCs – etwa der Reihenfolge des Startmediums (DVD-Laufwerk, externe Festplatte, USB-Stick – je nachdem, von wo aus man Ubuntu installieren will). Dies sollten nur erfahrene Nutzer tun. Wer unsicher ist, sollte sich Unterstützung holen. Es gibt diverse Anleitungen und Hilfestellungen im Netz. Ist die Installation erfolgreich verlaufen, lässt sich Ubuntu auch gut vom durchschnittlichen Nutzer bedienen.

Erste Schritte unter Ubuntu (Deutsch):

Ubuntu 13.04 neben Windows 8 installieren (Englisch):

Ubuntu 13.04 als Parallelsystem neben Windows 8 entfernen (Englisch):

Marc Shuttleworth studierte Finanzen und Informationstechnologie in Cape Town (Südafrika). Er gründete die Firma Thawte – spezialisiert auf digitale Zertifikate und Internet-Privatsphäre, die er 1999 verkaufte. Danach gründete er HBD Venture Capital und die Shuttle-worth-Stiftung und 2004 schliesslich das Projekt Ubuntu. Er ist auch Gründer des Unternehmens Canonical, das Ubuntu und Open Source Software fördert. Shuttleworth startete das Projekt mit einer Handvoll Entwickler von Linux-Projekten. Heute gibt es acht Varianten von Ubuntu und zahlreiche Derivate.

Notebook: Touch-Display

Das «ACER Aspire V5»-Notebook verfügt über ein touchfähiges 15,6-Zoll-Display und hat Windows 8 vorinstalliert. Benutzer, die Ubuntu ausprobieren wollen, könnten es als Dualboot-System neben Windows 8 installieren – aber vergessen Sie nicht, zuvor ein Backup von Windows auf einem externen Speicher zu erstellen. Das Notebook hat eine 500-GB-Festplatte und 4 GB Arbeitsspeicher sowie einen Intel-Core-i3-2375-Prozessor. Eine Webcam und ein Bluetooth-Adapter sind integriert und am Gerät befinden sich ein USB3- und zwei USB2-Anschlüsse sowie ein Anschluss für HDMI. Mit 2,3 Kilogramm ist das Notebook für ein 15,6-Zoll-Gerät relativ leicht.

Das «ACER Aspire V5-571P-323c4»-Notebook ist
bei Fust für Fr. 499.– erhältlich.

Zum Acer-Notebook bei Fust

NASA

Diese App ist etwas für Astronomie-Interessierte: Umfangreiche Infos, Bildmaterial und Videos von der National Aeronautics and Space Administration NASA als App für Smartphones und Tablets.  Darin lesen Sie über die verschiedenen Sonden, bemannte und unbemannte Missionen, aktuelle Forschungsprojekte der NASA und deren Erkenntnisse. Dazu gibt es spannende Bilder und Videos von Missionen und Beobachtungen sowie NASA-TV. Wer keine Internetflatrate hat, ist gut beraten, sich mit einem Wifi-Netzwerk zu verbinden. Unter der Rubrik «Featured» gibt es Grundwissen über den Weltraum wie «Was ist ein Zwergenplanet?». Unter «Missions» werden Sichtmöglichkeiten der ISS (international Space Station) angegeben, wenn Sie GPS aktiviert haben, und es gibt noch vieles mehr. Die «NASA-App» ist komplett auf Englisch.

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Annina Striebel

Redaktorin

Foto:
Erhan Günan, zVg
Veröffentlicht:
Montag 02.09.2013, 10:00 Uhr

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